Alternative zur offenen Herzoperation

Klappenerkrankungen schonend behandeln

Klappenerkrankungen schonend behandeln

Die Herzspezialisten stellen Herzklappen wieder her oder setzen künstliche Herzklappen ein - ohne den Brustkorb zu öffnen

Minimalinvasiver Klappenersatz - auch und gerade für Risikopatienten

Mit diesem Verfahren wird die Insuffizienz der Mitralklappe  behandelt. Unter Vollnarkose wird über die Leistenvene ein Katheter in das rechte Herz und mittels Punktion der Herzscheidewand in das linke Herz geschoben. An der Spitze des Katheters befindet sich der Clip, der unter Ultraschallkontrolle an der richtigen Stelle zwischen den Segeln der Mitralklappe platziert wird. Die Ultraschallkontrolle garantiert ein optimales Ergebnis.

Das Verfahren wird auch als Interventionelle Mitralklappen-Anuloplastie bezeichnet. Dabei wird über eine Vene außen am Herzen, die in unmittelbarer Nachbarschaft der Mitralklappe verläuft, eine Metall-Spange (Carillon Mitral Contour System®) eingebracht. Diese rafft bzw. verkürzt den hinteren Teil des Mitralrings. Auf diese Weise wird die Undichtigkeit der Mitralklappe vermindert, der Blutfluss in der Vene aber nicht beeinträchtigt. Der hierfür erforderliche Katheter wird individuell auf den Patienten angepasst und über eine Halsvene eingeführt. Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose.

Mit diesem Verfahren wird die Insuffizienz der Trikuspidalklappe behandelt. Unter Vollnarkose wird über die Leistenvene ein Katheter in das rechte Herz geschoben. An der Spitze des Katheters befindet sich der Clip, der unter Ultraschallkontrolle an der richtigen Stelle zwischen den Segeln der Trikuspidalklappe platziert wird. Die Ultraschallkontrolle garantiert ein optimales Ergebnis.

Anzahl durchgeführter Klappeneingriffe

2019 (Quartal III und IV): 29 Mitraclip-Implantationen

2020 (Quartal I bis IV): 52 Mitraclip-Implantationen, Implantationen des Carillon-Systems, 6 Trikuspidalklappen-Clips (seit IV/2020)

2021 (Quartal I): 13 Mitraclip-Implantationen, 2 Implantationen des Carillon-Systems, 4 Trikuspidalklappen-Clips 

herzerkrankungen

TAVI (Transkatheter-Aortenklappen-Implantation)

Seit 2010 werden in Kooperation mit der Kardiologischen Klinik des Universitätsklinikums Charité im TAVI-Zentrum auf dem Campus Virchow-Klinikum bei unseren Patienten Herzklappeninterventionen (interventioneller Aortenklappenersatz, TAVI) von unseren Ärzten durchgeführt: Hier wird die Ersatzklappe in zusammengefaltetem Zustand mittels Herzkatheter an ihren Einsatzort gebracht und dort entfaltet, die Klappe kann über große Blutgefäße (transvaskulär) oder über die Herzspitze (transapikal) in die linke Herzkammer gebracht werden. Während des Eingriffs schlägt das Herz, die Herz-Lungen-Maschine wird nicht benötigt.