Eine der ältesten Methoden - Wiederaufbau mit Gewebe vom Rücken

Der große Rückenmuskel dient als Tranplantat - heute kommt das Verfahren nur noch selten vor

Musculus latissimus dorsi

 Diese Operation zählt zu den ältesten Methoden und wird heute nur noch selten angewendet.

Der große Rückenmuskel (Musculus latissimus dorsi) wird oberhalb des Beckens ganz oder teilweise abgelöst und mit einer Hautinsel vom Rücken nach vorn auf die Brustwand transplantiert.

 

Damit diese „Lappenplastik“ schnell anwächst, werden die verbundenen Blutgefäße in der Achselhöhle nicht gekappt, so dass eine ununterbrochene Durchblutung gewährleistet ist. Durch die Mitnahme der Hautinsel kann meist eine besonders natürliche Brustform modelliert werden.

Zur Rekonstruktion einer kleinen Brust ist der Muskel inklusive Hautinsel ausreichend – in der Regel ist jedoch ein zusätzliches Implantat notwendig. Die Operation dauert etwa zwei bis drei Stunden und hinterlässt eine zusätzliche Narbe am Rücken. Nach Wunsch der Patientin kann diese diagonal oder horizontal positioniert werden.

Der Verlust des Rückenmuskels wird weitgehend von anderen Muskelgruppen ausgeglichen, so dass keine wesentlichen Einschränkungen entstehen. Obwohl die Nervenstränge des Rückenmuskels durchtrennt werden, kann es zu einer unnatürlichen Mitbewegung der rekonstruierten Brust kommen. Bei Kombination mit einem Implantat besteht die Gefahr einer Kapselfibrose, vor allem nach vorangegangener Bestrahlung.

Einschlagen der Haut- / Muskelspindel in das Brustareal

Unterfütterung mit einem Silikonimplantat, um der Brust Fülle zu verleihen