Operationen an Ohr und Schädelbasis: Erfahrung und Umsicht bei komplexen Eingriffen

Operationen am Ohr und an der Schädelbasis erfordern viel Erfahrung und Geschick vom Operateur. In unserer HNO-Klinik verbinden wir die Vorteile einer modernen technischen Ausstattung mit den Spezialkenntnissen und der Routine von erfahrenen Operateuren.

Hörstörungen können eine Vielzahl von Ursachen haben und betreffen Menschen aller Altersgruppen. Bei Erkrankungen oder Verletzungen des Ohrs kann eine Operation die Hörfunktion in vielen Fällen deutlich verbessern.

Wir bieten Ihnen folgende Operationen an:

Der häufigste Grund für eine Operation am Ohr ist eine chronische Entzündung. Diese kann durch eine andauernde Mittelohrentzündung oder durch gutartige Wucherungen (Cholesteatom) hervorgerufen werden. Daraus entsteht eine sogenannte Schallleitungsschwerhörigkeit: Der Schall kann nicht mehr richtig vom Trommelfell in das Innenohr geleitet werden, die Patienten hören „wie durch Watte“. In einem Eingriff entfernen wir das entzündliche Gewebe und rekonstruieren die Gehörknöchelchenkette und das Trommelfell.

Bei der Otosklerose kommt es zu einer Verknöcherung im Mittel- und Innenohr. Die aus den drei Elementen Hammer, Amboss und Steigbügel bestehende Gehörknöchelchenkette kann nicht mehr richtig schwingen, der Schall gelangt nicht bis zum Innenohr. Auch hier ist eine meist sehr langsam fortschreitende Schallleitungsschwerhörigkeit die Folge. In manchen Fällen kann sich auch ein störendes Ohrgeräusch (Tinnitus) entwickeln. Ist das Innenohr von der Verknöcherung betroffen, kommt es auch zu Schwindel.  

Eine Otosklerose ist häufig erblich bedingt und betrifft schon sehr junge Menschen. Frauen sind dabei häufiger betroffen als Männer.  

Durch einen mikrochirurgischen Eingriff können wir die knöchernen Wucherungen entfernen und den Steigbügel durch eine Prothese ersetzen (Stabesplastik). Die Gehörknöchelchenkette kann wieder schwingen und das Hörvermögen wird wiederhergestellt.

An der Schädelbasis – oberhalb von Nase, Nasennebenhöhlen und Augen oder seitlich oberhalb des Ohres – können sich im Schädelinnern Tumoren bilden (Akustikusneurinom). Diese sind meist gutartig und wachsen langsam. Sie bilden auch keine Tochtergeschwülste (Metastasen).  

Da Tumoren des Akustikusneurinoms sehr langsam wachsen, beobachten wir diese in den meisten Fällen nur. Werden die Tumoren größer, können sie den Hörnerv oder Nerven im Gesicht beeinträchtigen. Hörminderung oder Gesichtslähmungen können die Folge sein. Auch Schwindel gehört zu den Begleiterscheinungen.  

Durch die sensible Lage der Tumoren sind operative Eingriffe sehr schwierig und erfordern viel Erfahrung und Umsicht. In unserer Klinik profitieren die Patienten von der Behandlung im fachübergreifenden Team aus HNO-Spezialisten, Neurochirurgen, Neuroradiologen, Augenspezialisten, Strahlentherapeuten und Nuklearmedizinern.

Kontakt

Prof. Dr. med. Marc Bloching

Chefarzt Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Telefon

(030) 9401-54100

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