Das brustchirurgische Behandlungsspektrum ist vielfältig

Das brustchirurgische Behandlungsspektrum ist vielfältig

Größe und Form der Brust lassen sich wunschgemäß anpassen, ebenso führen die Chirurgen Eingriffe durch, um die Brust wegen anlagebedingten Formunterschieden oder nach Voroperationen zu rekonstruieren.

Bei jeder Frau entwickelt sich die Brust etwas anders und verändert sich das ganze Leben, durch Gewichtsschwankungen, Schwangerschaft, hormonelle Einflüsse oder den völlig natürlichen Alterungsprozess.

Die "perfekte" Brust ist nicht genau zu definieren. Die meisten Frauen fühlen sich wohl, wenn sie harmonisch zu den übrigen Körperstrukturen passt. Tut sie es nicht, gibt es verschiedene Methoden, Größe und Form zu korrigieren.

Auch anlagebedingte Formunterschiede können korrigiert werden. Zudem führen wir Korrekturen bei Komplikationen nach Voroperationen durch.  

 

Die Behandlung von Patientinnen mit Brustkrebs oder Krebs-Vorstufen ist ein weiterer Schwerpunkt unseres Hauses. Die Therapie erfolgt im Rahmen des Brust-Zentrums und als Kooperationspartner mehrerer Kliniken. Neben hautsparenden Verfahren der Brustdrüsenentfernung haben wir uns besonders auf die Brustwiederherstellung mit körpereigenem Gewebe spezialisiert. Alle bekannten mikrochirurgischen Verfahren werden dabei angeboten, so dass fast nie ein Muskel geopfert werden muss, wie dies bei herkömmlichen Verfahren noch erforderlich war.

Moderne Techniken, um die Brust wiederaufzubauen, zu vergrößern, zu verkleinern oder zu verändern

Viele Frauen erfüllen sich heute den Wunsch nach größeren, volleren Brüsten mit einer Brustvergrößerung, sogenannte Mammaaugmentationsplastik.

Die Gründe hierfür können vielfältig sein: eine Brustform, die von Natur aus nur wenig oder auch unterschiedlich stark entwickelt ist oder eine Brust, die nicht dem eigenen Schönheitsbild entspricht. Die Brustform kann sich auch nach einer Schwangerschaft, starkem Gewichtsverlust oder einfach altersbedingt verändern.

Das angeborene Fehlen einer oder beider Brüste oder eine erhebliche Asymmetrie stellt eine medizinische Indikation für eine Brustvergrößerung dar und wird von den Krankenkassen fast immer übernommen, während eine vorhandene, aber kleine Brust als Verbesserung des Körperbildes angesehen und die Kosten in der Regel nicht von der Krankenkasse getragen werden.

 

Ihre persönlichen Erwartungen an eine Brustvergrößerung

Besprechen Sie mit uns in aller Offenheit Ihre Wünsche und Erwartungen an die Operation. Für den Erfolg der Operation ist es wichtig, dass Sie und Ihr Operateur sich intensiv zum Vorgehen austauschen. Nach eingehender Voruntersuchung bei uns in der Klinik können wir Ihnen dann ein geeignetes Operationsverfahren empfehlen und Ihnen eine realistische Vorstellung von den Möglichkeiten und Grenzen geben. 

Insbesondere sprechen wir mit Ihnen über das für Sie geeignete Vorgehen und die Position der Operationsnarben

 

Unser Ziel ist dabei eine natürlich geformte Brust, die mit Ihrem individuellen Körperbild harmonisiert.

 

Wie wird die Brustvergrößerung durchgeführt? 

Das Vorgehen bei der Operation muss an viele individuelle Faktoren, wie die Brustgröße und -form, die Brustwarzenposition, eine mögliche Ungleichheit zwischen den Brüsten (Asymmetrie), die Gewebebeschaffenheit und Ihre persönlichen Wünsche angepasst werden.

Eine Brustvergrößerung erfolgt in der Regel in Vollnarkose und im Rahmen eines mehrtägigen stationären Aufenthaltes. Die Operation dauert ungefähr zwei Stunden. 

Erste weiterführende Informationen zu der Operation und möglichen Risiken entnehmen Sie bitte unserem Informationsflyer.

 

Ein persönliches Beratungsgespräch ist unumgänglich - hier beantworten wir gerne all Ihre Fragen.

