Haut- / Brustwarzensparende Brustdrüsenentfernung

Haut- / Brustwarzensparende Brustdrüsenentfernung

Bei immer mehr Patientinnen ist durch eine frühe Diagnosestellung im Rahmen der jährlichen Vorsorge Untersuchung eine brusterhaltende Operation möglich.

Bei ausgedehnten Befunden oder multizentrischen Veränderungen, sowie bei genetischem Risiko an Brustkrebs zu erkranken (z.B. BRCA 1-Gen Mutation) ist häufig eine Brusthaut und Brustwarzen erhaltende Operation möglich. Dabei wird das veränderte bzw. gefährdete Brustdrüsengewebe durch sorgfältigste Präparation entfernt, ohne die gesunde, darüber liegenden Haut- und Unterhautschichten zu opfern. Die Brustwarze kann somit ebenfalls häufig geschont werden (Skin-Nipple-Sparing-Mastektomy). Die Brust kann im Anschluss entweder mit Fremdmaterial (Silikonimplantat und/oder Expander) oder langfristig mit körpereigenem Gewebe (autolog) rekonstruiert werden. 

Welche Art der Brustrekonstruktion für Sie geeignet ist, hängt von vielen Faktoren ab: Ihrem Gesundheitszustand und Lebensstil, der Brustgröße, der lokalen Gewebesituation, den Voroperationen und Ihren persönlichen Wünschen. Für eine sofortige Rekonstruktion bietet sich als einfachstes Verfahren der Wiederaufbau mit einem Silikonimplantat an. Hier stehen eine Vielzahl von Implantaten und Hautexpandern mit unterschiedlichen Formen (rund / anatomisch), Oberflächen (glatt / texturiert) und Größen zur Verfügung, die individuell abgestimmt werden. Besonders bei den modernen hautsparenden Operationsverfahren kann das Silikonkissen auch als Übergangslösung verwendet werden, um den Hautmantel in seiner Form, Größe und Elastizität zu erhalten. Hierdurch kann die erste Operation erheblich verkürzt werden. Nach Abschluss der weiteren Behandlung kann dann in aller Ruhe entschieden werden, ob und in welcher Weise das Ergebnis verbessert werden soll. Hierfür und für die „verzögerte“ Rekonstruktion bevorzugen wir, wann immer möglich, den Brustwiederaufbau mit Eigengewebe. Hiermit kann ein natürlicheres und dauerhaftes Ergebnis erzielt werden. Auch Folgeoperationen, wie z.B. Implantatwechsel, entfallen.