Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten

Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten

Frauen, die unzufrieden mit ihrer Brustform oder Brustgröße sind, fühlen sich häufig auch in ihrem Körpergefühl und Selbstwertempfinden unwohl. Viele Frauen erfüllen sich heute den Wunsch nach größeren, volleren Brüsten mit einer Brustvergrößerung (Mammaaugmentationsplastik).

Im üblichen Sinne ist bei der Mammaaugmentationsplastik das Vergrößern der Brust durch das Einbringen von Implantaten gemeint. Wir verwenden moderne Silikon-Implantate mit sehr fein definierter Implantatoberfläche und einer hohen Elastizität der Hülle, was eine narbensparende Implantation durch einen relativ kleinen Schnitt ermöglicht. Durch moderne Herstellungsverfahren mit Füllung in Form von quervernetztem Kohäsiv-Gel ist ein "Auslaufen" des Silikons nicht mehr möglich.

Besprechen Sie mit uns in aller Offenheit ...

... Ihre Wünsche und Erwartungen an die Operation. Für den Erfolg der Operation ist es wichtig, dass Sie und Ihr Operateur sich intensiv zum Vorgehen austauschen. Nach eingehender Voruntersuchung bei uns in der Klinik können wir Ihnen dann ein geeignetes Operationsverfahren empfehlen und Ihnen eine realistische Vorstellung von den Möglichkeiten und Grenzen geben.  

Insbesondere sprechen wir mit Ihnen über das für Sie geeignete Vorgehen und die Position der Operationsnarben. Unser Ziel ist dabei eine natürlich geformte Brust, die mit Ihrem individuellen Körperbild harmonisiert. 

Der Ablauf der Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten

Abhängig von Ihrem Wunsch nach einem natürlichen oder mehr prominenteren Dekolleté, wird ein rundes oder tropfenförmiges Implantat in der entsprechenden Größe ausgewählt. Passend zur körperlichen Konstitution ist auch die Form des Implantates variabel auswählbar. Je nach Oberflächenbeschaffenheit unterscheidet man glattwandige und texturierte Implantate. 

Wir verwenden vorwiegend texturierte Silikongel-Implantate, die aufgrund ihrer natürlichen Konsistenz und der großen Formenvielfalt den glattwandigen Kochsalzimplantaten überlegen sind. Eine texturierte Implantatoberfläche neigt weniger zur Kapselfibrose als glattwandige Implantate. Die Texturierung – ist nach neuesten Erkenntnissen – entscheidend für die Reduktion der Komplikationsrisiken. Um das Risiko einer sehr seltenen Krebsentwicklung (BIA-ALCL, Breast Implant Associated Anaplastic Large Cell Lymphoma) zu reduzieren, verwenden wir vordringlich Produkte mit mikrotexturierter Oberfläche. Damit verbunden ist jedoch eine gewisse Risikoerhöhung der Kapselfibroserate, welche bei mikrotexturierten Implantaten vergleichsweise höher ist als bei makrotexturierten Implantaten.
 

Über einen Hautschnitt in der natürlichen Brustumschlagsfalte (submammär), am Rand der Brustwarze (periareolär) oder in der Achsel (axillär) kann das Implantat je nach lokaler Gewebebeschaffenheit und gewünschter Brustform entweder hinter die Brustdrüse (subglandulär) oder hinter den Brustmuskel (submuskulär) platziert werden.

Variierend nach Hersteller wird in der Regel nach aktuellem Qualitätsstandard der verwendeten Materialien davon ausgegangen, dass ein Silikonimplantat lebenslang haltbar ist und nicht regelhaft gewechselt werden muss. Die Form der neuen Brust kann sich je nach Veranlagung und Gewebebeschaffenheit durch natürliche Alterungsprozesse und einwirkende Schwerkraft mehr oder weniger verändern. Sollte dies nach mehr oder weniger langer Zeit auftreten, so kann durch eine Bruststraffung (Mastopexie) das Aussehen erneut verbessert werden. 

Das Vorgehen bei einer operativen Brustvergrößerung muss an viele individuelle Faktoren angepasst werden. So müssen die aktuelle Brustgröße und -form sowie die Brustwarzenposition beachtet werden. Weiterhin ist eine mögliche Ungleichheit zwischen den Brüsten (Asymmetrie) und der Gewebebeschaffenheit zu berücksichtigen, um die persönlichen Wünsche erfüllen zu können. Bei sehr lockerem Hautmantel und tief stehenden Brustwarzen ist in manchen Fällen eine Kombination aus Brustvergrößerung mit einer Bruststraffung sinnvoll. 

Der Eingriff dauert ungefähr zwei Stunden und erfolgt in Vollnarkose. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, erhalten Sie in der Regel im Anschluss einen Kompressions-BH, welcher sechs Wochen lang Tag und Nacht getragen werden sollte. In dieser Zeit sollte man sich körperlich schonen, schweres Heben und Tragen sowie Überkopfbewegungen vermeiden. 

Sie werden nach einem mehrtägigen stationären Aufenthalt im weiteren Verlauf in regelmäßigen Abständen nachbetreut. Für Ihre Fragen und Sorgen stehen wir zu jeder Zeit gern zur Verfügung. 
 

Auf einen Blick

  • Narkoseart: Vollnarkose
  • Eingriffsdauer: ca. 2 Stunden
  • Schmerzen: gering
  • Klinikaufenthalt: 1-3 Tage
  • Nachbehandlung: Kompressions-BH für 6 Wochen
  • gesellschaftsfähig: nach ca. 1 Woche
  • Schonzeit: 6 Wochen; kein Sport: 12 Wochen
  • Kosten: ab 5.200,00 Euro (je nach Implantat) ohne Straffung
    (mit Straffung: zzgl. 1.500,00 - 2.500,00 Euro)

notfall

Mögliche Komplikationen

In wenigen Einzelfällen kommen auch Komplikationen vor. Sollten Sie nach einem Eingriff beunruhigt sein, wenden Sie sich an uns.