Wir bieten Ihnen folgende Verfahren:

  • Brustvergrößerung mit Eigenfett (Lipofilling)
  • Brustvergrößerung mit Implantate

Detaillierte Informationen finden Sie zusätzlich in unserem Informationsflyer.

 

 

Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten

Allgemein wird bei der Brustvergrößerung, der sog. Mammaaugmentationsplastik, die Brust durch das Einbringen von Implantaten vergrößert. Derzeit werden Implantate angeboten, die mit Silikongel oder Hydrogel gefüllt sind, wobei die äußere Implantathülle aus sehr robustem Silikon besteht.

Bei den modernen kohäsiven Füllungen ist ein "Auslaufen" des Silikons kaum mehr möglich.

 

Implantatformen

Je nach der Oberflächenbeschaffenheit unterscheidet man glattwandige und texturierte Implantate und je nach Form runde und anatomische Implantate.

Wir verwenden vorwiegend texturierte Silikongel-Implantate, die aufgrund ihrer natürlichen Konsistenz und der großen Formenvielfalt den Kochsalzimplantaten überlegen sind. Eine texturierte Oberfläche neigt weniger zur Kapselfibrose als glattwandige Implantate.

 

 

Platzierung

Über einen Hautschnitt in der natürlichen Brustumschlagsfalte (submammär), am Rand der Brustwarze (periareolär) oder in der Achsel (axillär) kann das Implantat je nach lokaler Gewebebeschaffenheit und gewünschter Brustform entweder hinter die Brustdrüse (subglandulär) oder hinter den Brustmuskel (submuskulär) platziert werden. 

 

Das Ergebnis dieser Brustvergrösserung ist äußerst dauerhaft und hält je nach Veranlagung und Gewebebeschaffenheit viele Jahre. Der natürliche Alterungsprozess und die Schwerkraft werden die Form der Brust verändern.

 

Hier kann durch eine Bruststraffung (Mastopexie) das Aussehen erneut verbessert werden. Auch bei sehr lockerem Hautmantel und tief stehender Brustwarze ist in manchen Fällen die Kombination der Brustvergrößerung mit einer Bruststraffung sinnvoll.


Wann wird eine Brustverkleinerung durchgeführt?

Eine übergroße Brust kann nicht nur das Körperbewusstsein einer Frau stark beeinflussen, sondern auch körperliche und psychische Veränderungen verursachen. Vor allem Haltungsschäden, Verspannungen und Schmerzen im Rücken-, Schulter- und Nackenbereich, Schnürfurchenbildung durch den BH und chronische Entzündungen in den Unterbrustfalten stellen medizinische Indikationen für eine Brustverkleinerung (sogenannte Mammareduktionsplastik) dar.

Die Kosten werden häufig von der Krankenversicherung übernommen. Darüber hinaus kann eine große Brust Bewegung und Sport einschränken und psychische Probleme des Selbstwertgefühls auslösen, die das Auftreten in Privat- und Berufswelt oder auch die Sexualität negativ beeinflussen können.

 

Ihre persönlichen Erwartungen an eine Brustverkleinerung

Durch den Eingriff werden Größe und Form Ihrer Brüste dauerhaft verändert. Das Vorgehen bei der Operation muss dabei an Ihre individuellen Faktoren, wie die Brustgröße und -form, die Brustwarzenposition, eine mögliche Ungleichheit zwischen den Brüsten (Asymmetrie), die Gewebebeschaffenheit sowie an Ihre persönlichen Wünsche angepasst werden. 

Besprechen Sie in aller Offenheit mit uns Ihre Erwartungen an die Operation. Für den Erfolg ist wichtig, dass Sie und Ihr Operateur sich zum gewünschten und technisch möglichen Ergebnis austauschen. Nach eingehender Voruntersuchung können wir Ihnen ein geeignetes Operationsverfahren empfehlen und Ihnen eine realistische Vorstellung von den Möglichkeiten und Grenzen geben. Insbesondere sprechen wir mit Ihnen über die gewünschte Brustgröße und den Verlauf der Operationsnarben.

 

Das Ideal ist eine natürliche Brust die mit Ihrem individuellen Körperbild harmonisiert.

 

Wie wird die Brustverkleinerung durchgeführt?

Bei der Mammareduktionsplastik wird die Brust verkleinert und umgeformt. Größere Ungleichheiten zwischen beiden Seiten können ausgeglichen werden.

Häufig ist zusätzlich eine Bruststraffung erforderlich.

