Gesunder Schlaf: Standardverfahren und neue Konzepte

Atempausen in der Nacht werden von den Betroffenen zumeist selbst nicht wahrgenommen, können aber für das Herz-Kreislaufsystem weitreichende Folgen haben.

Wissenschaftlich erwiesen steigt das Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle deutlich, wenn Atempausen im Schlaf auftreten. Diese sind in den meisten Fällen als mechanischer Verschluss des Atemweges zu beobachten. Der Zungengrund oder das Gaumensegel verschließen den Luftweg. Erst wenn der dadurch entstehende Sauerstoffmangel zur Ausschüttung von Stresshormonen führt, wird eine Weckreaktion ausgelöst um den Atemweg wieder zu öffnen – oft nur für ein paar Atemzüge, bis die Muskulatur im Schlund wieder erschlafft und der Atemweg zufällt.

Wie behandeln?

Goldstandard in der Behandlung ist eine Atemmaske (nCPAP), die Patienten in der Nacht tragen müssen, um mit leichtem Überdruck den Atemweg zu unterstützen. Alternativ können in ausgewählten Fällen auch Zahnschienen das Schnarchen und die Atempausen reduzieren.

Das operative Spektrum der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde sieht zahlreiche OP-Methoden vor, die gute Ergebnisse zeigen. Eine Auswahl des richtigen operativen Verfahrens für den einzelnen Patienten entscheidet maßgebend über den operativen Erfolg.

Eine weitere Therapiealternative zur Beatmungsmaske ist der Zungengrundschrittmacher, welcher 2015 in der Helios HNO-Klinik in Buch erstmalig in Berlin auf Kassenkosten implantiert wurde. Dieses neue Konzept unterstützt die Zungen- und Rachenmuskulatur durch nächtliche Impulse und bewirkt so die Öffnung des Atemweges.