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Maligne Lymphome

Maligne Lymphome

Maligne Lymphome

Maligne Lymphome sind eine Gruppe von Erkrankungen bei denen bei denen eine Untergruppe der weißen Blutzellen, die sogenannten Lymphozyten bösartig verändert sind.

Maligne Lymphome

Maligne Lymphome sind eine Gruppe von Erkrankungen bei denen bei denen eine Untergruppe der weißen Blutzellen, die sogenannten Lymphozyten bösartig verändert sind. Es gibt mehr als 50 verschiedene Einzelerkrankungen die unter diesem Begriff zusammengefasst werden. Der Verlauf und die Behandlungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig.

Am Anfang der Diagnostik steht, die Entnahme einer aussagekräftigen Gewebeprobe. Danach folgt die sogenannte Ausbreitungsdiagnostik, bei der durch Untersuchungen wie Computertomografie (CT), Knochenmark-Biopsien, in speziellen Situationen auch endoskopische Untersuchungen festgestellt wird, welche Organe insgesamt betroffen sind. Durch Laboruntersuchungen werden weitere für die Prognose wichtige Merkmale erfasst.  

Man kann die malignen Lymphome in 2 große Gruppen zusammenfassen:

Aggressive Lymphome und Hodgkin-Lymphom:

Hierbei handelt es sich um Lymphome die ein relativ schnelles Wachstum aufweisen. Dabei können sich z.B. die Lymphknoten am Hals, in der Leiste aber auch an gewöhnlichen oder nicht unmittelbar zu beobachtenden Stellen wie oberhalb des Schlüsselbeins, zwischen den Lungenflügeln oder im Bauchraum stark vergrößern. Auch ein Befall außerhalb des Lymphdrüsensystems ist möglich; es können im Prinzip alle Organe befallen sein.

Kernbestandteil der Behandlung ist immer eine Chemotherapie, die bei vielen Untergruppen durch eine Antikörpertherapie ergänzt wird. In manchen Situationen wird im Anschluss an diese (Immun)-Chemotherapie eine Strahlentherapie durchgeführt. Das ist z.B. bei besonders großen Anfangsbefällen, bei großen Lymphomresten nach der Chemotherapie oder bei besonderen Lokalisationen sinnvoll. Wird mit der ersten Therapie kein ausreichender Erfolg erzielt oder kommt es zu einem Rückfall, so sind Hochdosistherapien gefolgt von Stammzelltransplantation mit eigenen (autolog) oder fremden (allogen) Stammzellen eine Möglichkeit, noch langfristige Erfolge zu erzielen.

Die Lymphome dieser Gruppe sind auch im ausgebreiteten Zustand grundsätzlich heilbar. Je nach Ausgangssituation erleben zwischen 50% bis über 90% der Patienten eine langfristige Krankheitsfreiheit. Die Behandlung dieser Lymphome ist ein besonderer Schwerpunkt unserer Klinik. Wir bieten die Teilnahme an klinischen Studien unter Verwendung neuester Medikamente an. Der Chefarzt unserer Klinik ist Vorstandsmitglied in der German Lymphoma Alliance, der Deutschen akademischen Studiengruppe für maligne Lymphome und leitet selbst klinische Studien in diesem Feld.

Indolente Lymphome:

Diese Lymphome zeichnen sich durch ein recht langsames Wachstum aus. In manchen Fällen können die Patienten auch ohne spezielle Therapie mit dem Lymphom einige Jahre leben. Besteht dann aufgrund der Symptomatik ein Behandlungsbedarf, so stehen heute vielfältige Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Neben der Chemo- und der Antikörpertherapie wurden erfolgreich neue Substanzklassen in die Therapie eingeführt. Ein Beispiel sind Immun-Checkpoint-Inhibitoren, Medikamente, die das patienteneigene Abwehrsystem veranlassen, gegen die bösartigen Zellen aktiv zu werden. Damit lassen sich nach Eintritt einer Behandlungsbedürftigkeit für den Patienten häufig sehr lange Krankheits- bzw. symptomfreie Zeiträume schaffen. Endgültig heilbar sind viele dieser Lymphome gegenwärtig aber nicht.

Die Behandlung wird bei diesen Lymphomen in den meisten Fällen ambulant durchgeführt. Hierzu kooperieren wir mit den niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in der Region, sodass die Therapie auch heimatnah durchgeführt werden kann. In fortgeschrittenen Fällen und bei Rückfällen können aber auch aggressivere, stationär durchzuführende Therapie notwendig sein.

Sprechen Sie uns gern an

Sie haben Fragen zu Malignen Lymphomen und deren Behandlungsmöglichkeiten, dann nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf.

Kontakt

Prof. Dr. med. Bertram Glaß

Chefarzt Hämatologie und Zelltherapie
Prof. Dr. med. Bertram Glaß

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Telefon

(030) 94 01-52100

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