In manchen Fällen wird die Brustverkleinerung mit einer Fettabsaugung kombiniert, die insbesondere bei sehr breitem Brustansatz das Ergebnis verbessern kann.

 

Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose im Rahmen eines stationären Aufenthalts. Die erforderlichen Untersuchungen führen wir prästationär in der Klinik durch. Hier haben Sie auch Gelegenheit, die Narkoseart mit dem Anästhesisten zu besprechen. Die Operation dauert zumeist zwei bis drei Stunden. Je nach Eingriff ist mit einem Klinikaufenthalt von drei bis acht Tagen zu rechnen.

 

Erste weiterführende Informationen zu der Operation und möglichen Risiken entnehmen Sie bitte unserem Informationsflyer.

 

Ein persönliches Beratungsgespräch ist unumgänglich - hier beantworten wir gerne all Ihre Fragen.

Normalgroße Brüste, die nach Schwangerschaft oder Gewichtsabnahme an Fülle und Elastizität verloren haben, können mit einer ähnlichen Technik, wie bei der Brustverkleinerung, korrigiert werden.

 

Mit einer Bruststraffung (Mastopexie), die übrigens auch mit einem Brustimplantat kombiniert werden kann, wird der gelockerte Hautmantel korrigiert und eine festere, jugendliche Form gebildet.

Die Brust der Frau ist nicht nur ein Organ, sondern auch ein Sinnbild für Weiblichkeit. Deshalb hat ihr Aussehen enormen Einfluss auf das Selbstbewusstsein. Selbst kleine optische Mängel führen manchmal zu schweren psychischen Belastungen. Der Leidensdruck ist besonders groß, wenn eine Brustfehlbildung vorliegt. Hier hilft die plastische Chirurgie. Sie verfügt über Methoden, mit denen Fehlbildungen korrigiert werden können und sich meist ein harmonisches Körperbild wiederherstellen lässt. 

 

Was ist eine Brustasymmetrie? 

Als Brustasymmetrie bezeichnen Mediziner eine Ungleichheit zwischen den Brüsten. In vielen Fällen ist diese minimal und fällt selbst den betroffenen Frauen nicht auf. Eine Operation ist erst dann notwendig, wenn der Größenunterschied zwischen den Brüsten mehr als 30 Prozent beträgt.

Ab diesem Punkt verursacht die Ungleichheit meist auch körperliche Beschwerden, wie zum Beispiel Haltungsschäden. Das Vorgehen bei der Operation ist individuell verschieden: Je nach Befund vergrößert oder verkleinert der Plastische Chirurg eine der beiden Brüste, um ein harmonisches Gesamtbild zu erreichen. Fast immer muss auch eine Angleichung des Hautmantels in die Korrektur eingeplant werden.  

 

Welche anderen Brustfehlbildungen gibt es? 

  • Tubuläre (tuberöse) Brust: Charakteristisch für die tubläre oder tuberöse Brust ist eine schmale, „schlauchförmige“ Brustform. Weitere Merkmale sind ein großer Warzenhof und ausgeprägtes Hängen der Brüste.Ursächlich ist eine Entwicklungsstörung der Brustdrüse, wobei in den unteren Bereichen der Brust zu wenig, oder gar kein Drüsengewebe entsteht. Dadurch kommt es zu einem Überhängen der oberen Anteile, was die „Schlauchform“ und das Vorwölben der Drüse hinter der Brustwarze verursacht. Die Behandlung einer tubulären / tuberösen Brust bietet einige Alternativen, die auf Ihren individuellen Fall angepasst oder auch kombiniert werden können. Dazu zählen:
    • die Verkleinerung des Warzenvorhofes
    • die chirurgische Ausbreitung und Umformung des unproportional angelegten Drüsenkörpers unter der Haut
    • die Eigenfetttransplantation oder die Implantateinlage zum Volumenausgleich der betroffenen Brust


