Besuchsverbot!

Um die Sicherheit unserer Patienten und Mitarbeiter auch weiterhin zu gewährleisten, besteht ab dem 26.10.2020 aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen ein generelles Besuchsverbot.

Leistungen der Intensivmedizin

Auf unserer Intensivstation behandeln wir Menschen, die lebensbedrohlich erkrankt oder verletzt sind, die nach einer komplizierten Operation oder aufgrund ihrer chronischen Erkrankung eine intensivmedizinische Überwachung und Behandlung benötigen. Unser Behandlungsziel ist das Wiedererlangen und oder Aufrechterhalten der Selbstregulation unserer Patienten. In einer täglichen gemeinsamen Visite werden die individuellen Herausforderungen, die anstehenden Untersuchungen und das Tagestherapieziel für jeden Patienten mit der jeweiligen Fachabteilung besprochen. Wir arbeiten als interdisziplinäres Team und erreichen dadurch eine hohe Versorgungsqualität.

Besonders spezialisiert sind wir in der Behandlung von dialysepflichtigen Patienten. Täglich besprechen wir telefonisch alle nephrologischen Patienten mit den jeweiligen behandelnden niedergelassen Kollegen und unserer Shuntchirurgischen Abteilung.

Ein wichtiges Ziel in unserer Abteilung ist die Frühmobilisation unserer Patienten. Sie werden ab dem ersten Tag nach der Operation vor dem Bett mobilisiert und erlernen Atemtechniken. Zudem üben Sie ab dem ersten postoperativen Tag zusammen mit unseren Physiotherapeuten nach Techniken der Kinästhetik und nach Bobath.

Zur sicheren Überwachung und Behandlung der Patienten setzen wir auf unserer Station moderne Technik ein. Das ist völlig normal, auch wenn es dadurch mal in unterschiedlichen Tönen klingelt und piept. Gern erklären wir Ihnen die Funktion und Bedeutung dieser Geräte und beantworten Ihre Fragen.

Jeder Schwerkranke – ob frisch operiert, schwer verunfallt oder durch eine innere Erkrankung bedroht – wird auf der Intensivstation umfassend und, wie der Name schon sagt, intensiv betreut, behandelt und gepflegt sowie Tag und Nacht überwacht. Die damit verbundenen Maßnahmen bilden den Kern der Intensivmedizin.

Beim Patienten auf der Intensivstation sind wichtige Körperfunktionen lebensbedrohlich gestört. Hauptziel der intensiven Behandlung und Pflege ist es, diese Störungen zu beseitigen, zu bessern oder ihr (Wieder-) Auftreten zu verhindern. Haben sich die Körperfunktionen wieder stabilisiert, können die Patienten auf eine nachfolgende allgemeine Station verlegt werden. Wann dieser Zeitpunkt gekommen ist, entscheiden die behandelnden Ärzte individuell von Patient zu Patient.

Die intensivmedizinische Behandlung und Pflege ist nur dadurch möglich, dass viele Menschen unterschiedlicher Berufsgruppen eng zusammenarbeiten. Das Kernteam besteht aus besonders qualifizierten Ärzten und Pflegekräften. Hinzu kommen die regelmäßige Visite von Ärzten aller Fachabteilungen sowie von Physiotherapeuten und medizinisch-technischen Mitarbeitern.

In der Intensivmedizin müssen viele Geräte eingesetzt werden, die gestörten Körperfunktionen unterstützen oder ersetzen. So wird Ihnen als erstes diese verwirrende Vielzahl um das Krankenbett auffallen. Sie sind notwendig, um die kontinuierliche Überwachung des Patienten, das sogenannte Monitoring, sicherzustellen. Diese Apparate registrieren Werte der Herz-Kreislauf-Funktion wie z.B. Puls und Blutdruck oder die Urinausscheidung. Um die Werte zu messen, sind viele Elektroden (Messfühler) am Körper des Patienten (z.B. im Brustbereich) angebracht, die per Kabel mit den Geräten und den dazugehörigen Bildschirmen verbunden sind. Regelmäßige Blutuntersuchungen dienen dazu, bestimmte Laborwerte zu erfassen und zu kontrollieren wie etwa das Blutbild oder Werte der Leber- und Nierenfunktion. Bei künstlich beatmeten Patienten kommen die Werte der Atmung hinzu. Diese Werte werden in Form von Kurven oder Zahlen auf dem dazugehörigen Bildschirm neben dem Patienten registriert.

Also haben Sie Vertrauen in diese Technik, sie ist lebenserhaltend.

 

Als Intensivpatient sind Sie nicht zuletzt wegen der Kabel und Schläuche weniger mobil als gewohnt. In dieser Zeit übernimmt geschultes Personal die Pflege Ihres Körpers und unterstützt Sie bei den täglichen Dingen wie Essen und Trinken, Waschen, Stuhlgang und Wasserlassen. Wenn es Ihr Zustand erlaubt und erfordert, kommen Physiotherapeuten, um mit Ihnen krankengymnastisch zu üben und Sie zu mobilisieren.

Patienten, die vorübergehend nicht essen und trinken dürfen, werden über einen Schlauch (eine sogenannte Magensonde), der durch die Nase direkt in den Magen führt, ernährt. Oder sie erhalten Nährstoffe über Venenkatheter: Dies sind dünne Plastikschläuche, die in ein Blutgefäß eingelegt werden. Daran sind Infusionsflaschen und Medikamentenpumpen angeschlossen. Über diese Schläuche werden dem Patienten Flüssigkeit, Nährstoffe und Medikamente zugeführt.

Ihre Tages- und Nachtruhe kann auf der Intensivstation mitunter gestört sein. Nahezu alle dortigen Geräte reagieren selbst auf kleinste Veränderungen mit hör- und sichtbaren Signalen. Hervorzuheben ist das Beatmungsgerät, das in besonderen Fällen eingesetzt wird und dem Patienten über Schläuche durch Mund oder Hals den lebensnotwendigen Sauerstoff zuführt. Die Alarmsignale der Apparate sind für uns Intensivmediziner und Intensivpflegenden wie Erinnerungen: sie dienen dazu, dass Ärzte und Pflegepersonal ihre Aufmerksamkeit verstärkt auf Patienten richten und gegebenenfalls rechtzeitig handeln und helfen können. Gern werden Ärzte, Schwestern oder Pfleger Ihnen die Bedeutung der Alarme erklären.

Für Besucher auf der Intensivstation gelten strenge Hygienevorschriften und andere zeitliche Regelungen. Bitte haben Sie Verständnis für diese notwendigen Vorschriften.

Wenden Sie sich bitte bei allen Fragen vertrauensvoll an unser Behandlungs- und Pflegeteam.