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Vorhofflimmern: Hintergrund und Behandlungsformen

Einen erhöhten Herzschlag nach körperlicher Anstrengung hat wohl jeder schon einmal erlebt. Tritt das Herzrasen aber unvermittelt und ohne Anlass auf, kann das ein Anzeichen für eine Herzerkrankung wie Vorhofflimmern sein.

Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung. In Europa sind rund 4,5 Millionen Patienten davon betroffen. Die häufigsten Ursachen für Vorhofflimmern sind Bluthochdruck, Herzschwäche und Erkrankungen der Herzkranzgefäße.

Die Beschwerden bei Vorhofflimmern sind vielfältig und reichen von Herzstolpern und Schwindel über Abgeschlagenheit und Brustschmerzen bis hin zu Atemnot. Das größte Folgerisiko ist ein Schlaganfall durch verschleppte Blutgerinnsel aus dem linken Herzvorhof. Je nach Alter und weiteren Erkrankungen des Patienten liegt das Schlaganfall-Risiko bei bis zu 25 Prozent pro Jahr.

Schlaganfälle zu verhindern, ist deshalb eines der wichtigsten Therapieziele bei der Behandlung von Vorhofflimmern. Die Vorbeugung erfolgt meist über eine Therapie mit blutgerinnungshemmenden Medikamenten, die individuell für jeden Patienten angepasst wird.

Therapie-Strategien

Zur Behandlung der Rhythmusstörung selbst werden zwei grundsätzliche Prinzipien verfolgt:

  1. Frequenzkontrolle: Bei der Frequenzkontrolle wird nicht das Vorhofflimmern selbst behandelt. Lediglich die Herzfrequenz wird durch entsprechende Medikamente kontrolliert.
  2. Rhythmuskontrolle: Bei der Rhythmuskontrolle zielen Medikamente und Maßnahmen auf die Wiederherstellung und den Erhalt des normalen Herzrhythmus.

Welche Therapieform sich jeweils besser eignet, entscheiden die behandelnden Spezialisten abhängig von individuellen Faktoren.

Ablation: Krankhafte Muskelerregungen unterbinden

Eine vergleichsweise neue Therapieform bietet die Katheterablation. Dabei werden krankhafte Muskelerregungen, die den Herzrhythmus stören, über die Zufuhr von Energie unterbunden („verödet“). Als Energiequelle für die Ablation kommen sowohl Hochfrequenzstrom (Hitze), als auch Kälteenergie bis minus 80° C in Frage.

Nachdem wir in unserer Klinik in den vergangenen Jahren beide Techniken erprobt haben, setzen wir heute überwiegend auf Kälteenergie mittels eines Ballonkatheters. Ausschlaggebend dafür sind ein niedriges Risiko und gute Erfolgsraten. Bei einigen Patienten erfordert eine erfolgreiche Therapie allerdings mehr als einen Eingriff.

Im Anschluss an die Ablation wird die Gerinnungshemmung zunächst fortgesetzt. Zur Nachbetreuung sind Sie in unserer Spezialambulanz bestens aufgehoben.