  • Poland-Syndrom oder Amazonensyndrom: Bei dem Poland-Syndrom handelt es sich um einen Sonderfall einer genetisch bedingten Fehlbildung. Dabei fehlt eine Brust mitsamt dem darunter liegenden Brustmuskel vollständig. Gelegentlich ist es mit einer zusätzlichen Fehlbildung der Finger verbunden. Die Amastie oder Athelie, auch Amazonensyndrom genannt, bezeichnet anlagebedingte, häufig einseitige Fehlbildungen, die schon im Kindesalter, spätestens aber in der Pubertät auffallen. Hierbei ist lediglich die Brustdrüse oder auch die Brustwarze betroffen, die Muskulatur ist intakt. Dies ist der entscheidende Unterschied zum Poland-Syndrom. Die Behandlung besteht wie beim Poland-Syndrom aus einem Volumenausgleich,
    entweder mit Eigenfetttransplantation oder mit Implantaten. Die Brustwarze kann – falls gewünscht – chirurgisch wieder hergestellt werden. Eine medizinische Tätowierung kann ergänzend erfolgen. 
    Diese Krankheitsbilder führen häufig zu einer schweren emotionalen Belastung der betroffenen Mädchen, da sich die Asymmetrie nur schlecht verbergen lässt.
    Um der psychischen und physischen Entwicklung der jungen Patientinnen nicht zu schaden, ist in diesen Sonderfällen oft eine Operation vor dem Erwachsenenalter zu empfehlen.

     

  • Schlupfwarzen: Schlupfwarzen sind stark eingezogene Brustwarzen. Ursache ist eine Verkürzung der zentralen Milchgänge. Im Extremfall kommt es zu einer kompletten Deformierung der Brustwarze.
  • Zusätzliche Brustwarzen: Im Verlauf der embryonalen Entwicklung entsteht eine „Milchleiste“, die sich normalerweise wieder vollständig zurück bildet. In einigen Fällen bleibt jedoch eine überzählige Brustwarze zurück. Diese Fehlbildung bezeichnen Mediziner als Polythelie.

Wann wird ein Brustwiederaufbau durchgeführt?

Der Teil- oder Totalverlust einer oder beider Brüste ist meist die Folge einer Brusttumorerkrankung. Selten kann eine Brust aber auch durch Unfälle, Bestrahlung oder Voroperationen entstellt sein oder es besteht eine angeborene Fehlbildung der Brust, so dass ein Brustwiederaufbau sinnvoll erscheint.

Der Verlust einer Brust bedeutet für die betroffene Frau oft eine erhebliche psychische Belastung. Ein Brustwiederaufbau kann unmittelbar im Anschluss an die Brustentfernung während derselben Operation erfolgen. Dies bezeichnet man als sofortige Rekonstruktion.

Meist erfolgt der Wiederaufbau jedoch erst nach einigen Monaten oder sogar Jahren, wenn eine möglicherweise notwendige Strahlen- und Chemotherapie abgeschlossen ist. Dies bezeichnet man als verzögerte oder sekundäre Rekonstruktion.

 

Wie wird ein Brustwiederaufbau durchgeführt?

Eine Brust kann entweder mit Fremdmaterial (Silikonimplantat und/oder Expander) oder mit körpereigenem Gewebe (autolog) rekonstruiert werden.

 

Welche Art der Brustrekonstruktion für Sie geeignet ist, hängt von vielen Faktoren ab: Ihrem Gesundheitszustand und Lebensstil, der Brustgröße, der lokalen Gewebesituation, den Voroperationen und Ihren persönlichen Wünschen.

 

 

Silikonimplantat für sofortige Rekonstruktion

Für eine sofortige Rekonstruktion bietet sich als einfachstes Verfahren der Wiederaufbau mit einem Silikonimplantat an. Hier steht eine Vielzahl von Implantaten und Hautexpandern mit unterschiedlichen Formen (rund / anatomisch), Oberflächen (glatt / texturiert) und Größen zur Verfügung, die wir individuell mit Ihnen abstimmen.

Besonders bei den modernen hautsparenden Operationsverfahren kann das Silikonkissen auch als Übergangslösung verwendet werden, um den Hautmantel in seiner Form, Größe und Elastizität zu erhalten. Hierdurch kann die erste Operation erheblich verkürzt werden. Nach Abschluss der weiteren Behandlung kann dann in aller Ruhe entschieden werden, ob und in welcher Weise das Ergebnis verbessert werden soll. Hierfür und für die „verzögerte“ Rekonstruktion bevorzugen wir, wann immer möglich, den Brustwiederaufbau mit Eigengewebe.

 

 

Brustwiederaufbau mit Eigengewebe

Mit dem Brustwiederaufbau mit Eigengewebe kann ein natürlicheres und dauerhaftes Ergebnis erzielt werden. Auch Folgeoperationen, wie z.B. Implantatwechsel, entfallen.

