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Moderne Therapien bei Autoimmunerkrankungen

Bei Autoimmunerkrankungen, die sich auch auf die Haut auswirken, ist eine präzise Diagnostik und eine genau auf die Symptome abgestimmte Therapie nötig. Wir betreuen Sie mit Erfahrung und Expertise.

Umfangreiche und fachübergreifende Diagnose

Bei einer Autoimmunerkrankung bekämpft das Immunsystem körpereigene Zellen und Gewebe. Das kann sich auf ein bestimmtes Organ beschränken oder den ganzen Körper, also mehrere Organsysteme, befallen und entsprechend auch Auswirkungen auf die Haut haben. Da die Haut das größte Organ des Menschen ist, sind Diagnose und Behandlung von Autoimmunerkrankungen an der Haut von zentraler Bedeutung.

Wir führen bei Patienten mit Symptomen, die auf eine Autoimmunkrankheit hindeuten, eine breit angelegte Diagnose durch, meist in Zusammenarbeit mit den Experten anderer Abteilungen. Auch bereits diagnostizierte Patienten werden bei uns genauestens dermatologisch untersucht, um die richtige Therapie für die Krankheitssymptome auf der Haut zu bestimmen.

Wirksame Therapien – Linderung der Symptome

Wir wenden unterschiedliche Therapien an, sowohl direkt an der betroffenen Stelle wirkend (lokal) als auch an mehreren Organen (systemisch). Zwei neue Verfahren haben sich mittlerweile hervorragend bewährt:

Bei der Immunadsorption werden die symptomauslösenden Bestandteile des Blutes wie Antikörper oder Immunkomplexe außerhalb des Körpers entfernt. Ähnlich wie bei einer Dialyse, der so genannten Blutwäsche, wird das dem Patienten entnommene Blut behandelt und dann wieder zugeführt. In einer Zentrifuge werden die Blutzellen vom Blutplasma, der Blutflüssigkeit, getrennt. Das Plasma wird über einen so genannten Adsorber geleitet. Dieser bindet wie ein Filter die für das jeweilige Krankheitsbild typischen krankmachenden Bestandteile. Für verschiedene Krankheitsbilder werden jeweils eigens entwickelte Adsorber benötigt. Das gereinigte Blut erhält der Patient direkt zurück. Die Behandlung wird in regelmäßigen Abständen durchgeführt. Die Immunadsorption eignet sich zur ergänzenden Therapie bestimmter Autoimmunerkrankungen wie zum Beispiel systemischer Lupus erythematodes (so genannte Schmetterlingsflechte) oder Pemphigus vulgaris (Blasenbildende Hauterkrankung).

Übertragen bedeutet extrakorporale Photopherese (kurz: ECP) das Abtrennen eines Teils vom Ganzen außerhalb des Körpers. Gemeint ist, dass bestimmte Blutzellen dem Blut entnommen, behandelt und dann wieder dem Körper zugeführt werden.

Das Verfahren wird ähnlich wie eine Dialyse, der so genannten Blutwäsche, durchgeführt. Das vom Patienten entnommene Blut wird mit einer Zentrifuge in seine Bestandteile getrennt. Die dadurch isolierten T-Zellen werden mit einem lichtsensibilisierenden Medikament behandelt und durch Licht einer bestimmten Wellenlänge (UVA-Licht) bestrahlt. Danach wird das behandelte Blut dem Patienten wieder zugeführt.

Diese Behandlung beeinflusst das Immunsystem günstig und lässt Erkrankungen abklingen. Hierzu gehören zum Beispiel das kutane T-Zell-Lymphom (bösartige Hautwucherung durch Immunreaktionen), Graft-versus-Host-Disease (Abstoßungsreaktion bei  Transplantationen) und die systemische Sklerodermie (eine sehr seltene Bindegewebserkrankung, die mit einer Verhärtung der Haut einhergeht).

Zusätzlich kann die ECP dabei mit Immunmodulatoren, also auf das Immunsystem wirkende Medikamenten, kombiniert werden. Die Behandlung erfolgt stationär und wird zu Beginn alle vier Wochen, danach seltener, durchgeführt.

Sprechen Sie uns an

Bitte sprechen Sie uns auf die Therapiemöglichkeiten an oder stellen Sie sich zur Diagnose vor. Wir arbeiten vertrauensvoll mit Ihrem behandelnden Arzt zusammen und stellen einen individuellen Therapieplan für Sie auf.

Kontakt

Dr. med. Kerstin Lommel

Chefärztin der Dermatologie
Dr. med. Kerstin Lommel

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