Infektionen der Wirbelsäule

Die sog. Spondylodiszitis, ist eine schwere durch Bakterien hervorgerufene Entzündung der Bandscheibe und angrenzenden Wirbelkörper und kann in fortgeschrittenem Stadium zu einer schweren Zerstörung der betroffenen Bandscheibe und Wirbelkörper mit neurologischen Ausfällen, und Instabilität führen.

Ursachen sind häufig ein geschwächtes Immunsystem aufgrund von Vorerkrankungen wie Diabetes oder Niereninsuffizienz oder Erkrankungen wie die rheumatoide Arthritis, die die dauerhafte EInnahme von Kortison oder anderen immunsupprimierenden Medikamenten erforderlich machen. Aber auch eine schwere Herzklappenentzündung, schwere Sepsis oder Voroperation im Bereich der Wirbelsäule kann eine Spondylodiszitis verursachen. Eine unkomplizierte Spondylodiszitis kann zunächst konservativ mit den richtigen, sog. keim-gerechten Antibiotika behandelt werden. Liegt jedoch eine komplizierte Spondylodiszitis vor, z.B. mit neurologischen Ausfällen, Instabilität oder auch ausgedehnten Abszessen im Spinalkanal oder neben der Wirbelsäule, so ist häufig eine operative Versorgung lebensnotwendig. 

Bei einem reinen intraspinalen Abszess oder Empyem kann eine alleinige operative Entlastung des Eiters ausreichen, bei Befall der Bandscheibe und der angrenzenden Wirbelkörper ist je nach Ausmaß eine stabilisierende Operation mittels Schrauben-Stab-System evtl. auch mit Ausräumung der Bandscheibe und Ersatz mittels eines Cages notwendig.

Die operative Stabilisierung bringt Ruhe in das entzündete Wirbelsäulensegment, was zum einen zu einer sofortigen Schmerzlinderung führt und zum anderen eine schnellere Heilung fördert.

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Prof. Dr. med. Yu-Mi Ryang

Chefärztin Klinik für Neurochirurgie & Zentrum für Wirbelsäulentherapie
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