Angiografie

Die Angiografie ist besonders zur Darstellung von Gefäßen und Gefäßengen geeignet. Hierbei wird über einen Katheter, der meist über die Leiste eingebracht wird, Kontrastmittel in den Körper eingeleitet.

Bei der Angiografie werden die Gefäße invasiv (d.h. mit einer Gefäßpunktion verbundene) durch direkte Kontrastmittelgabe dargestellt. Bei niereninsuffizienten Patienten wird Kohlenstoffdioxid (CO2) als Kontrastmittel verwendet. Normalerweise wird die Angiografie als Digitale Subtraktionsangiographie (DSA) durchgeführt.

Gefäßinterventionen

Am Institut für Röntgendiagnostik des Helios Klinikums Berlin-Buch werden folgende minimalinvasiven Eingriffe durchgeführt.

Unsere Leistungen im Überblick

  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK, Schaufensterkrankheit) oder Diabetes mellitus
  • Nierenarterien bei nicht einstellbarem Bluthochdruck oder eingeschränkter Nierenfunktion
  • Eingeweidearterien (Truncus coeliacus/ Arteria mesenterica superior) bei Angina abdominalis (durchblutungsbedingten Bauchschmerzen) oder Vasculitis (Entzündung der Gefäße)
  • Verschluss oder Verengung von Dialyseshunts
  • Thrombosen (Bildung eines Blutgerinnsels vor Ort im Gefäß)
  • Embolien (Verschleppung von Blutgerinnseln mit akutem Gefäßverschluss)
  • Verengung der Vena cava superior mit Einflussstauung z.B. bei Tumorerkrankungen oder nach Bestrahlung
  • Vasculitis (Entzündungen an den Gefäßen)
  • Klassische Ballonangioplastie (Aufdehnung mit einem ins Gefäß eingebrachten Ballon)
  • Medikamentenbeschichtete Ballonkatheter
  • Klassische Gefäßstützen (Stents, durch Ballon aufdehnbar oder hochflexibel selbstexpandierbar)
  • Abdichtende Gefäßstützen (Gecoverte Stents)
  • Atherektomie (Abtragung von Gefäßwandverengung)
  • Mechanische Thrombektomie (Entfernung von Blutgerinnseln)
  • Klassische Thrombolyse (Auflösung von Blutgerinnseln)
  • Ultraschallgestützte Thrombolyse (Auflösung von Blutgerinnseln)
  • CTO-Katheter (Katheter zur Behandlung langer, chronischer Gefäßverschlüsse)
  • Aneurysmen der Bauchschlagader (interdisziplinär mit den Kollegen der Gefäßchirurgie)
  • Aneurysmen der Eingeweidearterien
  • Sonstige Aneurysmen

Zur Behandlung stehen neueste Technologien zur Verfügung, einschließlich sog. Multilayer- bzw. Flow-Diverter-Stents, gecoverter Stentgraft und fenestrierter Stentgraft, sowie Sandwich- und Chimney-Stent-Techniken.

  • Gut- oder bösartigen Tumoren (z.B. Angiomyolipome)
  • Varikozele (Krampfader am Hoden)
  • Venous congestion Syndrom (Krampfadern im weiblichen Becken)
  • Gefäßmissbildungen (Gefäßmalformationen)
  • Arterio-venöse Kurzschlussverbindungen (AV-Fisteln)
  • Endoleckage / Endoleak (Undichtigkeit) nach Stent-Graft (Gefäßprothese) im Rahmen der modernen Aneurysmabehandlung

Zum Verschluss von Blutgefäßen werden moderne Partikel-Embolisate, Flüssigembolisate und neueste Embolisations-Spiralen verwendet.

  • zur Dialyse, Chemotherapie oder parenteralen Ernährung über Ports oder PICC-Katheter

Hochspezialisierte Eingriffe:

  • Radiofrequenzablation der Nierenarterie bei schlecht einstellbarem Bluthochdruck (RFA der Nierenarterie; renale Denervierung)
  • Großer Hohlvenen- Filter (Vena cava-Filter) zur Prophylaxe der Lungenembolie
  • Fremdkörperextraktion aus dem Gefäßsystem

Lebertumoren werden an unserem Institut durch transarterielle Chemoembolisation (TACE), Radiofrequenzablation (RFA, siehe CT-Interventionen) oder durch Selektive Interne Radio-Therapie (SIRT) behandelt.

Transarterielle Chemoembolisation (TACE)

Die transarterielle Chemoembolisation (Trans-Arterial-Chemo-Embolization) ist ein Behandlungsverfahren für Lebertumore.

Für die Behandlung geeignet sind: Primäre Lebertumore, wie das hepatozelluläre Karzinom (HCC) und das cholangiozelluläre Karzinom (CCC) und Metastasen verschiedener Primärtumore, wie zum Beispiel bei Brustkrebs und Darmkrebs.

