Ablauf einer ambulanten Operation an der Haut

Kleinere Eingriffe bedürfen keiner stationären Überwachung und können ambulant und in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Die Gesundung erfolgt meist schneller und die Operation kann besser in den Alltag integriert werden.

Falls es die Diagnose zulässt, führen wir Operationen bevorzugt ambulant durch. Das bedeutet, dass die Patienten nur zur Operation in die Klinik kommen und am selben Tag wieder nach Hause gehen können. Die meisten gutartigen Hautveränderungen, Zysten oder Fettgeschwulste können ambulant entfernt werden. Aber auch viele bösartige Hautveränderungen wie zum Beispiel Hautkrebs und dessen Vorstufen entfernen wir, wenn medizinisch sinnvoll, mit einem ambulanten Eingriff.

Im Vorgespräch klären die Ärzte alle wichtigen Fragen rund um den Eingriff. Wir fragen auch nach Allergien oder Medikamenten und besprechen dann mit Ihnen, welche Medikamente Sie am Operationstag einnehmen dürfen und welche nicht. Der Ablauf der Operation wird Ihnen erläutert und Sie erhalten einen Termin für die Operation.

Sie melden sich zum vereinbarten Termin in der Poliklinik im Haus 202. Da die Operation in örtlicher Betäubung erfolgt, können Sie vorher Ihre Mahlzeiten wie gewohnt einnehmen. Vergessen Sie bitte nicht, Ihre Medikamente wie im Vorgespräch vereinbart einzunehmen.

Die ambulanten Operationen werden in unserem modern ausgestatteten Operationssaal durchgeführt. Dabei legen wir  großen Wert auf Einhaltung höchster Hygienestandards.  Wir wenden moderne Operationsverfahren und neueste Nahttechniken an und setzen weitestgehend Lasertechnik ein. Damit erzeugen wir möglichst wenig auffällige Vernarbungen, besonders an den sichtbaren Stellen der Haut.

Nach einer kurzen Beobachtungsperiode von zirka 30 Minuten nach der Operation können Sie wieder nach Hause gehen.

Alle entnommenen Gewebe werden anschließend dermatohistopathologisch, also auf die Erkrankung im Hautgewebe untersucht, um eine genaue Diagnose zu erhalten. Die Besprechung dieses Untersuchungsergebnisses erfolgt dann zu einem gesonderten Termin in unserer Poliklinik.

Aufgrund der lokalen Betäubung ist die Operation schmerzfrei. Die Wirkung der Betäubung klingt nach einigen Stunden ab. Meist tritt danach kein oder nur ein geringer Wundschmerz auf. Bei Bedarf können Sie ein leichtes, frei verkäufliches Schmerzmittel verwenden. Geeignet sind zum Beispiel Paracetamol oder Ibuprofen. Aspirin sollte wegen der blutverdünnenden Wirkung nicht eingenommen werden.

Der Verband und die Operationsstelle sollten vor Belastung und Wasser geschützt werden, damit die Narbe gut verheilen kann. Eventuell nötige Verbandwechsel erfolgen bei uns, ebenso wie das eventuelle Ziehen der Fäden. Meist erfolgt dies zwischen einer bis zu zwei Wochen nach der Operation.

Zur Narbenpflege berät Sie Ihr weiterbehandelnder Arzt. Falls möglich, setzen wir auch sich selbst auflösendes Nahtmaterial ein. Dieses zersetzt sich über mehrere Wochen hinweg und verschwindet dann vollständig.

Sprechen Sie uns an

Falls eine ambulante Operation für Sie in Frage kommt, kann Ihr behandelnder Arzt Sie einfach überweisen. Eine Krankenhauseinweisung ist dafür nicht notwendig. Bitte vereinbaren Sie zur Abklärung einen Termin in unserer Spezialsprechstunde.

Kontakt

Dr. med. Kerstin Lommel

Chefärztin der Dermatologie
Dr. med. Kerstin Lommel

Telefonnummer

(030) 94 01-55700

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