Röntgen – schnell und strahlungsarm

Mit Hilfe der konventionellen Röntgendiagnostik und modernster digitaler Technik können Aufnahmen schnell und strahlungsarm angefertigt werden.

Obwohl die Schnittbilddiagnostik immer wichtiger wird, sind die klassischen Röntgenaufnahmen weiterhin die häufigste radiologische Leistung und besitzen als die älteste radiologische Methode einen herausragenden Stellenwert in der medizinischen Diagnostik.

Info

Röntgenstrahlen bilden nach Durchtritt durch den menschlichen Körpers unterschiedlich absorbierende Gewebe auf Röntgenaufnahmen mit verschiedenen Helligkeitsstufen ab.

Anwendung: Zum Beispiel die Darstellung von Knochenbrüchen, Lungenentzündungen und Herzschwäche.

Ablauf der Röntgenuntersuchung

Die untersuchte Körperregion muss vollständig entkleidet werden. An nicht untersuchten Körperregionen werden aus Sicherheitsgründen Strahlenschutzmaterialien aus Blei oder gleichwertigen Materialien angebracht. Nachdem die zu untersuchende Körperregion in eine bestimmte Stellung zwischen Röntgenröhre und Röntgenfilmplatte gebracht wurde, ist für die Qualität der Aufnahme entscheidend, dass keine Bewegung erfolgt. Deswegen wird der Patient auch gebeten, im Moment der Aufnahme nicht zu atmen und sich auch nicht zu bewegen. Bewegungen können zu Unschärfen in den Röntgenbildern führen und die diagnostische Qualität beeinträchtigen.

Die diagnostische Sicherheit wird in der Regel durch zwei Aufnahmen derselben Körperregion aus verschiedenen Richtungen (Projektionen) garantiert. Manche Spezialaufnahmen erfordern zusätzliche Aufnahmen aus weiteren Richtungen. Selten reicht eine einzige Aufnahme (Projektion) für die Befundung aus.

Wenn sie möchten, bieten wir ihnen auch sehr gerne einen Röntgenpass an.  

Strahlenbelastung/Komplikationen/Kontraindikation

Beim konventionellen Röntgen treten keine unmittelbar lebensbedrohlichen Komplikationen auf. Kontrastmittelkomplikationen sind beim konventionellen Röntgen auch sehr selten, da so gut wie immer auf die Gabe von Kontrastmitteln verzichtet werden kann.

Das größte Risiko entsteht durch die auf den Körper einwirkende Strahlendosis. Im Vergleich zur Computertomographie ist die einwirkende Strahlendosis sehr gering. Sie entspricht bei Aufnahmen des Thorax zur Darstellung der Lungen in etwa der gleichen Strahlendosis, der unser Körper auf einem Transatlantikflug (Berlin – New York) ausgesetzt wäre.

Trotzdem ist es erforderlich, dass der Patient keine unnötigen Untersuchungen erhält. Bei der Notwendigkeit der Untersuchungen soll garantiert werden, dass dem Patienten eine möglichst geringe Strahlendosis appliziert und dass er zusätzlich durch Strahlenschutzmaterialien bedeckt wird, um die verabreichte Dosis weiter zu senken. Die Einhaltung dieser Maßnahmen wird durch einen im Strahlenschutz fachkundigen Arzt kontrolliert und sichergestellt. Dieser überprüft auch vorab die Notwendigkeit der durchgeführten Untersuchung.

Technische Grundlagen

In der Röntgenröhre wird durch die Beschleunigung von Elektronen Röntgenstrahlung und Wärme erzeugt. Die Röntgenstrahlen wirken ionisierend und dienen medizinisch als Hilfsmittel zur Diagnosestellung.

Bei einer Aufnahme werden für wenige Millisekunden Röntgenstrahlen durch den menschlichen Körper geschickt, die auf der gegenüberliegenden Seite austreten, den Röntgenfilm schwärzen und ein Bild erzeugen. Begleitende gestreute Strahlung wird durch Strahlenschutzmaterialien vermindert.

An unserem Institut für Röntgendiagnostik verwenden wir keinen normalen Röntgenfilm mehr, vielmehr kommen technologisch moderne Flachbilddetektoren zum Einsatz, die eine weitere Reduktion der Röntgenstrahlmenge bei den Aufnahmen ermöglichen. Die Aufnahmen können ohne Entwicklungsprozess direkt nach der Untersuchung zentral gespeichert werden, gleichzeitig von mehreren Stellen abgerufen, befundet und problemlos vervielfältigt werden.

Hinweise für zuweisende Ärzte

Das Durchführen konventioneller Röntgenaufnahmen erfordert in der Regel keinerlei spezielle Vorbereitungen. Bei Aufnahmen der Knochen und Lungen ist es nicht notwendig, dass der Patient nüchtern bleibt.

So erreichen Sie uns

Kontakt

Prof. Dr. med. Thomas Herold

Chefarzt Diagnostische und Interventionelle Radiologie
Prof. Dr. med. Thomas Herold

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(030) 94 01-53500