Roboterassistierte Operation mit DaVinci Xi

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Was ist das Neue am Operieren mit dem DaVinci Xi Roboter?

Roboterassistierte minimalinvasive Chirurgie lässt die Präzision chirurgischen Vorgehens im Operationssaal durch künstliche Intelligenz steigern. Der erfahrene Chirurg führt selbstverständlich die Operation federführend durch. Mit dem weltweit neuesten und derzeit leistungsstärkstem System DaVinci Xi kann das Operationsfeld vergrößert und in 3D dargestellt werden.

 

Roboterassistiertes Operieren ist noch präziser und für den Patienten noch schonender und hat das Potenzial, die Operationsdauer – also auch die Narkose - zu verkürzen. Dank Lichttechnik und dreidimensionaler Kamera können feine Strukturen wie Nerven oder Gefäße vom Operateur noch besser erkannt werden.

Wie ist der Operationsroboter DaVinci Xi aufgebaut?

DaVinci Xi besteht aus Chirurgen-Konsole, Rechnerturm und Patientenwagen. An der Chirurgen-Konsole steuert der Operateur die Instrumente, die am Patientenwagen befestigt sind. Die Steuerung wird über den Rechnerturm kommuniziert, der zwischen den Komponenten agiert. Mithilfe der Steuerkonsole bedient der Chirurg die vier Arme sowie den Videoturm.

In Echtzeit steuert der Operateur mithilfe seiner Handbewegungen die Arme des Roboters. Das Prinzip des DaVinci Xi beruht dabei auf dem so genannten Master-Slave-Assistenzsystem. Der Roboter kann keine eigenständigen Bewegungen ausführen. Er ist vielmehr der verlängerte Chirurgen-Arm.
 

Wie funktioniert eine roboterassistierte Operation?

Mit dem DaVinci-System werden alle Instrumente über kleinste Schnitte minimalinvasiv in den Bauchraum geführt: Die entscheidende Innovation ist, dass die Handbewegungen des Operateurs mit höchster Präzision, völlig zitterfrei, in allen Freiheitsgraden und unter 10-facher 3D-Vergrößerung an die OP-Instrumente weitergegeben werden.

Das System funktioniert über eine intelligente Fernsteuerung von Miniaturarmen im Operationsgebiet durch den Chirurgen. Er legt zwei Finger jeder Hand in Schlaufen und kann damit gleichsam "wie gewohnt" agieren. Die Sicht bestimmt er über eine mit dem Fußpedal gesteuerte Kamera. Wie unter einem Operationsmikroskop kann er wahlweise den Operationsherd vergrößern.

Zu jedem Zeitpunkt haben die Chirurgen die Kontrolle: Nehmen sie die Finger aus der Schlaufe oder der Kamerakontakt wird beendet, bewegt sich nichts mehr. 
 

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Wie sicher ist die Operation mit dem DaVinci Xi?

Roboterassistiertes Operieren steht für maximale Sicherheit. Der Roboter führt keine eigenständigen Bewegungen aus. Vielmehr ist er auf die Befehle und Handlungen des Chirurgen angewiesen. Unterbricht der Operateur beispielsweise den Kontakt zur Konsole, stellt auch der DaVinci Xi seine Arbeit umgehend ein (Master-Slave-Assistenzsystem).

Für welche Operationen eignet sich das System DaVinci Xi?

Verschiedene Fachbereiche können im Helios Klinikum Berlin-Buch auf diese besondere Operationstechnik des DaVinci-Surgical-Systems zurückgreifen:

Die erfahrenen Chirurgen nutzen die Unterstützung durch künstliche Intelligenz des DaVinci Xi insbesondere in sehr komplexen Fällen und für interdisziplinäre Eingriffe.
 

Alle Antworten im Überblick:

Das robotergestützte Operieren erfordert eine fundierte und umfassende Zusatzausbildung. Dazu gehören Kurse, Tests und Prüfungen, ausführliche Simulationstrainings sowie Hospitationen bei erfahrenen Kollegen. Darüber hinaus wird das begleitende OP-Team in die Spezialausbildung integriert. 
 

Der Arzt steuert über eine Konsole die vier Arme des Roboters, die viel beweglicher und noch viel ruhiger als die Hände eines Menschen sind. Somit wird ein noch präziseres Operieren möglich.
 

Der Chirurg steuert die miniaturisierte Technik direkt im Operationssaal und in unmittelbarer Nähe des Patienten. Ein speziell geschultes Team mit Pflegepersonal und Assistenten überwacht die Operation zusätzlich.
 

Roboterassistiertes Operieren hat das Potenzial, die Operationsdauer zu verkürzen. Damit gibt es also auch eine kürzere Narkosedauer. 
 

Sowohl der Roboter als auch die Instrumente sind sterilisiert und in einem speziellen Foliensystem verpackt.
 

Operateur und Patient entscheiden nach ausführlicher und individueller Beratung gemeinsam, ob roboterassistiert operiert wird. So wird für jeden Patienten die für ihn sicherste und beste Behandlungsmethode entwickelt. Gerne informieren wir Sie, ob der Operationsroboter ggf. auch bei Ihrem gesundheitlichen Problem zum Einsatz kommen könnte.

Unabhängig vom Versichertenstatus entstehen bei diesen roboterassistierten Operationsmethoden keine zusätzlichen Kosten für unsere Patienten.