Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin

Neue Arbeitshilfe erleichtert Umgang mit Medikamenten

Nicht nur zur Therapie einer Lungenarterienembolie sind bestimmte Blutverdünner - sogenannte Antikoagulantien - erforderlich. Für die meisten Patienten ist eine einmalige subkutane Gabe von niedermolekularem Heparin pro Tag ausreichend, weil das Medikament über 24 h Schutz vor Thrombosen und damit vor Embolien bietet.

Eine kleinere Gruppe von Patienten mit einer gleichzeitig bestehenden schweren Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz) benötigt jedoch ein kurzwirksames Heparin, damit es nicht zu einer Überdosierung der Heparine und damit zu einer Zunahme des Blutungsrisikos kommt.

Wir haben uns nun dazu entschlossen, die Heparinperfusoren nicht mehr mit einer hochdosierten Heparinkonzentration und niedriger Laufrate arbeiten zu lassen, sondern mit einer vergleichsweise niedrigen Konzentration und höherer Laufrate. Damit versprechen wir uns ein effektiveres Erreichen der Ziel-PTT, um schneller zu einer stabilen Antikoagulation und so zu einer effektiven Prophylaxe bzw. Therapie zu kommen. Wie wir das in der Praxis umsetzen, sehen Sie hier.