Europäische Impfwoche 2018
Mangelnde Immunisierung gegen Masern bei Kindern mit Rheuma besonders folgenreich

Europäische Impfwoche 2018

Berlin

Die Kinderrheumaspezialisten der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Helios Klinikum Emil von Behring in Berlin-Zehlendorf weisen angesichts der kürzlich vom RKI veröffentlichten Zahlen bei Masernerkrankungen für 2017 darauf hin, wie wichtig ein Impfschutz für Kinder mit Rheuma, ihren Eltern und Geschwistern ist. Anderenfalls können schwere Komplikationen drohen. Vor Beginn einer Rheuma-therapie ist deshalb ein ausreichender Impfschutz unumgänglich.

Laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in 2017 insgesamt 929 Masererkrankungen gemeldet worden, das sind fast dreimal mehr als 2016 mit 325 Erkrankungen.

Besonders für Kinder, die an Rheuma leiden, kann eine Infektion mit Masern schwerwiegende Folgen wie erneute Gelenkentzündungen oder eine Gehirnhautentzündung verursachen. Nach Angaben des RKI müssen ein Viertel aller gemeldeter Masernerkrankungen im Krankenhaus behandelt werden. Wichtig ist es daher, dass diese Kinder durch eine Impfung wirksam geschützt sind. Zahlreiche Rheumamedikamente (sogenannte Immunsuppressiva) dämpfen das Immunsystem, die Kinder sind infektanfälliger als ihre gesunden Altersgenossen. Sicheren Schutz gegen Masern bietet eine zweimalige Impfung mit dem Lebendimpfstoff, der mit Mumps und Röteln oder auch mit Windpocken kombiniert ist.

Eine Notfallimpfung ist für Kinder ohne Impfschutz dringend nötig, wenn sie Kontakt mit Masern hatten und Medikamente gegen Rheuma einnehmen. Auch die Eltern, Geschwister und  Freunde sowie die Kontaktkinder im Kindergarten und in der Schule sollten gegen Masern geimpft sein.

„In unserer Klinik behandeln wir zahlreiche Kinder und Jugendliche mit rheumatischen Erkrankungen. Das typische Gelenkrheuma tritt bei den meisten unserer Patienten erst nach dem zweiten Geburtstag auf. In diesem Alter haben sie normalerweise die notwendige zweite Lebendimpfung gegen Masern  bereits hinter sich. 

Bei unsicheren Angaben überprüfen wir immer den Impfschutz durch eine Analyse des Blutes. Falls dieser nicht ausreicht, raten wir den Eltern dringend, das erkrankte Kind, sich und Geschwister noch vor Beginn der immunsuppressiven Therapie impfen lassen. Das gilt auch für die weiteren Schutzimpfungen, die von der Ständigen Impfkommission des RKI empfohlen werden.  Nur so lässt sich Infektionsrisiko für ihre Kinder deutlich senken,“ sagt die leitende Oberärztin und Kinderrheumatologin Dr. med. Annette Günther.

 

Informationen zur europäischen Impfwoche, die vom 23. bis zum 29. April 2018 stattfindet, finden Sie hier.

 

Helios Kinderzentrum Berlin Südwest

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Chefarzt Privatdozent Dr. med. Michael Barker

Leitende Oberärztin und Kinderrheumatologin: Dr. med. Annette Günther

Walterhöferstr. 11, 14165 Berlin-Zehlendorf

 

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und in Spanien (Quirónsalud). Rund 17 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2017 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 8,7 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 111 Akut- und Rehabilitationskliniken, 89 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 17 Präventionszentren und 12 Pflegeeinrichtungen. Jährlich werden in Deutschland rund 5,3 Millionen Patienten behandelt, davon vier Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 74.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund  6,1 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt in Spanien 45 Kliniken, 55 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 11,6 Millionen Patienten behandelt, davon  11,2 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 32.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro. Helios Deutschland und Spanien gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

Pressekontakt

Barbara Lay

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Barbara Lay

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