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Lebensstil, Viren und Schadstoffe

Die drei größten Risikofaktoren für Kehlkopfkrebs

Die drei größten Risikofaktoren für Kehlkopfkrebs

Die häufigste Tumorerkrankung im Kopf-Hals-Bereich stellt der Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom) dar. Dabei leiden Männer siebenmal häufiger an Kehlkopfkrebs als Frauen. Doch warum ist das so?

Der Kehlkopf (Larynx) befindet sich am Übergang des Rachens und trennt die Speiseröhre von der Luftröhre. Er besitzt drei Funktionen: Er ermöglicht das Sprechen und Atmen, gleichzeitig verhindert er, dass Nahrung in die Luftröhre gelangt.

1.  Risikofaktoren

Wie und warum Kehlkopfkrebs genau entsteht, ist nach jetzigem Wissenstand nicht genau bekannt. Experten gehen jedoch davon aus, dass an der Entstehung viele Faktoren beteiligt sind.

Rauchen ist der Hauptrisikofaktor für Kehlkopfkrebs. Wer beispielsweise 20 Jahre lang 20 Zigaretten am Tag geraucht hat, der hat ein signifikant höheres Risiko an Kehlkopfkrebs zu erkranken. Das Risiko scheint zu steigen, wenn die Patienten zusätzlich zum Tabak auch übermäßig Alkohol konsumieren. Anscheinend vervielfacht Alkohol die Wirkung von Karzinogenen. Bei einem Konsum von etwa einer Flasche Wein oder 1,5 Liter Bier täglich steigt das Risiko besonders. Beide Risikofaktoren fördern in direkter Weise die Entstehung entarteter, bösartiger Zellen im Hals. Diese Zellen wachsen dann ungehindert weiter und führen zu einem Larynxkarzinom.

Auch wer nach einer erfolgreichen Kehlkopfkrebs-Therapie (weiter) raucht, setzt sich einem stark erhöhten Risiko für einen Rückfall aus, da die Schleimhäute am Kehlkopf bereits vorgeschädigt und dadurch anfälliger für die schädlichen Substanzen des Tabakrauchs sind.

2. Bestimmte Viren stehen in Verdacht

Humane Papillomaviren (HPV) stehen im Verdacht ebenfalls Kehlkopfkrebs zu begünstigen. Besonders gilt das für den Typ HPV 16. Bei einigen Patienten wurde in den veränderten Krebszellen das Erbgut bestimmter Viren gefunden. Ihre tatsächliche Bedeutung für die Entstehung eines Larynxkarzinoms ist aber noch nicht abschließend geklärt.

3. Chemische Substanzen

Wenn Menschen an ihrem Arbeitsplatz über Jahre hinweg bestimmten schädlichen Stoffen ausgesetzt sind, kann sich die Wahrscheinlichkeit für Kehlkopfkrebs signifikant erhöhen. Zu den Schadstoffen gehören u. a.:

  • Asbest
  • Nickel
  • Chrom
  • Arsen
  • polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (beispielsweise Benzpyren)
  • Benzol
  • Zement
  • Hartholzstäube


Gesetzliche Maßnahmen sollen davor schützen, mit diesen Stoffen in Kontakt zu kommen und somit das Risiko einer Krebserkrankung zu senken. Kehlkopfkrebs, welcher durch Asbest im Beruf hervorgerufen wurde, kann als Berufskrankheit anerkannt werden.