Expertise bei regionalen Oberflächen- und Tiefenhyperthermien

Die regionale Oberflächen- und Tiefenhyperthermie hat eine langjährige Tradition am Gesundheitsstandort Berlin-Buch.

Die Hyperthermie ermöglicht, die Tumorbehandlung unserer Patienten noch weiter zu verbessern. Unser Zentrum gilt als eines der erfahrensten Hyperthermie-Zentren deutschlandweit.

Tumorbekämpfung durch gezielte Übererwärmung

Bei der Hyperthermie wird die gezielte Überwärmung von Tumoren auf etwa 40 bis 44 Grad Celsius mittels eingestrahlter elektromagnetischer Radiowellen erreicht. Diese Therapiemethode wird am Standort Buch seit dem Jahr 2000 in Kombination mit Strahlen- und/oder Chemotherapie eingesetzt.

Die Tiefenhyperthermie und Oberflächenhyperthermie

Die regionale Tiefenhyperthermie oder die lokale Oberflächenhyperthermie werden im Helios Klinikum Berlin-Buch derzeit nahezu ausschließlich in klinischen Studien durchgeführt. Aufgrund rechtlicher Vorgaben kann dieses Verfahren nur in Kombination mit Chemo- und/oder Strahlentherapie eingesetzt werden. Eine alleinige Hyperthermie oder eine Ganzkörperhyperthermie werden nicht angeboten.

Das Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Überwärmung". Heute bezeichnet sie eine wärmebasierte Behandlungsmethode gegen Krebs, die stets gemeinsam mit Strahlentherapie und/oder Chemotherapie eingesetzt werden sollte. Sie führt dazu, dass Strahlen- und Chemotherapie optimaler wirken.

Krebszellen sind hitzeempfindlicher als gesunde Zellen; Effekte gibt es bereits ab 40 Grad Celsius. Wenn wir sie auf 42 bis 43 Grad Celsius erwärmen, sterben bereits viele von ihnen ab. Außerdem entstehen im Tumorgewebe so genannte Hitzeschockproteine: Eiweißstoffe, die das Immunsystem aktivieren. Die körpereigene Abwehr sendet nun „Fress- und Killerzellen“ aus, um den Tumor anzugreifen. Da diese hohen Temperaturen nicht überall in den tumorbefallenen Bereichen erreicht werden, nutzt man vor allem den sensibilisierenden Effekt der Hyperthermie aus.  

Insbesondere bei lokal fortgeschrittenen ausgedehnten oder rezidivierten Tumoren verspricht man sich von der zusätzlichen Hyperthermie im Rahmen einer multimodalen Krebstherapie einen Vorteil. Hier basiert der Einsatz der Hyperthermie auf bestimmten strahlenbiologischen Grundlagen.

Ausgedehnte Tumore sind normalerweise im Zentrum schlecht durchblutet, so dass durch Sauerstoffmangel und fehlende Nährstoffversorgung einzelne Tumoranteile absterben können. In diesen Arealen wirkt Strahlentherapie deutlich schlechter (bis zu einem Faktor von 2,8) und die in unmittelbarer Umgebung dieser abgestorbenen Tumoranteile liegenden Zellen sind strahlenresistent. Die Hyperthermie erwärmt die schlecht durchbluteten zentralen Tumoranteile und kann hier sogar bei Temperaturen von über 43 Grad Celsius zellenabtötend wirken. Somit ergänzen sich Hyperthermie, Strahlen- und Chemotherapie sehr effektiv.

Die regionale Tiefenhyperthermie ist eine Methode zur Überwärmung von tiefliegenden, lokal fortgeschrittenen Tumoren. Die Überwärmung erfolgt durch Einstrahlung von elektromagnetischen Wellen mittels eines Antennensystems.

Diese Hyperthermiemethode wird eingesetzt zur Erwärmung von oberflächlich liegenden Tumoren, wobei der Applikator direkt auf das Therapiegebiet aufgelegt wird.

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Prof. Dr. med. Robert Krempien

Chefarzt Strahlentherapie und Radioonkologie
Prof. Dr. med. Robert Krempien

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