Elke Malitzke kämpft seit 21 Jahren gegen den Krebs
„Meine Dankbarkeit ist riesengroß“

Elke Malitzke kämpft seit 21 Jahren gegen den Krebs

Berlin

Elke Malitzke ist mit 55 Jahren an Darmkrebs erkrankt. Heute blickt die 76-Jährige auf mehr als zwei Jahrzehnte zurück, in denen die Ärzte und Schwestern des Helios Klinikums Berlin-Buch ihr stets zur Seite gestanden und sie bei ihrem Kampf gegen den Krebs begleitet haben. „Zeit für ein großes Dankeschön“, findet sie und hat uns erzählt, was die Krankheit sie gelehrt hat.

Schockdiagnose Darmkrebs

Als Elke Malitzke nach einer einfachen Vorsorgeuntersuchung bei ihrer Gynäkologin die Diagnose Krebs erhielt, brach für die damals 55-jährige Wirtschaftsingenieurin aus Königs Wusterhausen bei Berlin eine Welt zusammen.

Die Diagnose war für mich wie ein Todesurteil. Alles, was danach geschah, lief wie in einem unvorstellbaren Film ab.“

Elke Malitzke, Darmkrebspatientin | Helios Klinikum Buch

Denn nachdem ihre Frauenärztin während des Abtastens im Rektum eine Veränderung im Schließmuskel festgestellt und sie sofort zu einer Allgemeinärztin überwiesen hatte, wurde Elke Malitzke durch den Kontakt ihrer Ärztin zu einem Kollegen in Buch in eine Forschungsstudie aufgenommen. Es folgten stationäre Aufenthalte im Bucher Helios Klinikum und im Virchow-Krankenhaus, eine Krebsoperation am Enddarm und die zwischenzeitliche Anlage eines künstlichen Darmausgangs. Mittlerweile sind 21 Jahre vergangen, in denen die Rentnerin nicht nur viel erlebt, sondern auch gelernt hat, ihre Erkrankung zu akzeptieren. Möglich war dies vor allem durch die Expertise ihrer Ärzte und die Hilfe und Unterstützung der Schwestern und Pfleger im Helios Klinikum, wie sie betont:

An dieser Stelle gilt mein großes Dankeschön den Ärzten Prof. Hünerbein und Herr Ackermann, aber auch Stoma-Schwester Dagmar und Schwester Petra, die immer an meiner Seite waren, mir Mut zugesprochen und gesagt haben: wir schaffen das. Und sie hatten recht, zusammen haben wir es geschafft.“

Vor- und Nachsorge: bessere Chancen auf eine schnellere Heilung

Nach den Aufenthalten im Klinikum und einer damit verbundenen langen Krankschreibung wurde Elke Malitzke die Erwerbsunfähigkeit attestiert. Es folgte die Frührente. „Ich habe diese Zeit genutzt, um wieder zurück in mein Leben zu finden“, erzählt sie und ergänzt:

„Meine Nachfolgeuntersuchungen wurden ja vom Helios Klinikum festgelegt. Die ersten fünf Jahre wurden jährlich Darmspiegelungen durchgeführt und Röntgenbilder gemacht. Dabei waren Prof. Hünerbein, Stoma-Schwester Dagmar und die Schwestern aus der Endoskopie immer für mich da. Daraufhin folgten fünf Jahre lang normale jährliche Untersuchungen in der chirurgischen Poliklinik bei Herrn Ackermann, der mich ebenfalls die ganze Zeit über begleitet hat. Meine Dankbarkeit für diese Menschen ist wirklich riesengroß.“

Wie wichtig die regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen für Krebspatienten sind, bestätigt auch noch einmal Ulf Ackermann, Facharzt für Chirurgie in der Poliklinik am Helios Klinikum in Buch. Patienten könnten durch diese ihre Erkrankung oftmals besser verarbeiten und Rückfälle oder Komplikationen würden schneller erkannt und behandelt.

Sein Kollege Prof. Dr. med. Michael Hünerbein, Leitender Oberarzt und ebenfalls Facharzt für Chirurgie, ergänzt:

Es kommt vor, dass Tumore in einem frühen Stadium noch keine Beschwerden verursachen. Umso wichtiger ist es, dass unsere Patienten keine Angst vor der Vor- und der Nachsorge haben, sondern Vertrauen zu uns aufbauen und Vor- sowie Nachsorgeterminen regelmäßig und gewissenhaft wahrnehmen.“

Er hat Erfahrung mit Patienten wie Frau Malitzke. Einige von ihnen begleitete er in den vergangenen Jahren ebenso intensiv wie die Rentnerin aus Königs Wusterhausen und konnte sie dank einer individuellen Therapiestrategie und viel Expertise erfolgreich behandeln. Über das positive Feedback von Frau Malitzke freut er sich sehr.

So geht es Elke Malitzke heute

Seit nun bereits vier Jahren werden die Darmspiegelungen von Elke Malitzke stationär im Helios Klinikum vorbereitet. Mit einer gesunden Ernährung, jeder Menge Sport und viel Humor hält sie sich zusätzlich körperlich und geistig fit. Sie erzählt: Ich habe mich immer bemüht, trotz einiger körperlicher Einschränkungen, Sport zu treiben, ich fahre bis heute Ski und Fahrrad, außerdem bewirtschafte ich einen Kleingarten und meinen Balkon, besuche Musikveranstaltungen und lese viele Bücher.“

Stoma-Schwester Dagmar, die sie seit über 20 Jahren begleitet, bestätigt: Ich freue mich immer sehr, Frau Malitzke wiederzusehen. Mit ihrer positiven Art steckt sie uns alle jedes Mal wieder an. Es ist toll zu beobachten, wie fit sie ist und wie sie mit ihrer Erkrankung umgeht.“ 

Patienten, die ebenfalls an Darmkrebs erkranken, rät Elke Malitzke deshalb vor allem, immer nach vorne zu schauen und das Leben, so gut es eben geht, zu genießen. Abschließend verrät sie uns: „Ich habe mit 55 Jahren nicht gedacht, dass ich einmal so alt werde. Aber jetzt gehe ich die nächsten fünf Jahre an und freue mich auf ein Wiedersehen mit den Ärzten und Schwestern, die so viel für mich getan haben, im November 2020 im Klinikum Buch. Wie jedes Jahr haben wir uns dann bestimmt wieder viel zu erzählen.“

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