Aneurysma

Ballonartige Aussackung eines Blutgefäßes, meist einer Arterie

Ballonartige Aussackung eines Blutgefäßes, meist einer Arterie

Grundsätzlich kann an jeder Arterie ein Aneurysma entstehen. Besonders verbreitet bei Männern ab dem 65. Lebensjahr ist die vergrößerte Bauchschlagader – das Bauchaortenaneurysma. Gegen die so genannte „Zeitbombe im Bauch“ helfen unter anderem regelmäßige Kontrolluntersuchungen.

Vergrößerte Bauchschlagader: oft unbemerkt und dennoch lebensbedrohlich

Rund eine Million Menschen sind deutschlandweit von einer lebensbedrohlichen Gefäßweitung an der Bauchschlagader, dem sogenannten Aortenaneurysma, betroffen. Davon wissen allerdings nur die wenigsten.

Meist wird eine krankhaft vergrößerte Hauptschlagader (Aorta) zufällig bei einer Routineuntersuchung diagnostiziert. Betroffene verspüren weder Schmerzen noch andere Beschwerden. Reißt die vergrößerte Ader, besteht jedoch oft Lebensgefahr.

Chefarzt Dr. Michael Naundorf im Experteninterview:

"Für Ihre Gesundheit": Dr. Michael Naundorf über Entstehung, Diagnose, mögliche Symptome sowie über die Behandlungsformen und die Nachsorge der vergrößerten Bauchschlagader.

Mögliche Ursachen

  • angeborene oder erworbene Veränderungen an der Wand der Arterie
  • Risikofaktoren sind hoher Blutdruck, Fettstoffwechselstörung, Diabetes mellitus, Rauchen oder Gefäßverkalkung
  • Bindegewebsschwäche
  • Herz- oder andere Gefäßerkrankungen

Das zertifizierte Gefäßzentrum bietet eine spezielle Sprechstunde an: die Aneurysma-Sprechstunde.

Arterielle Gefäßchirurgie Sprechstunde

Telefon

(030) 81 02-2200

Öffnungszeiten

Dienstag von 9 bis 15 Uhr
Mittwoch von 13.30 bis 15 Uhr
Donnerstag von 9 bis 15 Uhr
Freitag von 9 bis 11 Uhr

Angewandte Operationstechniken

Die Gefäßspezialisten im Zertifizierten Gefäßzentrum Berlin Südwest nutzen endovaskuläre Operationsverfahren, bei denen sie eine ummantelte Metallstütze (Aorten-Stentprothese) einbringen -  das ist das derzeit am häufigsten durchgeführte Verfahren. Hierbei wird über kleine Punktionen (auch als Knopflochchirurgie bezeichnet) der Leistenschlagadern mittels Kathetern die Stent-Prothese so eingefügt, dass sie innerhalb des Bauchschlagaderverlaufes zu liegen kommt und das Schlagaderblut ausschließlich durch diese Stent-Prothese läuft. Somit ist ein Zerreißen (eine Ruptur) ausgeschlossen.

Erforderlich für den Behandlungserfolg ist zudem eine kontinuierliche lebenslange Nachkontrolle mittels einer Computertomographie oder speziellen Ultraschallverfahren. Risikofaktoren müssen lebenslang wie bei der Schaufensterkrankheit medikamentös behandelt werden.