Immuntherapien: neue Wege gegen Hautkrebs

Immuntherapien: neue Wege gegen Hautkrebs

Berlin

Rund 21.000 Menschen erkranken jährlich an schwarzem Hautkrebs in Deutschland. Bis vor acht Jahren galt dieser als unheilbar. Inzwischen haben neue Therapieformen die Heilungschancen drastisch verbessert.

  • Noch vor wenigen Jahren galt schwarzer Hautkrebs als vermeintliches Todesurteil, doch dank neuer Therapien steigen die Heilungschancen
  • Experten informieren am großen Krebs-Infotag am 22. September über modernste Krebsmedizin

Die Behandlungsmöglichkeiten des schwarzen Hautkrebses sind vielseitig. Es kommen Operationen, Bestrahlung oder eine medikamentöse Therapie in Frage. Eine Chemotherapie spielt beim metastasierten schwarzen Hautkrebs kaum noch eine Rolle. „Bei den medikamentösen Immuntherapien werden heute Substanzen gegeben, die das Immunsystem zu einer gezielten Tumorzerstörung befähigen. Diese Substanzen haben sehr hohe Ansprechraten“, erläutert Dr. med. Kerstin Lommel, Chefärztin der Dermatologie und Allergologie im Helios Klinikum Berlin-Buch.   

In der Regel verstarben die Patienten mit Metastasen  bereits nach sechs Monaten, eine Chemotherapie wirkte bei rund fünf Prozent der Betroffenen. „Mit den neuen Therapiemöglichkeiten liegen die Ansprechraten bei 60 Prozent und wir haben mindestens 20 Prozent Langzeitüberlebende. Da diese Therapien noch nicht lange verfügbar sind und die Betrachtungszeiträume relativ kurz, wird sich die Zahl der Langzeitüberlebenden hoffentlich noch erheblich steigern“, sagt Dr. Lommel. Die Kosten für die neuen Therapien werden voraussichtlich ab 2019 auch für Behandlungen in weniger fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung von den Krankenkassen übernommen.   

Die Dermatologie im Helios Klinikum Berlin-Buch ist Teil eines zertifizierten Onkologischen Zentrums. Über die Art der Behandlung oder weitere Diagnostik entscheidet bei jedem Patienten, nicht ein Arzt allein, sondern ein interdisziplinäres Expertenteam in der sogenannten „Tumorkonferenz“. Bei der Erstdiagnose ordnet der Arzt den Tumor in ein bestimmtes Stadium der Erkrankung ein. Aus der Gewebeentnahme werden im Labor die sogenannten Tumordaten ermittelt. Je nach Stadium der Tumorerkrankung sind Lymphknotensonographie (Ultraschall), bildgebende Verfahren wie Röntgen, CT, MRT, PET-CT oder eine Schildwächter-Lymphknoten-Biopsie notwendig. Letzteres ist ein diagnostischer, operativer Eingriff.  

Bösartige Veränderungen der Haut werden in der dermatologischen Fachabteilung einer Klinik in der Regel bereits mit dem bloßen Auge erkannt werden. Hilfsmittel sind eine spezielle Lupe.  

Schnelle Hilfe mit einer ersten Diagnose und – wenn notwendig – ersten Behandlungsschritten ermöglichen die Experten im Helios Klinikum Berlin-Buch immer montags von 8 Uhr bis 10 Uhr in der sogenannten „Blick-Diagnose“. Es wird kein Termin benötigt: Sprechstunde „Blick-Diagnose“ in der Poliklinik für Dermatologie im Helios Klinikum Berlin-Buch, Haus 202, EG, Schwanebecker Chaussee 50, 13125 Berlin. 

Krebs-Infotag am 22. September

Krebs kann immer besser behandelt werden. Am Samstag, 22. September sprechen Spezialisten von 9 bis 15 Uhr im Helios Klinikum Berlin-Buch in 16 Seminaren mit Interessierten über moderne Krebsmedizin. Der TV-Mediziner Dr. Carsten Lekutat moderiert eine Expertenrunde zur fachübergreifenden Krebsbehandlung. Weiterer Höhepunkt ist ein Impulsvortrag von Prof. Dr. Andreas Michalsen zum Thema Naturheilverfahren bei Krebs.

Interessierte können sich über die Website anmelden, aber auch spontane Teilnehmer sind willkommen: www.helios-gesundheit.de/krebs-weiter-leben

Fotocredit: Thomas Oberländer │ Helios Kliniken

Pressekontakt

Birgit Gugath

Managerin Unternehmenskommunikation/ Marketing
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