Venenchirurgie

Nicht nur ein kosmetisches Problem - dauerhaft geweitete Venen

Nicht nur ein kosmetisches Problem - dauerhaft geweitete Venen

Die Ursachen für Krampfadern sind vielfältig, viele Betroffene haben eine vererbte Veranlagung für Bindegewebs- und Venenschwäche.

Krampfadern entstehen vor allem an den Beinen

Anfängliche Beschwerden:

  • schwere, müde oder schmerzende Beine
  • Schwellneigung, vor allem nach langem Sitzen oder Stehen
  • Zunahme am Abend oder bei warmem Wetter mit hohen Temperaturen

Hochlagern und kühlen verschafft Linderung der Beschwerden.

 

Eine frühzeitige Diagnose und rechtzeitige Therapie beugt einem Fortschreiten der Erkrankung vor und verhindert Komplikationen.

 

Die Venenspezialisten im zertifizierten Gefäßzentrum untersuchen Patienten mit hochmodernem Ultraschall, so sehen sie  erste Hinweise auf krankhafte Veränderungen.

 

Mögliche Komplikationen bei chronischem Venenleiden:

  • Venenentzündung
  • eine Venenetnzüdung kann die Bildung eines Blutgerinnsels auslösen, das zu einer Venenthrombose führt (Verschluss der Vene)
  • in der Folge können Blutgefäße in der Lunge durch das Blutgerinnel verstopfen (Lungenembolie)
  • Chronisches Venenversagen

 

Moderne Therapien - sicher und schonend

Die Venenspezialisten des zertifizierten Gefäßzentrums  bieten ein breites Behandlungsspektrum für alle Beschwerden:

  • Venenchirurgie - schonend aus dem Gefäßinneren heraus (endovaskuläre Schlüssellochtechnik), auch mit Einsatz von Gefäßstützen (Stent)
  • Stripping - über einen kleinen Schnitt in der Leiste werden mittels einer in das Blutgefäß eingeführten Sonde die erkrankten Venen herausgezogen
  • Lasertherapie - dabei verschmelzen die erkrankten Bereiche im Veneninneren durch die Hitze des Lasers und werden verschlossen
  • Radiowellentherapie - die im Gefäßinneren aktivitierten Radiowellen erzeugen Wärme, durch die betroffenen Venenbereiche verklebt werden und im Laufe der Zeit vom Körper abgebaut werden
  • Verödung (Sklerosierung) - durch die Injektion eines Verödungsschaum in die erkrankte Vene wird dort eine Entzündung auslöst, was die Vene verschließt

 

Das im Volksmund bezeichnete Krampfaderleiden gehört zur Volkskrankheit in Deutschland und kommt in verschiedenen Ausprägungen vor.

Die Stammvarikose (primäre Varikosis) ist die häufigste Form mit sichtbaren veränderten Venen-Knoten im Bereich von Unterschenkel, Oberschenkel oder Schambereich, sie kann einhergehen mit Veränderung von auffälligen Seitenvenen im Bereich von Unterschenkel oder auch Oberschenkel. Besonders kosmetisch unangenehm können  Besenreißer oder Retikulärvarizen als milde Form der Venenschwäche sein.

Alle diese Formen können einer individuellen  Therapie unterzogen werden. Dabei haben wir – neben der Verordnung von medizinischen Kompressionsstrümpfen – eine vielfältige Palette von Behandlungsmöglichkeiten, die jedem Patienten individuell die Möglichkeit einer optimalen Behandlung seines Venenleidens  ermöglicht.

Das am häufigsten durchgeführte Verfahren der primären Varikosis ist das gefäßchirurgische Venenstripping, die Entfernung der Krampfadervene. Hier kann die Vene durch kleine, kosmetisch unauffällige  Schnitte im Bereich von Leiste und Unterschenkel unter der Haut entfernt werden. Neben diesem Verfahren können zudem veränderte Seitenastvenen dieser erkrankten Vene direkt mitentfernt werden.


Alternativ dazu können im Gefäßzentrum in der Klinik für Phlebologie  endovenöse Behandlungsverfahren – wie die Lasertherapie oder auch die Radiowellenbehandlung – einen ähnlich guten Effekt erzielen. Hierbei wird die Vene durch entstandene Hitze im Rückzugsverfahren verbrannt und verklebt mit ihren Ästen zu einem allmählich sich auflösenden Narbenstrang.

Diese endovenösen Behandlungen können nach Antrag an die Krankenkasse von dieser bezahlt werden. Übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten nicht, so ist diese Therapie als individuelle Gesundheitsleistung zu betrachten.

Neben diesen Verfahren besteht die Möglichkeit, mittels Sklerosierungsbehandlung (Verödung) sowohl in der konventionellen Injektionsmethode als auch in der Schaumsklerosierung veränderte Venenareale in Unterschenkel und Oberschenkel zu behandeln. Da es sich auch hier um Leistungen außerhalb des Katalogs der gesetzlichen Krankenkassen handelt, ist eine Zuzahlung des Patienten erforderlich.

 

Anschließend Kompressionstherapie

Postoperativ ist es sinnvoll, für 4 Wochen eine Kompressionstherapie mit einem medizinischem Kompressionsstrumpf  durchzuführen. Anschließend ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen nur bei außergewöhnlichen Beanspruchungen erforderlich. Einschränkungen gibt es für das behandelte Bein nicht, es ist bereits am OP-Tag ohne weiteres belastbar.

 

 

 

Gut zu wissen

Betroffen sind deutlich mehr Frauen als Männer von Krampfadern - begünstigend wirken Bewegungsmangel, Übergewicht und stehende berufliche Tätigkeit.