Umfassende und interdisziplinäre Expertise bei Hodenkrebs

Umfassende und interdisziplinäre Expertise bei Hodenkrebs

Berlin

Jährlich erkranken in Deutschland etwa 4400 Männer neu an Hodenkrebs. Als mehrfacher Zentren-Standort ist das Helios Klinikum Berlin-Buch hoch spezialisiert auf die umfassende Behandlung und Beratung von Patienten mit Hodentumoren. Wird die Krankheit frühzeitig erkannt und adäquat therapiert, beträgt die Heilungsquote nahezu 100 Prozent.

Hodenkrebs gehört zu den seltenen Krebskrankheiten bei Männern. Die Betroffenen sind zumeist jung. Besonders Männer im Alter zwischen 20 und 40 Jahren sind von Hodenkrebs betroffen. Eine frühe Diagnose und eine auf die Erkrankung abgestimmte Therapie erhöhen die insgesamt sehr guten Heilungs- und Überlebenschancen von Hodenkrebspatienten. Die Versorgungskompetenz der Urologie im Helios Klinikum Berlin-Buch reicht von der persönlichen Risikoberatung, der Zweitmeinung, der operativen Primärtherapie, der Chemotherapie bis zur komplexen Residualtumorresektion. Zudem ist in Berlin-Buch die Hochdosis-Chemotherapie mit Stammzelltransplantation bei Hodentumoren etabliert.

„Die Entscheidung für die notwendige Therapie erfolgt interdisziplinär, um die optimale und individualisierte Krebstherapie festzulegen“, sagt Prof. Dr. med. Mark Schrader, Chefarzt des Fachbereichs Urologie sowie Leiter des Hodenkrebszentrums und Prostatazentrums im Helios Klinikum Berlin-Buch. Der hochqualifizierte Experte für Uroonkolgie betreut mit großer Erfahrung und Einfühlungsvermögen die ganzheitliche Behandlung von Patienten mit Erkrankungen der Nieren, Harnwege und männlichen Fortpflanzungsorgane. Zudem ist Prof. Schrader Initiator und Leiter des 2006 gegründeten Projekts „Nationales Zweitmeinungsnetzwerk Hodentumoren“, das für eine bessere Versorgung und Therapie bei Hodenkrebs sorgt.

Zweitmeinung bei Hodenkrebs

Da Hodenkrebs eine seltene Erkrankung ist, sind die Erfahrungen in den meisten Praxen und Kliniken eher gering. Die Behandlungserfahrung der Ärzte hat jedoch einen wichtigen Einfluss auf den Erfolg der Therapie. Um effektiver entscheiden zu können, welche Therapie die richtig ist, kann sich der behandelnde Arzt nach Diagnosestellung über das „Zweitmeinungsnetzwerk Hodentumoren“ online unterstützen lassen und eine Zweitmeinung einholen. „2017 wurde so für jeden dritten Patienten mit Erstdiagnose Hodenkrebs eine Zweitmeinung über unser Netzwerk in Deutschland erstellt“, sagt Prof. Schrader.

Das Einholen einer Zweitmeinung führt bei etwa 40 Prozent der Fälle zu einer Änderung des Therapiekonzepts. Dem behandelnden Arzt wird dadurch die Sicherheit gegeben, dass der erstellte Behandlungsplan richtig ist. Der Fachbereich Urologie des Helios Klinikums Berlin-Buch ist eines der nationalen Zweitmeinungszentren für Hodentumoren. Das Zentrum ist hoch spezialisiert und berät Fachkollegen und Patienten. Pro Jahr erreichen mehr als 300 Zweitmeinungsanfragen die Experten im Zentrum Berlin-Buch.

Mehr zum „non profit“ Projekt „Zweitmeinung bei Hodentumoren“

Über die Internetseite www.zm-hodentumor.de können Urologen anonymisiert Patientendaten an einen Hodentumorspezialisten übermitteln und erhalten in der Regel innerhalb von 48 Stunden eine Zweitmeinung mit einer Behandlungsempfehlung. Unabhängig von der Versicherung können Ärzte das Portal für Patienten nutzen und für die Patienten fallen keine Kosten an. Das Projekt wurde zunächst durch die Deutsche Krebshilfe und die „Gert und Susanna Meyer Stiftung“ sowie aktuell durch die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V., die aQua-Institut GmbH und die Techniker Krankenkasse finanziert.

„Die bisherigen Ergebnisse unserer Arbeit zeigen, dass eine gemeinsam mit Zweitmeinungszentren erfolgte Therapieplanung zu einer signifikanten Verbesserung für Patienten führt. Wenn noch mehr Ärzte die vereinte Expertise der Urologie-Spezialisten in Deutschland nutzen, wird die Versorgungsqualität bei Hodentumoren nachhaltig verbessert werden“

, so Prof. Schrader.

Pressekontakt

Julia Talman

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Julia Talman

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