Die Behandlung  erfolgt durch die Arterien über ein Kathetersystem und beruht auf einer direkten Applikation des Medikaments in die den Tumor versorgenden Gefäße der Leber. Eingesetzte Chemotherapeutika sin Epirubicin, Doxorubicin oder Mitoxanthron zusammen mit Embolisaten wie Lipiodol (jodhaltiges Öl) oder Stärkepartikel, die die Wirkung der Chemotherapeutika im Tumor verlängern. In Einzelfällen kann auch eine Embolisation ohne Chemotherapie (transarterial embolisation TAE) erfolgen oder auch eine lokale Chemotherapie ohne Embolisation (Chemoperfusion) über einen intraheparisch arteriell implantierten Portkatheter. Desweiteren werden auch Kunststoffsphären verwendet, die mit Chemotherapeutika beladen werden und über die Arterien in den Tumor eingeschwemmt werden, sog. Drug-Eluting-Beads (DEB-TACE).

Die gesunde Leber wird zu 75% über die Pfortader versorgt und nur zu 25% über die Leberarterien. Primäre und sekundäre Lebertumore werden ab einer Größe von 1 cm zu 90-95% über die Leberarterie versorgt. Deswegen bieten sich die Leberarterien sehr gut zur Verabreichung von Chemotherapeutika an. Das Embolisat dient dazu, dass über die Arterie verabreichte Chemotherapeutikum möglichst lange im Tumorgebiet zu halten und um die Blutversorgung des Tumors zu verringern.

Die Radioembolisation (SIRT) ist eine spezielle Strahlenbehandlung, mit der minimal-invasiv primäre Lebertumoren und Lebermetastasen therapiert werden können. Sie kann auch eingesetzt werden, wenn eine Operation nicht mehr in Frage kommt oder/und sich eine Chemotherapie als unwirksam erwiesen hat. Die Radioembolisation wird gemeinsam von Nuklearmedizinern und Radiologen angeboten und unter angiographischer Kontrolle durchgeführt.

Bei der SIRT wird in der Leber eine sehr hohe Strahlendosis erreicht, ohne dass andere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden. Über einen transarteriellen Zugangsweg (Katheter über die Leistenschlagader in die Leberarterie) werden kleine Mikrosphären (Durchmesser 20 – 40 µm), die ein Strahlung emittierendes Isotop enthalten, in die tumorversorgenden Gefäße injiziert.

Diese Sphären bleiben dann im Kapillarbett des Tumors stecken (Embolisation), reduzieren somit die Durchblutung des Tumors und geben Strahlung in die Umgebung ab. Bei dem Isotop, welches hier zu Therapiezwecken verwendet wird, handelt es sich um einen Beta-Strahler mit einer sehr geringen Reichweite von ca. 1 cm im Weichgewebe. Dadurch kann die Gefahr einer Schädigung umliegender, gesunder Organstrukturen erheblich reduziert werden.

Behandlungsablauf

Nach der Aufklärung über das Behandlungsziel und die möglichen Risiken der angiographischen Untersuchung wird unter örtlicher Betäubung eine spezielle Punktionsnadel (Durchmesser ca. 1 mm) in eine gut zugängliche Schlagader (Arterie) oder Vene eingeführt. Abhängig von der Fragestellung und den anatomischen Gegebenheiten erfolgt die Punktion in der Leisten- oder Ellenbeuge, in seltenen Fällen im Bereich der Achsel oder des Halses.

Durch die Punktionsnadel hindurch wird ein dünner, sehr flexibler Draht in das Innere des Blutgefäßes vorgeschoben. Die sehr weiche, gebogene Spitze dieses sogenannten Führungsdrahtes verhindert eine Gefäßverletzung. Über diesen Führungsdraht wird anschließend ein Katheter (d.h. ein flexibler Kunststoff-Schlauch) eingeführt und seine Spitze mit der Austrittsöffnung an der Stelle des Gefäßsystems platziert, die untersucht werden soll. Je nach Fragestellung werden verschiedene Katheter verwendet. Für die gleichzeitige Darstellung mehrerer Gefäße wird ein Übersichtskatheter verwendet, für die spezielle Darstellung eines einzelnen Gefäßes wird ein Selektivkatheter benutzt. Während der Untersuchung kann ein Austausch des Katheters notwendig sein. Als Leitstruktur und Stabilisationshilfe für diesen Katheter-Austausch dient dann wiederum der Führungsdraht.

Um die Blutgefäße erkenn- und beurteilbar zu machen, wird über den Katheter Kontrastmittel in die betroffenen Gefäße eingespritzt. Während der Kontrastmittelinjektion tritt in der untersuchten Körperregion üblicherweise ein Wärmegefühl auf, dies ist normal und hält nur wenige Sekunden an.

