Hämorrhoiden – Volksleiden und Tabuthema?

Hämorrhoiden – Volksleiden und Tabuthema?

Berlin

Jeder Mensch hat Hämorrhoiden. Die Gefäßpolster oberhalb des Afters sorgen als eine Art Schwellkörper gemeinsam mit dem Schließmuskel für die Kontrolle der Stuhlentleerung. Von Hämorrhoiden sprechen viele, wenn sie Beschwerden wie Juckreiz, Nässen oder Blutungen bemerken. Ursache können vergrößerte Hämorrhoiden sein.

  • Blut im Stuhl? Nicht immer ist es ein Hämorrhoidalleiden
  • Helios Klinikum Berlin-Buch lädt am Dienstag, 30. Oktober zum Expertenvortrag mit Proktologen um 18:00 Uhr ein – Anmeldung nicht erforderlich

„Die Beschwerden bezeichnen wir als Hämorrhoidalleiden“, sagt Priv.-Doz. Dr. Robert Siegel, Oberarzt und Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie und Proktologe. Meistens sind die Beschwerden stärker, je größer die Hämorrhoiden sind. Diese können schmerzlose Blutungen verursachen und auch aus dem After heraustreten. „Durch zu festen Stuhl oder stärkeres Pressen bei der Entleerung kann es zu Hämorrhoidenblutungen kommen. Meist zeigen sich dann hellrote Blutspuren auf dem Toilettenpapier oder dem Stuhl“, informiert Dr. Miriam Baur, Fachärztin für Allgemeinchirurgie und Proktologin. Liegt ein Hämorrhoidalleiden vor, ist neben der korrekten Lokalisation auch die Einteilung in unterschiedliche Schweregrade – es gibt vier Stadien – wichtig für eine erfolgreiche Behandlung.

Erkrankungen im Bereich des Enddarms und Analkanals sind weit verbreitet. Das Risiko nimmt mit dem Alter zu. Übergewicht, chronische Verstopfung oder Durchfall begünstigen Hämorrhoidalleiden. Dennoch scheuen sich viele Menschen bei proktologischen Erkrankungen einen Arzt aufzusuchen. Aber heutzutage sollte niemand mehr wegen solcher Beschwerden große Beeinträchtigungen ertragen müssen. Priv.-Doz. Dr. Siegel empfiehlt, eine Untersuchung beim Proktologen nicht aus Scham oder Angst unnötig hinauszuzögern und sagt: „In seltenen Fällen können auch bösartige Tumore des Mastdarms oder Enddarms ähnliche Beschwerden verursachen.“

In einem ersten Arzt-Patienten-Gespräch wird nach den genauen Beschwerden und anderen Erkrankungen gefragt, die der Betroffene hat. After und Enddarm zu untersuchen ist in der Regel nicht schmerzhaft und nach wenigen Minuten erledigt. Die ausführliche Beratung und das Ändern der Verhaltensweisen sind meistens ausreichend, um Beschwerden zu lindern. „Im frühen Stadium kann man ein Hämorrhoidalleiden sehr gut durch Veränderungen des Stuhlentleerungsverhaltens und eine Stuhlregulation behandeln“, berichtet Dr. Baur.

Vortragsreihe „Volkskrankheiten“

Welche Diagnosemöglichkeiten und Behandlungsoptionen es bei Blut im Stuhl oder Beschwerden am After gibt, erklären beide Medizinexperten Betroffenen, Angehörigen und Interessierten im Rahmen der Vortragsreihe „Volkskrankheiten“ am 30. Oktober um 18:00 Uhr im Helios Klinikum Berlin-Buch, Konferenzraum der Cafeteria. Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Kontakt Fachabteilung:

Allgemeinchirurgie/Darmzentrum: Proktologie, Beckenboden und Kontinenz

Priv.-Doz. Dr. med. Robert Siegel, Dr. med. Miriam Baur
Helios Klinikum Berlin-Buch, Schwanebecker Chaussee 50, 13125 Berlin

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Fotocredit: Thomas Oberländer │ Helios Kliniken

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