deutliche Fortschritte in der Behandlung
Maßgeschneiderte individuelle Therapie anhand der Analyse von Erbinformationen

Maßgeschneiderte individuelle Therapie anhand der Analyse von Erbinformationen

Das Lungenkrebszentrum bietet neben den Standardtherapien weitere moderne Verfahren

Was bedeutet personalisierte Medizin für Patienten mit Lungenkrebs

Erbinformation des Tumorgewebes wird entschlüsselt

Der Therapie des Lungenkarzinoms hat in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gemacht.

Therapiebegleitende Maßnahmen wurden verbessert,  die sogenannte personalisierte Therapie ist in den Fokus gerückt. Hierunter versteht man, dass der Tumor wahrscheinlich so individuell ist wie der Patient selbst und die Ärzte versuchen müssen, die individuellen Eigenschaften des Tumors zu verstehen.

Mit der Gensequenzierung, die hier im Institut für Gewebediagnostik für das Lungenkrebszentrum der Lungenklinik Heckeshorn am HELIOS Klinikum Emil von Behring  durchgeführt wird, wird die Erbinformation aus den Tumorzellen nach Veränderungen durchsucht, die eine personalisierte Therapie ermöglichen.

 

Tumortherapie mit Tabletten möglich

Ein bekanntes Beispiel ist eine Veränderung in einem Genbereich, der einen Rezeptor verschlüsselt (EGF-Rezeptor). Ist diese Veränderung oder Mutation vorhanden, dann ist eine Tumortherapie mit Tabletten möglich.

Diese ist nicht nur deutlich schonender, sondern initial auch deutlich erfolgreicher als z.B. eine Infusionschemotherapie.

Obwohl wir wissen, dass weniger als 5 Prozent der Tumore unserer Patienten diese Veränderung haben,  testen wir alle drüsigen Tumore unserer Patienten vor Therapiebeginn.

Aber selbst wenn diese Veränderung nicht vorhanden ist, hat das Lungenkrebszentrum der Lungenklinik Heckeshorn und das Institut für Gewebediagnostik noch weitere Möglichkeiten, eine individuelle Lösung zu finden, wie zum Beispiel die Immuntherapie.

 

 

Erläuterung zur Abbildung: Gefundene Mutation bei Lungentumoren. Am häufigsten konnten Mutationen im TP53 Gen beobachtet werden, gefolgt von Mutationen in KRAS