Während der Kontrastmittelinjektion werden in schneller Folge Röntgenaufnahmen der betroffenen Untersuchungsregion angefertigt. Heutzutage werden die Aufnahmen in der Regel elektronisch angefertigt und per Computer nachverarbeitet, so dass nur noch die interessierenden Gefäße, jedoch nicht die umgebenden anatomischen Strukturen, wie z.B. Knochen, abgebildet werden (sog. digitale Subtraktionsangiographie, DSA).

Die Untersuchung ist meist nach 15 bis 30 Minuten abgeschlossen. Komplizierte anatomische Verhältnisse oder die Durchführung einer therapeutischen Maßnahme können zu einer Verlängerung der Untersuchungszeit führen. Nach Entfernen des Kathetermaterials wird die Einstichstelle für etwa zehn Minuten komprimiert und anschließend ein Druckverband angebracht. Alternativ existieren auch spezielle Verschluss-Systeme, welche die Einstichstelle sofort versiegeln. Ihre Anwendung ist aber nicht immer möglich, weshalb der Arzt von Fall zu Fall entscheiden muss, ob ein Verschluss-System oder ein klassischer Druckverband zur Blutstillung eingesetzt werden soll.

Abhängig vom Durchmesser der verwendeten Katheter ist eine Bettruhe von vier (nur bei ambulanten diagnostischen Eingriffen) bis maximal zum Morgen des Folgetages zu empfehlen. Der Druckverband soll in der Regel auch bis zum Morgen des Folgetages belassen werden. 

Aufgrund Ihrer Beschwerden wurde eine angiographische Untersuchung als sinnvoll erachtet. Sie werden durch Ihren einweisenden Arzt und nochmals durch den Radiologen, der die Angiographie vornimmt, über die Durchführung, die Indikation und die eventuellen Risiken der Untersuchung aufgeklärt. Dabei wird ebenfalls erörtert, welche anderen Untersuchungsmethoden (z.B. Ultraschall, Computer- und Kernspintomographie) zum weiteren Vorgehen notwendig sein können.

Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten, bzw. was ist anschließend zu beachten:

Wenn schon früher eine Angiographie angefertigt worden ist, bringen sie bitte die Aufnahmen mit. Der Vergleich mit Voraufnahmen kann häufig die Befundinterpretation oder die Therapieentscheidung erleichtern.

Nehmen Sie am Vorabend der Untersuchung keine schweren Mahlzeiten ein. Ab vier Stunden vor der Untersuchung sollen Sie nicht mehr rauchen und nichts mehr essen, Tee oder Mineralwasser sind jedoch erlaubt. Medikamente z.B. gegen Herzrhythmusstörungen oder hohen Blutdruck sollen Sie auch am Untersuchungstag einnehmen. Sind Sie bzgl. der Medikamenteneinnahme unsicher, fragen Sie bitte Ihren behandelnden Arzt.

Halten Sie sich nach der Untersuchung bitte an die Empfehlungen zur Einhaltung der Bettruhe und entfernen Sie den Druckverband nicht vorzeitig. Vermeiden Sie für etwa zwei Tage schwere körperliche Belastungen. Die Gefahr einer Nachblutung mit evtl. Blutergussbildung kann so weitgehend ausgeschlossen werden.

Seien Sie kooperativ bei der Aufklärung zur Untersuchung, indem sie uns mitteilen,  welche Allergien und Vorerkrankungen (Tumorleiden), bei ihnen bekannt sind und welche Medikamente sie einnehmen. Vor der Untersuchung sollten Laborkontrollen der aktuellen Schilddrüsenwerte (TSH, ggfs. fT3 und fT4) und Nierenwerten (Kreatinin, GFR) stattfinden. 

Das Kontrastmittel wird vollständig über die Nieren ausgeschieden. Wichtig: Zur Vermeidung von Spätfolgen für die Niere, können sie nach der Untersuchung viel trinken, damit das Kontrastmittel schneller ausgeschieden wird. Außerdem ist es ratsam, bei Niereninsuffizienz, Laborkontrollen der Nierenwerte (Kreatinin, GFR) durchzuführen.

Sollten Sie sich nach der Untersuchung unwohl fühlen: Falls etwa Fieber, Schmerzen oder eine Nachblutung auftreten, verständigen Sie bitte sofort Ihren Arzt.

Zu alleinig diagnostischen Zwecken ist aufgrund der hohen Qualität von computertomographischen oder magnetresonanztomographischen Untersuchungen die Angiographie häufig nicht mehr notwendig. Sinnvollerweise wird die Indikation zur Angiographie gemeinsam von den zuweisenden Ärzten mit den durchführenden Radiologen gestellt. So wird gewährleistet, dass der Patient die, für die spezielle Fragestellung, die am besten geeignete Untersuchung erhält.