Mit Hilfe moderner mikrochirurgischer Techniken kann der Plastische Chirurg heute eine symmetrische und natürliche Brust aus körpereigenem Gewebe neu bilden und gleichzeitig die in der Vergangenheit häufigen Beeinträchtigungen an der Entnahmestelle weitgehend vermeiden.

Durch die Entwicklung sogenannter Perforator-Techniken (DIEP / S-GAP / I-GAP) ist eine Opferung des Rücken- oder Bauchmuskels heute nicht mehr erforderlich.

Als neueste Methode setzen wir in geeigneten Fällen die Transplantation von Eigenfett (Lipofilling) ohne mikrochirurgischen Gefäßanschluss ein. Dies kann als alleinige Maßnahme, häufig aber auch gemeinsam mit den anderen Techniken erfolgen um das Resultat zu verbessern. 

Das Gewebe wird hierbei durch eine spezielle Absaugtechnik über kleine Inzisionen gewonnen und nach Aufbereitung im Brustbereich eingebracht.

Oft kann hierdurch auf ein Silikonimplantat verzichtet werden.

 

Mikrochirurgische Rekonstruktionsverfahren werden aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrades weltweit von Plastischen Chirurgen mit spezieller mikrochirurgischer Ausbildung durchgeführt.

An unserer Klinik bieten wir Ihnen sämtliche Verfahren der Brustrekonstruktion an.

Unser Schwerpunkt liegt auf den mikrochirurgischen Eigengewebsverfahren,

mit folgendem Ablauf

1. Schritt:

  • Mikrochirurgischer Brustwiederaufbau, z.B. durch DIEP-Lappenplastik

2. Schritt (nach ca. 6-9 Monaten falls gewünscht):

  • Brustwarzenrekonstruktion, z.B. Lokale Lappenplastik + Hauttransplantat
  • ggf. kleinere Korrekturen der rekonstruierten Brust (Narbenkorrektur/Lipofilling)
  • ggf. Angleichung der gesunden Brust (Brustverkleinerung/-straffung)

 

 

 

 

Frauen mit familiärer Brustkrebsbelastung können im Rahmen einer genetischen Beratung erfahren, ob sie an einer Mutation der sogenannten Brustkrebsgene BRCA 1 oder BRCA 2  leiden.

Da Frauen mit einer solchen Mutation ein Lebenszeitrisiko von 56 bis 84 Prozent haben an Brustkrebs zu erkranken, stehen die Betroffenen vor einer schweren Entscheidung. Optional besteht die Möglichkeit eines entweder intensiven Früherkennungsprogramms oder aber eines risikoreduzierenden Operationsverfahrens.

Mögliche Verfahren sind die prohylaktische beidseitige Mastektomie, also die Entfernung der Brustdrüsen unter Schonung von Brusthaut und -warze sowie die Entfernung der Eierstöcke und Eileiter.

 

Laut einer geprüften Leitlinie der deutschen Krebsgesellschaft senkt die prophylaktische beidseitige Mastektomie das Risiko für eine Brustkrebserkrankung um über 95 Prozent und in der Folge die brustkrebsspezifische Sterblichkeit um 90 Prozent.

 

In enger Kooperation mit dem Brustzentrum HELIOS Klinikum Berlin-Buch, dem Brustzentrum Waldfriede und dem Brustzentrum-City im Sankt Gertrauden Krankenhaus beraten wir Sie gerne zu den operativen Möglichkeiten einer Brustrekonstruktion nach prophylaktischer Mastektomie.

Wann wird eine vergrößerte männliche Brustdrüse (Gynäkomastie) operiert?

Durch die Vergrößerung der männlichen Brustdrüse entsteht eine Form ähnlich wie bei der weiblichen Brust. Bei der Vergrößerung der männlichen Brustdrüse handelt es sich meist um eine beidseitige Veränderung, die jedoch auch einseitig auftreten kann.

Während der Pubertät ist die Vergrößerung der männlichen Brustdrüse bei jedem zweiten Jugendlichen vorzufinden und ohne Krankheitswert. Sie bildet sich in den meisten Fällen komplett und vollständig zurück.

