Möglichkeiten der endovaskulären Aneurysmatherapie

Wir bieten alle Möglichkeiten der endovaskulären Aneurysmatherapie. Seit 25 Jahren sind wir auf die Behandlung spezialisiert. Informieren Sie sich hier zur Durchführung unterschiedlicher Behandlungsmethoden.

Was ist ein zerebrales Aneurysma?

Das zerebrale Aneurysma ist eine krankhafte Aufweitung einer Hirnarterie. Ziel der Behandlung ist die Beseitigung der Blutungsgefahr. 

Weitere Informationen hier nachlesen.

Behandlung eines Aneurysmas mit Platinspiralen (Coiling)

Die klassische Kathetermethode ist das Ausfüllen des Aneurysmasackes mit ablösbaren Platinspiralen nach akuter Blutung aus dem Aneurysma (SAB). Computertomographie mit SAB (a). Schmalhalsiges Aneurysma in der Gefäßaufgabelung (b). Unsubtrahiertes Angiographiebild mit deutlich sichtbaren  Platinspiralen im Aneurysma (c). Komplett verschlossenes Aneurysma mit regelrecht durchgängigen Hirnarterien (d).

Ballonprotektion (sog. Remodeling Technik)

Breitbasiges Aneurysma (Pfeil, a). Hier wird die sog. Remodeling-Technik eingesetzt. Hierbei wird ein Ballonkatheter im Trägergefäß so platziert, dass er den Aneurysmahals komplett überbrückt (Pfeile, b). Während der Entwicklung der Platinspiralen wird er kurzzeitig aufgefüllt, und nach Ballonentleerung verbleiben die modellierten Platinspiralen im Aneurysma (c). Das Aneurysma ist komplett verschlossen (d).

Angiografie bzw. Röntgenaufnahme der Remodeling Technik
Ballonprotektion (sog. Remodeling-Technik)

Stentprotektion des Trägergefäßes

Für die Therapie breitbasiger Aneurysmen stehen selbstexpandierende Mikrostents zur Verfügung. Der sehr flexible Stent wird im Trägergefäß so implantiert, dass dieser den Aneurysmahals komplett überbrückt. Anschließend  wird das Aneurysma in üblicher Technik mit Spiralen ausgefüllt.

Die Abbildungen zeigen ein breitbasiges Aneurysma der Hirnstammarterie (a), das zu einer Hirnblutung geführt hatte. Rekonstruktion der Basilarisspitze mit 2 Mikrostents in Y-Technik (b), womit die Basilarisspitze rekonstruiert wird. Danach können die Platinspiralen sicher in das Aneurysma eingebracht werden (c). Die weißen Pfeile zeigen auf die röntgendichten Marker der Mikrostents.

Angiografie bzw. Röntgenaufnahme eines breitbasigen Aneurysmas der Hirnstammarterie.
Stentprotektion des Trägergefäßes
Literatur

Hartmann, M.: Interventionelle neuroradiologische Techniken, in: Schwab/Schellinger/Werner/Unterberg/Hacke (Hrsg):NeuroIntensiv, 2.Auflage, Springer 2011

CT zeigt eine Aneurysmabehandlung mit Platinspiralen.
Behandlung eines Aneurysmas mit Platinspiralen (Coiling)

Fluss steuernder Stent (sog. Flow Diverter)

Zu den neuesten Entwicklungen in der endovaskulären Therapie von Gefäßaussackungen gehören die sog. Flow Diverter-Stents (weiße Pfeile Abb. c), die aufgrund ihrer Beschaffenheit den Blutfluss am Aneurysma vorbeilenken und damit zu einer Thrombosierung des Aneurysmas führen. Diese Behandlungsmethode eignet sich vor allem für komplexe Aneurysmen, d. h. fusiforme, breitbasige Aneurysmen und Riesenaneurysmen.

Angiografie bzw. Röntgenaufnahme eines Flow Diverter-Stents.
Fluss steuernder Stent (sog. Flow Diverter)

Metallkörbchen

Neueste Entwicklung in der endovaskulären Therapie von Gefäßaussackungen der Hirnarterien ist das Einbringen von Metallkörpchen in das Aneurysma. Nach Implantation des Metallkörpchens in das Aneurysma stagniert der Bluteinstrom und die Blutungsgefahr ist gebannt.

Hier sehen Sie einen Fall mit großem Aneursma vor (a) und 6 Monate nach Behandlung (b, c) mit dem sog. WEB-Device® (d)

Angiografie bzw. Röntgenaufnahme eines Metallkörbchens zur Behandlung eines großen Aneurysmas.
Metallkörbchen

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Prof. Dr. med. Marius Hartmann

Chefarzt Institut für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie
Prof. Dr. med. Marius Hartmann

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