Live-OP-Symposium

Mit Wissen und erstklassiger Medizin gegen Brustkrebs

Mit Wissen und erstklassiger Medizin gegen Brustkrebs

Die HELIOS Kliniken in Berlin-Buch, Berlin-Zehlendorf und Bad Saarow luden 2016 bereits zum 6. Mal zum Live-OP-Symposium Mammakarzinom ein. Die Teilnehmer hatten Gelegenheit, per Liveübertragung verschiedenen Operationen beizuwohnen und über die Vorgehensweisen zu diskutieren.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts erkranken jährlich circa 75.000 Frauen neu an Brustkrebs, 17.000 versterben. Das Mammakarzinom ist damit die häufigste Tumorart bei Frauen.

Umso wichtiger ist es, betroffenen Frauen adäquate Therapien anzubieten, mit dem Ziel einer bestmöglichen Versorgung und einer guten Prognose. In den meisten Fällen lässt sich die Erkrankung bei rechtzeitiger Diagnose heilen.

„Für eine bestmögliche Therapie ist es unerlässlich, dass alle am Behandlungsprozess Beteiligten intensiv zusammenarbeiten und gemeinsam eine individuell auf die Patientin abgestimmte Vorgehensweise festlegen“, betont Dr. med. Marek Budner, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und stellvertretender Leiter des Brustzentrums im HELIOS Klinikum Bad Saarow.

Expertentreffen in der Mitte von Berlin

Die Besucher hatten teil an vier Operationen, die live aus vier OP-Sälen aus den HELIOS Kliniken Berlin-Buch und Emil von Behring in Berlin-Zehlendorf via Bildschirm an den Veranstaltungsort übertragen wurden.

Die fachliche Auseinandersetzung mit Kollegen aus dem gesamten Bundesgebiet sowie die Praxisnähe wurden von den Teilnehmern besonders geschätzt. Im Mittelpunkt standen Implantatwechsel, Brustwiederaufbau mit Implantaten, brusterhaltende Operationen, mikrochirurgischer Wiederaufbau mit Eigengewebe und das sogenannte Lipofilling. Dabei dienen speziell aufbereitete körpereigene Fettzellen als Füll- und Modelliermasse, um verlorenes Gewebe zu rekonstruieren.

Zu diesem unter Schirmherrschaft namhafter Fachgesellschafen, darunter der Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, der Deutschen Gesellschaft für Senologie, der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC), und der Arbeitsgemeinschaft Wiederherstellende Operationen in der Gynäkologie, fächerübergreifenden Austausch kamen Spezialisten aus ganz Deutschland.

Wissensaustausch für erfolgversprechende Therapie

Dr. med. Uwe von Fritschen, Leiter des Rekonstruktiven Brustzentrums und Chefarzt der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie im HELIOS Klinikum Emil von Behring ist der fächerübergreifende Wissensaustausch die Basis für erfolgversprechende Therapieansätze: „Ich freue mich sehr über das große Interesse an einem intensiven fachlichen Austausch unter Kollegen. Dieser Dialog ist wichtig, um Therapien im Sinne unserer Patientinnen weiterzubringen.“

„Die Versorgung bei Brustkrebspatientinnen hat sich in den letzten Jahren deutschlandweit qualitativ deutlich verbessert. Gleichzeitig ist es wichtig, individuelle Behandlungsstrategien zu entwickeln, die den medizinischen Gegebenheiten, aber auch den persönlichen Ansprüchen der einzelnen Patientin gerecht werden“, erklärt Professor Dr. med. Michael Untch, Leiter des Brustzentrums und Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im HELIOS Klinikum Berlin-Buch.

Am Samstag, 19. März standen im Rahmen des 5. Senologischen Updates im SpreeKaree u.a. auch für Weiterbildungsassistenten und angehende Fachärzte insgesamt vier Fachvorträge auf dem Programm. Die Themenangebot umfasste Aspekte wie die Brustkrebskonstruktion bei Lymphknotenbefall, genetische Paneltestungen zur Einschätzung von Krebsrisiken und Aktuelles vom letzten Fachkongress in San Antonio (USA).

Die zweitägige Veranstaltung findet seit 2009 jährlich statt und dient der fächerübergreifenden Diskussion und dem wissenschaftlichen Austausch zur Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten betroffener Frauen.