Seltenere Gründe für eine Vergrößerung der Brustdrüse im Erwachsenenalter kann eine veränderte Leberfunktion sowie übermässiger Alkohol- und Marihuanagenuss sein. Auch die Einnahme östrogenhaltiger Medikamente oder anaboler Steroide zum Muskelaufbau stören die Balance zwischen männlichen und weiblichen Hormonen. Ein Tumor ist nur in ganz seltenen Ausnahmefällen für eine Vergrößerung der männlichen Brust verantwortlich. Bei Übergewicht ist vor einer Operation eine Gewichtsreduktion durch Sport und diätetische Massnahmen anzustreben. Dies kann die Gynäkomastie unter Umständen erheblich vermindern.

 

Bevor eine Operation erwogen wird, sollte daher eine internistisch-endokrinologische Untersuchung und Ultraschalldarstellung des Drüsenkörpers mögliche Ursachen abklären. Wir vermitteln Ihnen gerne den Kontakt zu unseren Kooperationspartnern, mit denen wir eng zusammenarbeiten.

 

Sofern die auslösende Ursache bekannt ist, kann zunächst eine entsprechende Therapie begonnen werden, um den Eingriff zu vermeiden. Lässt sich die Gynäkomastie mit Medikamenten nicht beeinflussen oder bleibt die zugrundeliegende Ursache trotz Untersuchung unklar, ist eine operative Drüsengewebeentfernung medizinisch zu empfehlen. Bei Jugendlichen mit mäßiger Ausprägung sollte ausreichend abgewartet werden, um der spontanen Rückbildung eine Chance zu geben.

 

Ihre persönlichen Erwartungen an eine Gynäkomastie Behandlung

 

Eine standardisierte Korrekturoperation bei Gynäkomastie gibt es nicht. Die besten Voraussetzungen für ein ästhetisch ansprechendes Ergebnis haben schlanke Männer in guter körperlicher Konstitution, die über einen gut tastbaren Drüsenkörper mit wenigen Fettdepots verfügen.

Ist eine Gewichtsabnahme geplant, sollte mit der Brustkorrekturoperation bis zum Erreichen des Wunschgewichtes gewartet werden.

Generell gilt: bei richtiger Indikationsstellung und realistischer Erwartungshaltung sind die meisten Patienten ausgesprochen zufrieden und glücklich mit der neuen maskulinen Brustkontur als Operationsresultat. Das Operationsergebnis ist im Allgemeinen dauerhaft. Die Verbesserung des äußeren Erscheinungsbildes trägt in der Folge auch zu einem gesteigertem Selbstwertgefühl bei.

 

Wie wird eine Brustkorrektur bei Gynäkomastie durchgeführt?

Das Vorgehen bei der Operation muss an den Einzelfall angepasst werden. Brustkorrekturen bei Männern werden meist in Vollnarkose durchgeführt. Dafür erfolgt vor der Narkose eine Vorstellung und Untersuchung beim Narkosearzt (Anästhesisten). Hier können Sie alle Fragen zur Narkose klären.

 

Früher wurden zur Entfernung des gedehnten Hautmantels quere Schnitte über die Brust geführt und hinterließen in der Regel einen lebenslang stigmatisierenden Narbenzug. Heute können wir in fast allen Fällen mit minimalen Narben auskommen. Hierbei vertrauen wir auf das natürliche Straffungspotential der ausgedünnten Haut. In Abhängigkeit vom individuellen Zustand ist zum Erreichen einer optimalen maskulinen Brustkontur mit harmonischen Übergängen in der Regel eine Kombinationstherapie aus Fettabsaugung und chirurgischer Drüsenkörperentfernung erforderlich. Besteht ein deutlicher Hautüberschuss, kann durch einen unauffälligen, zirkulären Schnitt um die Brustwarze noch zusätzlich Gewebe entfernt und gestrafft werden. Es verbleibt dann eine zarte Narbe, die rings um den Warzenhof verläuft.

Zunächst lockern wir das Gewebe durch Einbringen einer speziellen Flüssigkeit auf. Dann erfolgt die Fettabsaugung (Liposuktion) über einen kleinen Hautschnitt in der Unterbrustfalte. Im Anschluss wird über einen kleinen, gut versteckten Hautschnitt unter der Brustwarze das überschüssige Brustdrüsengewebe entfernt. Zum Abschluss des Eingriffs wird jeweils eine Drainage in das Operationsgebiet eingelegt, um in den ersten Tagen Wundsekret abzuleiten. Zusätzlich erfolgt die Anlage eines straffen Verbandes, der den Hautmantel zusätzlich stützt. Nach einigen Tagen wird er durch ein speziell angepasstes Kompressionsmieder ersetzt. 

