Gesund durch die Wintersportsaison

Gesund durch die Wintersportsaison

Berlin

In Berlin und Brandenburg ist derzeit eher frühlingshaftes Wetter. Trotzdem freuen sich viele auf Wintersport und fahren in höhere Lagen. Aber nicht nur Wintersportgebiete haben jetzt Hochsaison, auch Unfallkliniken der Krankenhäuser sind dort vor Ort oder anschließend zuhause sehr gefragt. „Die häufigsten Verletzungen haben Skifahrer im Kniebereich, Snowboarder an Händen und Schultern“, sagt Dr. Uwe-Jens Teßmann, Leiter der Unfallchirurgie im Helios Klinikum Berlin-Buch.

Schon gewusst?

Gut 80 Prozent aller Wintersportunfälle passieren ganz ohne Fremdeinwirkung. Hauptursache ist also meistens das eigene Verschulden. Woran liegt das? „Meistens ist es mangelnde Konzentration, unzureichende sportliche Vorbereitung, Selbstüberschätzung mit zu hohem Fahrtempo oder Alkoholgenuss“, berichtet Dr. Uwe-Jens Teßmann aus seinem 25-jährigen Berufsleben als Unfallchirurg:

„Um Stürze zu vermeiden, sollte man sich gut vorbereiten, es in den ersten Urlaubstagen langsamer angehen lassen und mit viel Aufwärmübungen und leichteren Pisten beginnen. Kleine Pausen – bitte ohne Alkoholgenuss – sorgen dafür, dass sich der Körper auf die ungewohnte Belastung und Höhenluft einstellen kann.“

Am besten ist, sich schon Wochen vorher ausreichend sportlich zu betätigen. Kraft- und Ausdauertraining, Radfahren, Joggen oder Schwimmen sind dafür bestens geeignet. Wichtig ist auch eine richtige, individuell angepasste Wintersportausrüstung. Besonders Skihelm und -brille sollten auf der Piste Pflicht sein.

Drei Tipps von Dr. Uwe-Jens Teßmann, Leiter der Unfallchirurgie im Helios Klinikum Berlin-Buch, um möglichst unfallfrei durch die Wintersportsaison zu kommen:

Tipp 1: Richtig vorbereiten

Neben Kondition sind Koordination und Gleichgewicht gefragt. Ohne Ski und Schnee kann man zwar nicht authentisch trainieren, aber es gibt Möglichkeiten, die so wichtigen koordinativen Fähigkeiten zu fördern. Einiges kann man ganz bewusst in den üblichen Tagesablauf integrieren ohne zusätzlich viel Zeit zu investieren. Zum Beispiel beim Zähneputzen auf einem Bein stehen und immer Treppen steigen statt Fahrstuhl nutzen.

Tipp 2: Ausreichend trinken

Skifahren ist anstrengend. Es wird geschwitzt, viel Flüssigkeit geht verloren und Kälte vermindert das Durstgefühl. Denken Sie daran und trinken über den Tag verteilt Wasser, Tee oder Saftschorle. Flüssigkeitsaufnahme ist ganz wichtig, aber tagsüber bitte immer alkoholfrei. Mittags sollte nicht so üppig gegessen werden. Besser ist eine warme Suppe. Sie sättigt, versorgt den Körper mit Flüssigkeit und liegt nicht allzu schwer im Magen.

Tipp 3: Haut- und Sonnenschutz nicht vergessen

Kälte und Sonnenschein belasten Haut und Augen. Ein intensiver Schutz ist zwingend ratsam. In großer Höhe reflektiert Schnee rund 80 Prozent der UV-Strahlung. Insbesondere Nase, Ohren und Lippen sind der Sonne ganz besonders intensiv ausgesetzt. Hier hilft eine Salbe mit hohem Lichtschutzfaktor, die vor dem Gang auf die Piste aufgetragen wird. Eine Skibrille hilft, bei grellem Sonnenlicht gut zu sehen, wenn auch beim Fahren das Sichtfeld etwas eingeschränkt wird.

Fazit:

„Eine gute Vorbereitung schon zuhause, langsames Anpassen an die Höhenluft vor Ort, Aufwärmen sowie vor allem Vorsicht, gegenseitige Rücksichtnahme und strikte Alkoholabstinenz können schwere Wintersportunfälle verhindern“

, sagt Dr. Uwe-Jens Teßmann.

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Julia Talman

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