Experten bieten Halsschlagader-Sprechstunde an

Verengte Halsschlagadern erhöhen das Risiko für einen Schlaganfall

Verengte Halsschlagadern erhöhen das Risiko für einen Schlaganfall

Die Halsschlagadern spielen eine wichtige Rolle bei der Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff. Sind sie durch Verkalkungen verengt, droht eine verminderte Durchblutung des Gehirns. Abhängig vom Ausmaß der Verengung, steigt das Risiko für einen Schlaganfall.

Wann und wie wird eine verengte Halsschlagader behandelt

Zusätzlich zur Verengung können Gerinnsel aus der verkalkten Gefäßwand in das Gehirn verschleppt werden und durch die Verstopfung eines Gehirngefäßes einen Schlaganfall unterschiedlicher Ausprägung auslösen.

 

Ultraschalluntersuchung gibt sicher Aufschluss

Kalkablagerungen (Plaques) lassen sich durch eine Untersuchung mittels schmerz- und strahlungsfreiem Ultraschall schnell und sicher feststellen.

 

Wahl der Therapie

Diese ist abhängig von

  • dem Grad der Verengung,
  • dem Alter,
  • Vorerkrankungen am Gefäßsystem,
  • ggfs. bereits vorhandene Beschwerden wie vorübergehende neurologische Ausfälle

 

Operation ausschließlich durch ausgewiesene Spezialisten am Gefäßzentrum

Es gibt zwei Verfahren:

  • offene Operation am Hals (Endarteriektomie) durch Ausschälen der verkalkten Bereiche
  • Eingriff mit Katheter, der durch ein Blutgefäß in der Leiste bis zur Halsarterie eingefügt wird, ein Ballon dehnt dort die Engstelle und anschließend wird eine Gefäßstütze aus Metall (Stent) eingebracht, um eine erneute Verengung zu verhindern.

 

Vor einer Operation erläutern die Gefäßspezialisten das Vorgehen und welches Verfahren für den jeweiligen Patienten am besten geeignet ist.

 


Gefäßexperten bieten gesonderte Sprechstunde


Das zertifizierte Gefäßzentrum bietet für Vorsorge und nach erfolgtem Hirninfarkt eine spezielle Sprechstunde für Erkrankungen der Halsschlagader - Halsschlagsprechstunde

 

 

 

Verengte Halsschlagadern erhöhen das Risiko für einen Schlaganfall und dauerhafte Pflegebedürftigkeit

Die Halsschlagader (Arteria carotis interna) wird auch als hirnversorgende Halsschlagader bezeichnet. Treten in diesem Bereich Gefäßengen (Stenosen) auf, kann dies zu einer Minderdurchblutung des Gehirns und somit Auslösen einen Schlaganfalls auslösen.

Besonders häufig sind Patienten und Patientinnen betroffen, die das 60./70. Lebensjahr überschritten haben.

Der Schlaganfall ist in der Regel die Folge einer plötzlich einsetzenden Minderdurchblutung des Gehirns.

Sind es oftmals milde Symptome – wie vorübergehende Sehstörungen oder auch einmal Sprach- und Wortfindungsstörungen, verbunden mit Lähmungserscheinungen von Armen und Beinen –, kann es im schlimmsten Fall zu einer dauerhaften Schädigung des Gehirns und zu lebenslanger Pflegebedürftigkeit führen.

Der Nachweis einer verengten Halsschlagader (Karotis-Stenose) gelingt mit der Ultraschalluntersuchung. Hier kann der untersuchende Arzt sehr genau die Diagnose stellen. Im Anschluss daran ist zur Beurteilung des Gehirns eine Computertomographie oder aber eine Kernspintomographie erforderlich, die ihrerseits das weitere Behandlungsverfahren bestimmt.

 

Können geringgradige Karotis-Stenosen lange Zeit medikamentös behandelt werden, so müssen hochgradige Karotis-Stenosen, die die ersten Zeichen einer Minderdurchblutung des Gehirns nach sich gezogen haben, gefäßchirurgisch versorgt werden.

In sogenannter lokalregionaler Narkose (örtliche Betäubung des Halses und des Gefäßverlaufes) wie auch unter Narkose mit künstlicher Beatmung können die verengte Halsschlagader gesäubert und die Durchblutung in ihrem gesamten Verlauf wiederhergestellt werden.

Zur Kontrolle wird die Angiographie bereits direkt bei der Operation durchgeführt.

Neben dem operativen Verfahren besteht die Möglichkeit der katheter-gestützten Behandlung der Karotis-Stenose, hier vor allem bei Patienten nach Tumoroperationen oder bei wiederkehrenden Stenosen, die nach vielen Jahren in seltenen Fällen auftreten können.

 

Dauer stationärer Aufenthalt und Kontrollen

Der stationäre Aufenthalt beträgt zwischen vier und sechs Tagen.

Nach vier bis acht Wochen kann die erste Ultraschalluntersuchung zur Kontrolle stattfinden, danach ist eine jährliche Kontrolle zu empfehlen.