 

Liegt eine sogenannte „Pseudo-Gynäkomastie“ durch alleinige Fettgewebsvermehrung ohne nachweisbare Drüsenkörperanteile vor, kann diese allein durch Fettabsaugung behandelt werden. Durch die Fettabsaugung wird der Hautmantel soweit ausgedünnt, dass er sich im Verlauf der nächsten Monate eng an die Brustwand anlegen kann. Gelegentlich ist die Hautqualität jedoch nicht mehr ausreichend straff, um eine vollständige Glättung zu erreichen. Dies kann bei besonders zarter Haut oder überdehntem Hautmantel durch einen großen Drüsenkörper der Fall sein. Oft ist es dennoch sinnvoll, zunächst das Straffungspotential zu nutzen. In einem zweiten, kleineren Eingriff kann dann nach einigen Monaten die verbliebene überschüssige Haut entfernt werden. Dieses Vorgehen ermöglicht sehr häufig, trotz erheblichen Hautüberschusses auf eine unvorteilhafte seitliche Narbe zu verzichten.

Die Trichterbrust ist die häufigste Fehlbildung der Brustwand. Ursache ist eine Verformung des Rippenknorpels, der den knöchernen Teil der Rippe mit dem Brustbein verbindet. Die Folge: Die Rippen wölben sich nach innen und bilden eine trichterförmige Delle. Auch das Brustbein selbst senkt sich ein.

 
Vermutliche Ursache der Trichterbrust ist eine Stoffwechselstörung, die das Wachstum des Knorpels beeinträchtigt. 0,3 bis 0,01 Prozent aller Neugeborenen sind von einer Trichterbrust betroffen – Männer dreimal häufiger als Frauen. Eine Trichterbrust ist meist schon unmittelbar nach der Geburt zu erkennen. In Phasen des schnellen Körperwachstums, wie der Pubertät, prägt sich die Trichterbrust weiter aus.

In der Regel ist die Trichterbrust nur ein ästhetisches Problem. 95 Prozent der Betroffenen haben keinerlei Lungen- oder Herzprobleme. Aus medizinischer Sicht ist eine Korrektur daher meist nicht notwendig, die psychischen Belastungen sind jedoch nicht zu unterschätzen: Viele ziehen sich zurück und meiden Orte und Aktivitäten, bei denen sie ihren Körper zeigen müssen. In diesen Fällen ist eine operative Korrektur sinnvoll.

 

Wir bieten verschiedene Verfahren zur Korrektur an:

 

  • Operation nach Nuss -  bezeichnet eine Korrektur der knöchernen Brustwand. Sie ist nur in ca. 5 Prozent der Fälle erforderlich und sollte lediglich eingesetzt werden, wenn erhebliche körperliche Einschränkungen durch die Deformität verursacht werden. Die Thoraxchirurgen beraten Sie gern
  • Silikonimplantate (custom made) - die von uns bevorzugten minimalinvasiven Techniken sind zum einen die bewährten, speziell für Sie nach einem Gipsabdruck angefertigten (custom made) Silikonimplantate, die über einen kleinen Schnitt in den Defekt verlagert werden. Die Verwendung von Silikonimplantaten kann als sicheres Verfahren, mit gut vorhersehbaren Resultaten betrachtet werden. Es wird jedoch ein Fremdkörper eingebracht, der fast nie als störend empfunden wird. Für diese Option ist nur ein Eingriff erforderlich.



  • Eigenfetttransplantation - Falls ausreichend Gewebe vorhanden ist, kann als zweites minimalinvasives Verfahren die relativ neue Methode der Eigenfetttransplantation angewendet werden.Diese Methode ist nur in geeigneten Fällen möglich. In der Regel sind mehrere Eingriffe erforderlich (2-3, je nach erforderlicher „Füllmenge“). Es ist bislang noch kein vollständig etabliertes Verfahren. Wir haben allerdings bis heute gute Erfolge mit dieser Methode erzielt und setzen es in sinnvollen Fällen ein. Der besondere Vorteil dieser Methode ist, dass kein Fremdmaterial verwendet wird. Damit ist diese Methode damit auch vom Tastbefund dem Silikon noch einmal überlegen.


Die minimalinvasiven Verfahren (Custom made Silikonimplantate und die Verwendung von Eigengewebe) sind in aller Regel vollkommen ausreichend um den kosmetisch störenden Defekt auszugleichen und stellen bedeutend weniger belastende Eingriffe als die Nuss-Methode dar.