Interdisziplinäre Multimodale Schmerztherapie (IMST)

Chronischen Rückenschmerzpatienten bieten wir außerdem die interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie an. In einem 2-wöchigen Aufenthalt erfolgt eine intensive Betreuung durch ein engagiertes Team aus Schmerztherapeuten, Psychologen, Physio- und Ergotherapeuten.

Tumoren der Wirbelsäule

Die onkologische Wirbelsäulenchirurgie ist neben degenerativen und osteoporotischen Wirbelsäulenerkrankungen unser größter operativer Schwerpunkt und umfasst das gesamte Spektrum von primären Knochentumoren über Wirbelsäulenmetastasen bis hin zu Tumoren innerhalb und außerhalb des Rückenmarks.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Metastasen der Wirbelsäule und primären Tumoren, die direkt aus der Wirbelsäule entstehen.

Zudem gibt es Tumoren die im Wirbelsäulenkanal entstehen. Die häufigsten entstehen aus dem Rückenmark, sog. Ependymome, aus den Rückenmarkshäuten, sog. Meningeome oder aus den peripheren Nervenzellen, sog. Schwannome oder Neurinome.

Insbesondere Wirbelsäulenmetastasen erfordern eine hervorragende interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Neurochirurgie, Neuroradiologie, Neuropathologie, Strahlentherapie und Onkologie. Daher werden alle onkologischen Patienten in unserem interdisziplinären Tumorboard besprochen, um bestmögliche individuelle Therapiekonzepte zu erstellen.

Links: CT eines primären Knochentumors, sog. Chordom des 11. Brustwirbels. Rechts: MRT mit Kontrastmittel. Der Tumor führt bereits zu Druck auf das Rückenmark aus.

Eine Operation einer Wirbelsäulenmetastase ist immer dann notwendig, wenn ein neurologischer Ausfall oder eine Instabilität besteht oder droht. So kann ein Querschnitt im besten Fall rückgängig gemacht oder verhindert werden. Denn auch ein Patient mit einer evtl. lebensverkürzenden Tumorerkrankung hat ein Recht auf Lebensqualität, auch am Ende seines Lebens. Der Erhalt oder die Wiedererlangung der Gehfähigkeit ist entscheidend, um im Alltag so gut es geht selbständig und unabhängig zu bleiben.

Sollte eine Operation notwendig werden, wird diese nach modernsten Standards im Bereich der gesamten Wirbelsäule angeboten. Für notwendige Instrumentierungen setzen wir modernste innovative Implantate und Stabilisierungssysteme aus speziellem Carbonfaser-verstärktem Kunststoff ein. Diese sind genauso stabil, wie herkömmliche Titanimplantate, haben aber die besondere Eigenschaft, wenig Rausch-Artefakte in der Bildgebung, v.a. bei der Magnetresonanztomografie zu machen, um eine optimale Planung einer postoperativen Strahlentherapie und notwendige regelmäßige bildgebende Verlaufskontrollen zu ermöglichen. Hier ist unsere Klinik nicht nur führend im klinischen Einsatz dieser Implantate, sondern auch aktiv an der Erforschung und Entwicklung dieser Implantate beteiligt.

Tumoren innerhalb (intramedullär) und außerhalb (extramedullär) des Rückenmarks

Zu den häufigsten intraspinalen Tumoren im Bereich des Rückenmarks gehören Ependymome, Neurinome und Meningeome. Diese werden standardmäßig unter dem Mikroskop operiert und Neuromonitoring angewendet, um eine möglichst sichere und schonende Entfernung zu ermöglichen. Hier stehen uns neben dem Neuromonitoring, das modernste auf dem Markt erhältliche OP-Mikroskop zur Verfügung mit dem nicht nur die hervorragende Bildqualität die Operation erleichtert, sondern auch eine Anfärbung des Tumors mit dem Farbstoff Fluorescein und 5- ALA  (5-Aminolävulinsäure) ermöglicht wird, die helfen kann den Tumor besser vom Rückenmark zu unterscheiden. Mittels des Farbstoffs kann der Tumor unter bestimmtem Licht zum Leuchten gebracht und so besser sichtbar gemacht werden.

Sprechen Sie uns an!

Falls Sie sich für eine Wirbelsäulenbehandlung interessieren, vereinbaren Sie einen Termin in unseren Sprechzeiten. Wir beraten Sie gerne.  

So erreichen Sie uns

Kontakt

Prof. Dr. med. Yu-Mi Ryang

Chefärztin Klinik für Neurochirurgie & Zentrum für Wirbelsäulentherapie
Prof. Dr. med. Yu-Mi Ryang

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