Entfernung der Harnblase schafft Lebensqualität

Das Zentrum für Zystektomie bündelt urologische und chirurgische Kompetenzen bei Harnblasenkrebs. Die Entfernung der Harnblase bietet oft gute Chancen mit dem Krebsleiden länger und besser zu leben.

In Deutschland erkranken jährlich rund 30.000 Menschen an Harnblasenkrebs, drei Viertel davon sind Männer. Dieser Krebs ist bösartig und kann sich von der Blase auf andere Organe des Körpers ausbreiten. Eine Entfernung der Harnblase ist somit die wirksamste Form diesen Krebs zu bekämpfen. Diese Operation wird Zystektomie genannt. Dazu gehört auch die Wiederherstellung einer Harnblasenfunktion durch verschiedene Methoden der Harnableitung.

Gebündelte Expertise für bessere Heilungschancen

Im Zentrum für Zystektomie am Helios-Klinikum Buch werden jährlich mehr als 80 Zystektomien durchgeführt, damit ist dies Zentrum eines der größten in Deutschland. Die Aussicht auf Heilung der Erkrankung hängt nicht nur davon ab ab, wie weit sich der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose schon ausgebreitet hat.

Wichtig ist auch, wieviel Operationen dieser Art in einer Klinik durchgeführt werden, da solche Eingriffe nicht so häufig sind, aber sehr viel chirurgische Expertise voraussetzen. In unserem Zentrum führen wir diese Operationen regelmäßig und mit sehr gutem Erfolg durch. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge sinkt die Sterbensrate mit jedem zusätzlichen Patient, da die ärztliche Erfahrung eine entscheidende Rolle spielt. Durch die Zusammenführung der beteiligten Ärzte in unserem Zentrum für Zysektomie sorgen wir für bessere Heilungschancen bei unseren Patienten.

Wann muss die Harnblase entfernt werden?

Bei Erkrankungen der Blase, die nicht auf einen Harnblasenkrebs zurückzuführen sind, wie zum Beispiel bei entzündlichen Erkrankungen oder Funktionsstörungen, werden einfache Entfernungen der Harnblase durchgeführt, so genannte einfache Zystektomien. Hierbei wird nur das Organ entnommen, ohne das umliegende Gewebe oder die im Becken befindlichen Lymphknoten. Damit bleiben die Prostata beim Mann und die inneren Geschlechtsorgane der Frau geschont.

Bei fortgeschrittenen und schweren Harnblasenerkrankungen ist eine vollständige Entfernung der Harnblase nötig. Dazu gehören:

  • muskelinfiltrierende, also in die Muskeln hineinwachsende, Harnblasenkarzinome
  • oberflächliche, aber höhergradige Tumoren, besonders bei jüngeren Patienten
  • wiederkehrendes oder fortgeschrittenes Harnblasenkarzinom
  • verschiedene Tumoren des kleinen Beckens

Bei einer solchen radikalen Zystektomie werden neben der Harnblase selber auch die umliegenden Gewebe und die Beckenlymphe entfernt. Diese Operation ermöglicht einen Sicherheitsabstand zum erkrankten Gewebe, damit wirklich alle Krebszellen erfasst werden. Beim Mann wird bei der radikalen Zystektomie zusätzlich die Prostata entfernt, bei der Frau ein Teil der Scheidenvorderwand, der Gebärmutter oder der Eileiter.

Sprechen Sie uns an!

Wir beraten ausführliche bei den einzelnen Tumordiagnosen und erarbeiten individuelle Behandlungspläne. Zu unseren Sprechzeiten sind wir gerne für Sie da.

Prof. Dr. med. Mark Schrader

Chefarzt Urologie
Prof. Dr. med. Mark Schrader

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