Typische Indikationen zur Angiographie sind:

Periphere vaskuläre Verschlusskrankheit mit deutlicher Einschränkung der schmerzfreien Gehstrecke (Gehstrecke weniger als 200 m, Fontaine-Stadium II b) zur Vorbereitung einer minimal-invasiven radiologischen Intervention (z.B. Ballon-Aufdehnung, Stent-Implantation) oder chirurgischen Maßnahme.

  • Bei nicht behandlungsfähigem Bluthochdruck, Nachweis bzw. Ausschluss einer Nierenarterienstenose oder Darstellung der Nierengefäße zur Vorbereitung einer minimal-invasiven interventionellen Denervierungstherapie
  • Darstellung von Gefäßen der Eingeweide (z.B. Leber, Darm oder Niere) zur Operations- oder Interventionsvorbereitung bzw. im Rahmen der Diagnose einer Vaskulitis, oder bei Arteriosklerose
  • Darstellung von Krampfadern des Hodens (Varikozelen) oder Ovarialgefäßen und gegebenenfalls Ausschaltung letzterer
  • Darstellung von Dialyse-Shunts an den Armen zur Interventionsvorbereitung oder Operationsvorbereitung,
  • Darstellung von Aussackungen der Blutgefäße (Aneurysmen)Darstellung der Venen bei Krampfadern zur Operationsvorbereitung
  • Darstellung der Venen bei venösen Thrombosen zur minimal-invasiven Therapie mittels Thrombolyse oder zur Einlage von Vena Cava Filtern
  • Vorbereitung und Durchführung von microinvasiven  intravasaler Lebertherapie
  • Darstellung und Ausschaltung von Blutungen infolge Tumoren und Traumata durch Embolisationsbehandlung
  • Darstellung und Ausschaltung von Gefäßmissbildungen
  • Behandlung von Aneurysmata (Gefäßaussackungen)

In seltenen Fällen kann sich an der Punktionsstelle nach der Untersuchung ein Bluterguss bilden. Veränderungen der Gefäßwand, bedingt durch die Punktion mit Bildung einer Gefäß-Aussackung (Aneurysma) oder Infektion an der Punktionsstelle sind extrem selten.

Sehr selten können insbesondere bei vorbestehenden Gefäßveränderungen wie ausgeprägter Verkalkung mit Engstellen und Verschlüssen oder bei Blutgerinnseln Gefäßverletzungen durch den Führungsdraht oder Katheter hervorgerufen werden. Dies kann zu einem plötzlichen Gefäßverschluss oder einer Gefäßunterbrechung führen. Entsprechende Behandlungsmaßnahmen können unmittelbar eingeleitet werden, da dies während der Untersuchung sofort erkannt wird.

Eine Überempfindlichkeit gegen jod-haltiges Kontrastmittel zeigt sich bei einer leichten Reaktion durch Niesen, Übelkeit, Juckreiz. Eine schwere Reaktion durch Hautausschlag, Herz- und Kreislaufreaktionen bis hin zum Atemstillstand. Alle Untersuchungsplätze, an denen eine Kontrastmittelgabe erfolgt, sind deshalb mit einer Notfallausrüstung und den entsprechenden antiallergisch wirkenden Medikamenten ausgestattet, so dass eine Überempfindlichkeitsreaktion sofort behandelt werden kann.

Die Strahlenbelastung moderner Angiographiegeräte ist äußerst gering. Bei vergleichbarer Durchleuchtungsdauer bzw. Aufnahmeanzahl könnte die Strahlenbelastung um 80% im Vergleich zu älteren Geräten gesenkt werden. Grundsätzlich wird vor jeder Röntgenuntersuchung die rechtfertigende Indikation für die Untersuchung gestellt und der medizinische Nutzen gegen eventuelle Risiken ab gewägt.

Die Angiographie gehört zu den projektionsradiographischen Verfahren und ist technisch mit einem Durchleuchtungsgerät vergleichbar. Der Unterschied besteht darin, dass mit einer Angiographieanlage viel mehr Aufnahmen pro  Sekunde gemacht werden können.

Die Angiographieanlage besteht aus einem beweglichen Untersuchungstisch und einer Röntgenröhre mit Bildverstärker, die meist in C-Bogen-Anordnung montiert sind. Der C-Bogen wird während der Untersuchung um den Patienten oder entlang des Patienten bewegt, um zum Bsp. Gefäße aus verschiedenen Blickwinkeln oder auf einer längeren Strecke zu erfassen.

So erreichen Sie uns

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Prof. Dr. med. Thomas Herold

Chefarzt Diagnostische und Interventionelle Radiologie
Prof. Dr. med. Thomas Herold

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(030) 94 01-53500