Ein Wunder für 101-Jährige dank moderner Medizin

Ein Wunder für 101-Jährige dank moderner Medizin

Berlin

Gertrud Kochan ist 101 Jahre alt, hat eine Tochter, drei Enkel und zwei Urenkel. In ihrem Haushalt wird sie besonders von den Enkeln unterstützt. Kurz vor Weihnachten dann das: „Ich dachte, mein Herz ist mir in den Bauch gerutscht. Dort pochte und pochte es“, berichtet sie. Hausärztin Dr. Susanne K. aus Berlin-Steglitz handelte schnell und überwies die Patientin ins Helios Klinikum Berlin-Buch. Ein Fall für Dr. Andreas Gussmann und sein Team.

Dr. Andreas Gussmann ist Direktor des Gefäßzentrums Berlin-Brandenburg und Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie. Seine Diagnostik bestätigte den Verdacht: die Bauchschlagader bei Frau Kochan war gefährlich erweitert. Das zu beheben und umgehend zu helfen ist für die Spezialisten vom Gefäßzentrum im Helios Klinikum Berlin-Buch kein Problem. Über 1.000 Operationen dieser Art hat Dr. Gussmann in seinem Berufsleben als Gefäßspezialist schon durchgeführt. Aber bei einer 101-Jährigen? „Dazu gibt es zwar keine Studien, aber viele unserer Patienten sind betagt und bei einem Bauchaortenaneurysma mit Beschwerden ist immer Gefahr im Verzug“, berichtet Dr. Gussmann.

Er und sein Team überlegten nicht lange. Bei einer Aussackung der Hauptschlagader zählt meistens jede Minute.

„Frau Kochan ist insgesamt bei guter Gesundheit. Gemeinsam mit den Angehörigen haben wir entschieden, die lebensrettende Operation zu wagen. Wohlwissend, dass es in so hohem Alter Probleme bringen könnte“

, sagt Dr. Gussmann.

Gemeinsam mit seinem leitenden Oberarzt Dr. Burkhart Zipfel gelang ihm mit örtlicher Betäubung und Schlafmedikation eine erfolgreiche Operation.

„Ein wenig skeptisch war ich schon“, gesteht Gertrud Kochan kurz vor ihrer Entlassung aus dem Helios Klinikum Berlin-Buch. „Aber nun finde ich es wunderbar, noch immer auf unserer schönen Erde zu sein. Das Pochen im Bauch ist weg.“ Wenn ihr am Operationstag, dem 19. Dezember, jemand gesagt hätte, dass sie schon ein paar Tage später wieder zuhause sein wird, hätte sie das nicht geglaubt.

„Irgendwie ist es ein Wunder, dass es mir so gut geht. Ich bin so zufrieden mit der sehr guten Behandlung in Berlin-Buch und sage meiner Hausärztin und dem Team um Dr. Gussmann ganz herzlichen Dank.“

Drei Fragen zum Thema „Bauchschlagadererweiterung“ beantwortet Dr. med. Andreas Gussmann, Direktor des Gefäßzentrums Berlin-Brandenburg und Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie im Helios Klinikum Berlin-Buch:

Was sind Ursachen für ein Bauchaortenaneurysma?

Hervorgerufen wird die Erweiterung der Hauptschlagader im Bauchraum häufig durch Gefäßverkalkungen, manchmal auch durch angeborene Erkrankungen oder Unfälle. Vor allem über 65-Jährige leiden an einer krankhaft erweiterten Bauchschlagader. Aber auch Jüngere können betroffen sein. Deutschlandweit sind es rund eine Million Menschen. Viele wissen es nicht.


Welche Anzeichen gibt es?

Leider bemerken Betroffene ein Aneurysma selten. Wenn Beschwerden wie Rücken- oder Flankenschmerzen, Nierenbeschwerden oder ein „Puckern“ im Bauchraum auftreten besteht bereits Gefahr, dass sich die Aussackungen verändern oder kurz vor dem Platzen stehen. Reißt die übermäßig gedehnte Gefäßwand plötzlich, besteht für Betroffene aufgrund des hohen Blutverlustes immer Lebensgefahr.


Wie kann man vorsorgen?

Oft wird eine krankhafte Erweiterung der Bauchschlagader nur zufällig im Rahmen einer Routineuntersuchung erkannt. Man kann ein Aneurysma frühzeitig durch einen Blick in die Gefäße mittels schmerzloser Ultraschalluntersuchung nachweisen. Das machen viele Hausärzte oder Spezialambulanzen, so wie auch wir im Berlin-Bucher Helios Gefäßzentrum. Sogenanntes Screening klärt über den Zustand des Gefäßes auf. So kann man bei Bedarf rechtzeitig handeln und den lebensbedrohlichen Zustand verhindern.

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Julia Talman

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Julia Talman

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