Schulterinstabilität

Bei den unfallbedingten Schulterinstabilitäten reißen typischerweise die Gelenklippe und die damit verbundene Schultergelenkskapsel vom Rand der Gelenkpfanne ab. Durch diesen Schaden am Kapsel-, Labrumkomplex kann es zu einer fortbestehenden Schulterinstabilität kommen. Durch häufiges Luxieren können weitere Schäden wie z.B. ein Riss der Rotatorenmanschette, Verletzung des Gelenkknorpels und später eine Arthrose entstehen.

Die Operation

Sollte eine Operation notwendig sein, erfolgt diese minimalinvasiver, arthroskopischer Technik.

Bei der Operation werden die abgerissene Kapsel und die Gelenklippe wieder am Knochen befestigt. Hierfür werden Fadenanker verwendet, die in den Knochen eingebracht werden. Über die Fäden am Anker werden die Gelenkkapsel und -lippe an Ihren ursprünglichen Positionen am knöchernen Pfannenrand refixiert. Sollte die Kapsel zu weit sein erfolgt auch eine sog. Raffung der Kapsel.

Bei größeren knöchernen Defektsituation am vorderen Pfannenrand kann durch die alleinige arthroskopische Stabilisierung keine dauerhafte Schultergelenksstabilität erzielt werden. In diesen Fällen kommen offene Techniken wie z.B. der Coracoid-Transfer nach Latarjet zur Anwendung. Durch diese Techniken kann auch bei Patienten mit einer hochgradigen Schultergelenksinstabilität bei Pfannenranddefekten oder aber bei Patienten nach fehlgeschlagenen arthroskopischen Voroperationen wieder die volle Schultergelenksstabilität erzielt werden.

Nach der Operation ist die betroffene Schulter für ca. 4 Wochen in einer Schlinge ruhiggestellt. Die Beübung nach einem spezifischen Nachbehandlungsschema erfolgt ab dem 1.postoperativen Tag.

 

 

Sprechstunde

Schultersprechstunde

Sprechzeiten

Donnerstag 11 bis 15.30 Uhr

Ort

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Telefon

(030) 81 02-1388