Endokrine Tumoren

Wir helfen bei Schilddrüsenkrebs

Wir bieten das gesamte Spektrum der aktuellen Diagnostik und Behandlung bei so genannten differenzierten Schilddrüsentumoren an.

Differenzierte Schilddrüsentumore

Patienten mit so genannten differenzierten Schilddrüsentumoren haben im Allgemeinen eine sehr gute Prognose. Wichtig sind hierbei neben einer vollständigen Operation, die in Abhängigkeit vom Tumorstadium auch die Lymphknoten mit einschließt, die ergänzende Durchführung einer Radiojodtherapie und eine programmierte Nachsorge.

Radioiodtherapie

Damit das radioaktive Iod bestmöglich in die verbliebenen Schilddrüsenzellen aufgenommen werden kann, ist zum Zeitpunkt der Radioiodherapie ein hoher TSH-Spiegel erforderlich. TSH ist ein von der Hypophyse freigesetztes Hormon, das die Schilddrüsenfunktion regelt. Da die so genannte endogene TSH-Stimulation einen Schilddrüsenhormonentzug über mehrerer Wochen voraussetzt, der von vielen Patienten als unangenehm empfunden wird, kann heute als Vorbereitung für die Radioiodtherapie eine medikamentöse Stimulation mit rekombinantem TSH erfolgen.

Individuelle und interdisziplinäre Therapiekonzepte

Voraussetzung hierfür ist, dass bei der Diagnosestellung noch kein weit fortgeschrittenes Stadium vorliegt, dann kann sowohl die Ersttherapie zur Beseitigung des Schilddrüsenrestes als auch die in den Leitlinien geforderte Therapiekontrolle nach ca. sechs Monaten unter diesen Bedingungen erfolgen. Falls iodspeichernde Metastasen eines Schilddrüsenkarzinoms vorliegen, können auch diese mit radioaktivem Iod behandelt werden. Bei fortgeschrittenen Erkrankungen kommen individuelle und interdisziplinäre Therapiekonzepte zur Anwendung. Die weitere Nachsorge erfolgt bei unkompliziertem Verlauf überwiegend ambulant.

Hormonproduzierende Tumoren

Neuroendokrine Tumoren (NET) sind relativ seltene Tumoren, haben aber oft die Eigenschaft, spezielle Hormone zu produzieren und freizusetzen, die erhebliche klinische Symptome hervorrufen können. Eine Besonderheit der NET ist, dass sie spezielle Rezeptoren an ihrer Zelloberfläche tragen, die als Andockstelle für das Hormon Somatostatin dienen. Die stark erhöhte Dichte dieser Somatostatinrezeptoren (SSTR) an den Tumorzellen macht diese Tumoren der nuklearmedizinischen Diagnostik (konventionelle Szintigraphie und PET/CT) und Therapie gut zugänglich. Das Prinzip der rezeptorvermittelten Radiopeptidtherapie beruht auf der Verabreichung therapeutisch wirksamer Beta-Strahler (Yttrium-90 oder Lutetium-177), die an Somatostatinanaloga (Peptide wie DOTA-TOC oder DOTA-TATE) gebunden sind. Die Gabe dieser Substanzen ermöglicht eine interne Strahlentherapie, die direkt auf die Tumorzellen wirkt und das gesunde Gewebe weitgehend schont.    

Weitere Therapiemöglichkeit

Wenn Patienten an einem stark metastasierten Tumor leiden (z.B.“ Karzinoid“, Insulinom, Gastrinom, Vipom etc.), kann die rezeptorvermittelte Radiopeptidtherapie additiv zu der Standardtherapie (Operation, lokale Behandlungsverfahren, Biotherapie mit Sandostatin/Interferon, Chemotherapie) eine zusätzliche, viel versprechende Therapieoption darstellen.

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