„Jede Geburt verläuft anders, das macht es dann auch spannend. Und immer, wenn das Kind dann da ist, dann ist das einfach der tollste Moment.“

Tobias arbeitet als männliche Hebamme im Kreißsaal. Im Interview berichtet er über seine Berufswahl und seine Arbeit bei Helios.

Tobi, warum hast Du Dich für den Hebammenberuf entschieden?

Ich habe das Berufsbild der Hebamme durch meine Mutter kennengelernt, sie arbeitet jetzt schon fast 40 Jahre in dem Berufsfeld. Mein Schulpraktikum habe ich im Krankenhaus absolviert und ein Pflegepraktikum auf der Inneren Station gemacht. Da habe ich dann schnell gemerkt, dass die Gesundheits- und Krankenpflege nicht mein Ding ist.

Ich habe später ein Praktikum im Kreißsaal im Helios Klinikum Berlin-Buch machen dürfen und habe mich danach für die Hebammenausbildung beworben, weil ich es so faszinierend fand.

Fühlst du dich denn wohl bei Helios bzw. bei uns im Klinikum?

Ja auf jeden Fall. Also ich muss gestehen, die Größe macht es einfach aus. Ich sehe hier extrem viel, was ich in der Ausbildung nicht gesehen habe. Ich lerne auch viel von den Kollegen, die schon länger in dem Berufsfeld arbeiten und die Teamarbeit funktioniert richtig gut. Jeder ist auf selber Augenhöhe und wenn etwas stört, finden wir gemeinsam Lösungen.

Sind in der nächsten Zeit spezielle Weiterbildung geplant?

Ich habe mir jetzt das Hebammenstudium vorgenommen für das nächste Jahr, zusätzlich zu meiner bereits abgeschlossenen Hebammen-Ausbildung. Außerdem mache ich demnächst eine Weiterbildung als Kursleitung für Babymassage.

Was begeistert Dich an der Arbeit mit den werdenden Eltern am meisten?

Die Unterschiedlichkeit begeistert mich. Ich lerne immer so viele verschiedene Menschen kennen und darf bei der Geburt ihres Kindes mit dabei sein -  das ist sehr faszinierend und ich lerne immer aus jeder einzelnen Geburt.

Jede Geburt verläuft anders, das macht es dann auch spannend. Und immer, wenn das Kind dann da ist, ist das einfach der tollste Moment.

Welchen Stellenwert hat Dein Job in der Gesellschaft?

Hebammen genießen ein gutes Ansehen. Es wird ab 2020 auch eine Voll-Akademisierung mit auslaufenden Hebammenschulen stattfinden. Das ist natürlich ein spannender Prozess der da gerade bei uns im Berufsfeld abläuft. Von der Gesellschaft erfahren wir eigentlich zu 99 Prozent Dankbarkeit.

Gab es eine Geburt, die Dir ganz besonders in Erinnerung geblieben ist?

Es gab bereits viele schöne Momente die ich begleiten durfte. Besonders ist mir noch eine Geburt in Erinnerung, die ich während der Ausbildung begleiten durfte. Es war eine „offene" Adoption im Kreißsaal, die beiden Väter haben sich so sehr über ihr Kind gefreut, so viel Liebe und Tränen habe ich bis jetzt sehr selten nochmal erlebt.