Die Fußretter aus Berlin-Buch

Die Fußretter aus Berlin-Buch

Berlin

In Deutschland sind über sechs Millionen Menschen vom Diabetes betroffen. Viele haben Angst vor einer Fußamputation, weil sich eine Wunde gebildet hat, die einfach nicht heilen will. In vielen Fällen lässt sich dieses Schreckensszenario jedoch verhindern - wenn Diabetes-Patient:innen auch in Bezug auf das „Diabetische Fußsyndrom“ qualifiziert, strukturiert und umfassend betreut werden. Die AG Diabetischer Fuß der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) hat das Fußzentrums-Team um Prof. Dr. med. Michael Ritter vom Helios Klinikum Berlin-Buch erneut dafür ausgezeichnet.

Diabetes ist die Volkskrankheit Nr. 1 in Deutschland: Rund sieben Millionen Menschen sind betroffen. Weil die Krankheit u.a. Blutgefäße in Mitleidenschaft zieht, haben Patienten ein erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen wie z.B. das „diabetische Fußsyndrom“.

Dabei führt eine Nervenschädigung zu Empfindungsstörungen, die dazu führen kann, dass der Patient Verletzungen und Schädigungen am Fuß nicht rechtzeitig und störend wahrnimmt. Fehlende Schutzfunktionen, geringere Infektabwehr sowie wie in vielen Fällen eine zusätzliche Durchblutungsstörung führen zu schlechterer Wundheilung. So verschlimmern sich Wunden weiter – bis schließlich (Teil-)Amputationen unumgänglich werden können. 70 Prozent aller Amputationen in Deutschland betreffen Menschen mit Diabetes.

Im Helios Klinikum Berlin-Buch trägt man maßgeblich dazu bei, dass es gar nicht erst so weit kommt.

Wichtig ist, dass man kleinste Wunden schnell bemerkt. Dann können sie optimal behandelt werden und der Fuß bleibt in vielen Fällen erhalten“

, sagt Prof. Ritter, Chefarzt der Diabetologie, Angiologie und Endokrinologie im Helios Klinikum Berlin-Buch.
Schon gewusst?

Das Zertifizierungsverfahrens der AG Diabetischer Fuß der DDG wurde eingeführt, um Vorhalten und Qualifikation von Ausstattung und Personal der Behandlungseinrichtung ebenso zu überprüfen, wie Struktur und Prozess der Behandler selbst und die Patientenergebnisse. 

Ein wichtiger Aspekt erfolgreicher Fußbehandlung ist die abgestimmte Zusammenarbeit eines interdisziplinären Teams. Dazu gehören spezielle Fachkräfte für die Wundversorgung, Podolog:innen und orthopädische Schuhmachermeister:innen.

Spezielle Schuhe, Einlagen oder sogenannte Orthesen unterstützen die erforderliche Entlastung zur Heilung von Fußwunden. Im Bedarfsfall werden stets auch Ärzt:innen anderer Fachgebiete mit hinzugezogen. Die hochkomplexe Behandlung wird von Diabetologen und Hausärzten koordiniert.

Die Therapie des diabetischen Fußes gilt als Musterbeispiel für fachübergreifende Behandlung“

, sagt Dr. med. Michael Fiedler, Abteilungsleiter Diabetologie der Poliklinik am Helios Klinikum Berlin-Buch.

Mit dem jetzt erneut verliehenen Zertifikat verfügt das Helios Klinikum Berlin-Buch über drei Auszeichnungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG): Als zertifiziertes Diabeteszentrum, Fußzentrum und als „für Diabetiker geeignetes Krankenhaus“. Damit ist es eines der wenigen Zentren in Deutschland, das drei Zertifizierungen der DDG vorweisen kann.

Prof. Dr. med. Henning T. Baberg, Ärztlicher Direktor im Helios Klinikum Berlin-Buch, betont:

Auf diese Zertifizierungen sind wir sehr stolz. So werden unser Engagement und die fachübergreifende Zusammenarbeit des ärztlichen und pflegerischen Teams zusammen mit unseren Kooperationspartnern besonders gewürdigt.“