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Nephrologie

Akutes Nierenversagen: Die Nierenfunktion schnell wiederherstellen

Wenn die Funktion Ihrer Nieren plötzlich nachlässt, kann sich Ihr Körper nicht mehr entgiften. Wir bieten Ihnen in unserer nephrologischen Abteilung die optimalen Voraussetzungen, um die Ursache des akuten Nierenversagens schnell zu ermitteln – und individuell zu behandeln.

Die Hauptaufgabe der beiden Nieren ist die Produktion von Harn, um Giftstoffe aus dem Körper auszuscheiden. Bei einem Nierenversagen ist die Entgiftung nicht mehr gewährleistet, so dass sich gefährliche Stoffe im Blut ansammeln können.

Lässt die Nierenfunktion allmählich nach, spricht man von einer chronischen Nierenschwäche. Ein akutes Nierenversagen (ANV) liegt vor, wenn die Urinbildung plötzlich aussetzt – im Laufe von Stunden oder Tagen.

Bemerkbar macht sich akutes Nierenversagen durch abnehmende oder sogar aussetzende Harnproduktion. Durch die Überwässerung des Körpers kann sich Flüssigkeit in der Lunge oder den Beinen ansammeln. Zudem sind Störungen im Salzhaushalt möglich, die eine gefährliche Übersäuerung (Azidose) zur Folge haben können.

Diagnose: Ursache des Nierenversagens klären

In unserer Nephrologie bieten wir eine schnelle spezialisierte Diagnostik, um mögliche lebensbedrohliche Folgen eines akuten Nierenversagens zu vermeiden. Dabei gilt es zunächst, die Ursache der Nierenschwäche zu ermitteln. Grundsätzlich lassen sich drei Ursachen für ein akutes Nierenversagen unterscheiden:

  1. Ursachen vor der Niere (prärenales ANV): plötzliche Verschlechterung der Nieren-Durchblutung , z. B. durch Unfälle, Operationen, Blutgerinnsel oder Nebenwirkungen von Medikamenten
  2. Ursachen in der Niere (renales ANV): Schädigungen der Gefäße, z. B. durch Vergiftung, Sauerstoffmangel oder eine schwere Nierenentzündung
  3. Ursachen hinter der Niere (postrenales ANV): gehemmter Urinabfluss, z. B. durch Nierensteine, Entzündungen, Tumore oder eine vergrößerte Prostata

Zur Ermittlung der Ursache gehört neben einem ausführlichen Gespräch eine gründliche Untersuchung. Dabei kontrollieren wir unter anderem Ihren Puls, Blutdruck, Blut und Urin.

Zudem suchen wir Ihren Körper nach möglichen Ablagerungen von Flüssigkeit (Ödemen) ab. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Röntgen können ebenfalls zum Einsatz kommen.

Therapie: Auf die Ursache abstimmen

Im ersten Schritt leiten wir gezielte Gegenmaßnahmen ein, etwa indem wir Flüssigkeitsmangel ausgleichen, zu niedrigen Blutdruck anregen, unverträgliche Medikamente absetzen oder Hindernisse im Urinabfluss entfernen. Wenn möglich, kurbeln wir die Nierenfunktion im nächsten Schritt mithilfe von Medikamenten wieder an.

Ihre Behandlung stimmen wir individuell ab – entsprechend der ermittelten Ursache für Ihr akutes Nierenversagen.

Fachbereich Nephrologie im Helios Klinikum Berlin-Buch

Bis die Nieren wieder stabil arbeiten, kann ein sogenanntes „Nierenersatzverfahren“ nötig werden. Dabei handelt es sich um Verfahren zur Blutreinigung, die die Entgiftungsfunktion der Nieren übernehmen.

In der Regel erholen sich die Nieren nach eingeleiteten Therapiemaßnahmen schnell, sodass sich die Urinproduktion und die Regulierung des Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalts wieder normalisieren. Bis die Nierenfunktion komplett wiederhergestellt ist, können allerdings Wochen oder Monate vergehen.