Stereotaktische Bestrahlung und Afterloading

Die Radioonkologie bildet zusammen mit der operative und chemotherapeutischen Behandlung die drei Säulen der Tumortherapie. Dabei legen wir größten Wert auf medizinische Qualitäts- und Servicestandards unter dem Motto „sicher & individuell“.

Radioonkologie

Die rasante Entwicklung der Computertechnik ermöglicht heute eine Strahlenbehandlung mit nie da gewesener Präzision und Effizienz. Wir bieten eine Reihe der modernsten Anlagen für die Präzisionsstrahlentherapie von Lebertumoren.  

Ärztliche Kompetenz ist in unserem Team eng verzahnt mit der Erfahrung speziell ausgebildeter Medizinphysiker, Medizinisch-Technisch-Radiologischen Assistenten (MTRA) und dem Fachpflegepersonal. In Abhängigkeit der Erkrankung kann die Bestrahlung entweder allein oder in Kombination mit anderen Verfahren eingesetzt werden.  

Welche Therapie angebracht ist, beraten wir regelmäßig in interdisziplinären Tumorkonsilen, an dem auch niedergelassene Kollegen teilnehmen können. Hiermit wird gemeinsam mit dem Patienten über die für ihn optimale Behandlung entschieden. Vor- und Nachsorge werden in enger Kooperation mit niedergelassenen Kollegen durchgeführt. Hier betonen wir ausdrücklich eine offene Kommunikation zwischen Arztpraxis und Klinik.  

Präzisionsstrahlentherapie

Die stereotaktische Bestrahlung stellt eine technisch aufwändige Sonderform der Bestrahlung von außen dar. Die moderne Technologie ermöglicht eine Art Operation ohne Skalpell. Sie wird bei Lebermetastasen und primären Lebertumoren angewandt, die aufgrund der Lage und der Nähe oder Infiltration von Risikostrukturen wie z.B. der Gefäße nicht chirurgisch oder lokal ablativ angegangen werden können. Dazu werden die genauen Koordinaten des Zielgebietes dreidimensional ermittelt und dargestellt.

Die Bestrahlung erfolgt punktgenau mit einem Röntgenstrahl. Zu den besonderen Leistungen unserer Klinik gehört die „intensitätsmodulierte Radiotherapie“ (IMRT). Hinter diesem Zungenbrecher verbirgt sich eine neue Möglichkeit der Bestrahlung. Sie verbessert die Anpassung der Bestrahlungsfelder und damit auch die Dosisverteilung an die Tumorgeometrie. Die Folge: Dem Tumor kann bei gleichzeitiger Schonung des umgebenden Gewebes mit einer höheren Strahlendosis zu Leibe gerückt werden.  

Image-guided Radiation Therapy (IGRT)

IGRT ist eine Fortführung der modernen Bestrahlungsmethoden, die sich in vielerlei Hinsicht von der herkömmlichen Strahlentherapie unterscheidet. Einzigartig ist, dass hier CT-Bildgebung und Bestrahlungsgerät in einer Maschine vereint sind. Mittels eines rotierenden Beschleunigers können sowohl CT-Bilder erzeugt als auch Tumore bestrahlt werden.  

Durch die unmittelbare Bildgebung vor der Bestrahlung kann die Lagerung des Patienten überprüft, gegebenenfalls eine Korrektur des Zielvolumens durchgeführt und damit eine adaptive Strahlentherapie erreicht werden. Auf diese Art und Weise können sowohl sehr kleine Tumore an einer schwierigen Stelle als auch große Tumore sehr präzise intensitätsmoduliert bestrahlt werden. Gleichzeitig werden dabei die umliegenden strahlenempfindlichen Organe bestmöglich geschont.  

Brachytherapie

Die Brachytherapie bezeichnet die Bestrahlung von innen. Ähnlich wie bei der Radiofrequenzablation (RFA) wird in Zusammenarbeit mit den Kollegen der Interventionellen Radiologie durch die Haut ein Applikator in den Tumor platziert. Dadurch wird die Strahlenquelle direkt in das Tumorgewebe gelegt, die es von innen heraus bestrahlt. Dort gibt sie in genau berechneter Weise Strahlung ab. So wird eine hohe Strahlendosis im gewünschten Gebiet erzielt und das umgebende gesunde Gewebe geschont.

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Prof. Dr. med. Frank Kolligs

Chefarzt der Inneren Medizin und Gastroenterologie
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Chefarzt Strahlentherapie und Radioonkologie
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