Unsere Notaufnahme

Die Notaufnahme des Helios Klinikums Berlin-Buch ist rund um die Uhr geöffnet. Sie steht allen Patienten mit akuten gesundheitlichen Problemen offen. Manchmal kommt es zu Wartezeiten – warum, erfahren Sie hier.

Die Notaufnahme – auch Rettungsstelle genannt – behandelt Patienten, die akute gesundheitliche Probleme haben. Das kann sehr hohes Fieber sein, Verletzungen nach einem Unfall oder ein Herzinfarkt. Die Spezialisten in unserer Notaufnahme kümmern sich um alle Patienten in jedem Alter und in jedem Zustand.

Allerdings sind Wartezeiten in Notaufnahmen kaum vermeidbar: Das Patientenaufkommen ist nicht planbar, außerdem gibt es nur bestimmte personelle, technische und räumliche Ressourcen. Daher können meistens nicht alle Patienten unmittelbar behandelt werden.

Die erste Entscheidung über die Reihenfolge der Behandlung erfolgt über das so genannte Manchester Triage System (MTS). Denn behandelt werden die Patienten – anders als beim Haus- oder Facharzt – nicht nach dem Zeitpunkt der Ankunft, sondern nach der Schweregrad der Erkrankung bzw. der Verletzung.

Wie wird die Dringlichkeit eingeschätzt?

Speziell geschultes und erfahrenes Klinikpersonal ermittelt standardisiert und systematisch anhand der angegebenen Beschwerden des Patienten dessen Erkrankungs- bzw. Verletzungsschwere. Diese werden dann einer farbkodierte Kategorie im 5-stufigen MTS zugeordnet. Dadurch entstehen unterschiedlichen Behandlungsprioritäten.

  • Kategorie Rot: Sofortige Behandlung!

Alle laufenden untergeordneten Tätigkeiten werden sofort unterbrochen, um die Behandlung des Patienten unmittelbar einzuleiten. Hier handelt es sich zum Beispiel um Patienten mit lebensbedrohlichen Verletzungen, um Patienten mit akutem Herzinfarkt oder Schlaganfall.

  • Kategorie Orange: Sehr dringende Behandlung!

Die Behandlung sollte innerhalb von 10 Minuten erfolgen. Hier handelt es sich zum Beispiel um Patienten mit schweren Verletzungen und offenen Wunden, um Patienten mit Atemnot oder Bewusstseinsstörungen.

  • Kategorie Gelb: Dringende Behandlung!

Die Behandlung sollte innerhalb von 30 Minuten eingeleitet werden.

  • Kategorie Grün: Normal

Die Behandlung sollte innerhalb von 90 Minuten eingeleitet werden.

  • Kategorie Blau: Nicht dringend

Die Behandlung sollte innerhalb vom 120 Minuten erfolgen.

Jedes Beschwerdebild und jedes Symptom hat eigene Erläuterungen, die eine Einordnung in das Manchester-Triage System ermöglichen. Es unterstützt die Arbeit der Ärzte bzw. des Fachpersonal und hilft dabei, die Dringlichkeit der Beschwerden des Patienten richtig einzuschätzen.

Je weniger Warnsignale der Patient vorweist, desto länger kann die Wartezeit sein.

Je leichter die Schmerzen sind und je weniger Symptome der Hilfesuchende hat, desto länger muss er warten, bis ihn ein Arzt untersucht.

Patienten der fünften Dringlichkeitsstufe warten am längsten

Zuerst identifizieren die Gesundheits- und Krankenpfleger die Personen mit hoher Behandlungsdringlichkeit. Dazu gehören unter anderem Patienten die nicht ansprechbar sind, einen Atemstillstand haben oder andere lebensbedrohliche Symptome.

Die anderen Patienten werden in den übrig gebliebenen Kategorien gruppiert. So entstehen für die Hilfesuchenden unterschiedliche Dringlichkeitsstufen. Um die notwendigen Therapiemaßnahmen einzuschätzen, bedarf es Fachkenntnisse und jahrelanger Erfahrung.

Wann in die Notaufnahme?

Immer öfter gehen Patienten auch mit leichten Beschwerden wie einem Schnupfen oder einer kleinen Wunde in die Notfallstation. Daher sind viele Notaufnahmen in Krankenhäusern überfüllt. Es kommt zu langen Wartezeiten und Ärger bei den Patienten. Mit folgenden Symptomen sollten Sie auf jeden Fall sofort in die Notaufnahme gehen oder die 112 wählen:

  • akute Atemnot
  • akut auftretender Brustschmerz
  • akute Blutungen
  • Frakturverdacht (Knochenbruch)
  • plötzliche Ohnmacht oder Bewusstseinsstörung
  • Lähmungserscheinungen
  • plötzlicher Sehverlust

Wir stehen für Ihre Fragen zu unserem Notfallzentrum gerne in den Sprechzeiten zur Verfügung.

Rettungsstelle Telefon: (030) 94 01-533 33

Sprechen Sie uns an

Prof. Dr. med. Christian Wrede

Chefarzt Notfallmedizin
Prof. Dr. med. Christian Wrede

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Telefon

(030) 94 01-54700