Hüftdysplasie

Die Hüftdysplasie ist eine Reifungsverzögerung/ -störung im frühen Wachstumsalter, die wir aufgrund der eingeführten Screening-Diagnostik (Säuglingsultraschall) heute im Erwachsenenalter deutlich seltener aber dennoch regelmäßig sehen. Bleibt die Hüftdysplasie auch im Erwachsenenalter unerkannt und erfährt keine Behandlung, entwickelt sich ein vorzeitiger Verschleiß des Hüftgelenkes. Die Sekundärarthrose auf dem Boden einer Dysplasie führt aufgrund der Schmerzhaftigkeit vorzeitig zum künstlichen Gelenkersatz, beginnend im mittleren Lebensalter. Gründe für den akzelerierten Gelenkschäden sind die Reduktion und die ungünstige Stellung der lasttragenden Gelenkfläche der Hüftpfanne.

Ziel der operativen Therapie der Hüftdysplasie im Erwachsenenalter ist die Reorientierung der knöchernen Hüftpfanne zur Vergrößerung des Gelenkkontaktes in der lasttragenden Zone.

Die angewandte Methode ist die Berner Osteotomie oder periazetabuläre Osteotomie nach Ganz (PAO). Die wesentlichen Vorteile dieser etablierten OP-Methodik sind die Vermeidung einer Destabilisierung des Beckenringes und der Erhalt eines Knochenbettes zur sicheren Einheilung des in seiner Stellung korrigierten Gelenksegmentes.

Das Korrekturpotenzial dieses Verfahrens ist sehr hoch, es besteht die Möglichkeit nur eines chirurgischen Zugangsweges, das Risiko von neurovaskulären Schäden ist vergleichbar niedrig zu anderen bewährten Verfahren. Die Entstehung einer Sekundärkoxarthrose und die Progression einer initial bereits bestehenden Arthrose können durch eine Korrektur vermieden resp. aufgehalten werden.

Im Hüftdysplasie-Zentrum Berlin Brandenburg werden Dysplasien des Hüftgelenkes aller Altersstufen behandelt.

Sprechstunde

Hüftsprechstunde

Sprechzeiten

Donnerstag 8.30 bis 15.30 Uhr

Telefon

(030) 81 02-1388