Aktuelle Besucherinformationen

In Zeiten von Corona ist es uns das wichtigste Anliegen, Sie wie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv zu schützen. Wir möchten Sie deshalb um Verständnis für die folgenden Maßnahmen in unserer Klinik bitten. Bitte beachten sie die neuen Besuchsregeln.

Adipositas – Was ist das?

Adipositas – Was ist das?

Das Zentrum für Adipositas und Metabolische Medizin arbeitet intensiv mit dem Fachbereich für Endokrinologie im Helios Klinikum Berlin-Buch (Prof. Dr. Ritter) und der Psychosomatik zusammen. Die interdisziplinäre Struktur ist entscheidend für eine erfolgreiche Therapie des komplexen Krankheitsbildes Adipositas. Ernährungsberaterinnen und Physiotherapeutinnen sind ebenfalls wichtige Mitarbeiterinnen unseres Zentrums in Berlin.

Was ist Adipositas

Fettleibigkeit (Adipositas) ist eine ernstzunehmende Erkrankung, welche gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das am stärksten zunehmende Gesundheitsrisiko weltweit darstellt. Obwohl die meisten Menschen wissen, dass zu viele Pfunde schädlich sind, gibt es immer mehr Menschen mit ernst zunehmendem Übergewicht. Besonders besorgniserregend ist auch die steigende Zahl übergewichtiger Kinder.  Starkes Übergewicht oder ausgeprägte (morbide) Adipositas ist gesundheitsschädigend und zieht Krankheiten wie Bluthochdruck, Herzkreislauferkrankung und Diabetes nach sich. Starkes Übergewicht wirkt sich auch auf die Psyche aus. Es entsteht ein negatives Selbstbild und eingeschränktes Selbstbewusstsein. Schweres Übergewicht kann zu sozialer Isolation führen.  In Abhängigkeit von der Höhe des Übergewichts ist die Lebenserwartung von adipösen Patienten deutlich verringert.

Ursachen für Adipositas

Die Ursachen für das krankhafte Übergewicht sind sehr komplex und müssen als „multifaktoriell“ angesehen werden. Das bedeutet, dass nicht nur das falsche Essverhalten und die mangelnde körperliche Bewegung für die Adipositaserkrankung verantwortlich sind, sondern auch Stoffwechselprozesse und genetische Ursachen ganz wesentlich für Entwicklung der Erkrankung angesehen werden müssen. Der größte Teil der Menschheit ist für die Umwelt, in der wir heute leben (Nahrungsüberfluss und reduzierte körperliche Bewegung) genetisch nicht „vorbereitet“. Als sich die Menschheit vor Millionen von Jahren auf den Weg von der Savanne Afrikas in die Jetztzeit auf machten, waren Mangel und Hunger der tägliche Begleiter. Diese genetische Prägung ist für die Menschen der Jetztzeit nicht von Vorteil und führt somit in Zeiten des Überflusses bei vielen Menschen zu Erkrankungen, wie unter anderem der Adipositaserkrankung. Wie man Übergewicht bekämpf, ist im Grunde genommen kein Geheimnis. Doch mit der wachsenden Erkenntnis über Stoffwechselprozesse und genetische Bedingungen wird klar, dass die allgemeine Empfehlung „weniger zu essen und sich mehr zu bewegen“ nicht die alleinige Lösung sein kann. Selbstverständlich bedeutet weniger und vor allem vernünftiger Essen sowie mehr Bewegung eine Grundvoraussetzung für ein gesünderes und lebenswerteres Leben. Jedoch muss klar sein, dass, wer einmal adipös ist, es sehr schwer hat, wieder ein Normalgewicht zu erreichen. Die meisten Methoden zur Gewichtsreduktion sind zwar zunächst erfolgreich, aber schon nach kurzer Zeit ist das alte Gewicht wieder erreicht. Im schlechtesten Fall zeigt die Waage mehr als vorher an.

BMI „Body Mass Index“

Um den Ernährungszustand eines Menschen zu objektivieren, ist der sogenannte Body Mass Index (BMI) eine gebräuchliche Methode. Dabei wird das Körpergewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße in Metern geteilt.

BMI = Körpergewicht in kg / Körpergröße in m2

 

Der ideale BMI liegt zwischen 20 und 25. Ein BMI zwischen 25 und 30 bedeutet Übergewicht. Liegt Ihr BMI über 30, sind Sie adipös. Hier beginnt das Risiko für Gesundheitsprobleme, ausgelöst durch Übergewicht.

Mit einem BMI von 35 und mehr sind Sie schwer adipös, also schwer übergewichtig. Sicherlich leiden Sie durch dieses Übergewicht bereits an Folgeerkrankungen, wie Bluthochdruck, Diabetes und Schlafapnoe.

Ab einem BMI von über 40 steigt die Sterblichkeit gegenüber einem normalgewichtigem Menschen deutlich an. Daher wird der Adipositasgrad 3 auch als morbide (krankhafte) Adipositas bezeichnet.

Tabelle zum BMI 
BMI    20 - 25kg/m2Normalgewicht
BMI > 25 - 30kg/m2Übergewicht
BMI > 30 - 35kg/m2Adipositas Grad 1
BMI > 35 - 40kg/m2Adipositas Grad 2
BMI > 40kg/m2Adipositas Grad 3

 

Beachten Sie bitte, dass die BMI Berechnung so nur für Erwachsene gilt. Für Kinder muss der BMI-Wert noch zum Alter und Geschlecht in Beziehung gebracht werden.

Bauchumfang

Für die Beurteilung der sogenannten „Krankheitslast“ der Adipositas ist der BMI nicht ausreichend. Hierfür ist insbesondere das Fettverteilungsmuster zu berücksichtigen. Ein besonders hohes Risiko für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen liegt bei Vermehrung der „viszeralen“ Fettmasse im Vergleich zu subkutanen Fettmasse vor. Die abdominale Adipositas wird auch als „Apfelform“ bezeichnet. Bei der subkutanen Adipositas besteht eine Vermehrung der Fettmasse vorwiegend im Bereich der Hüften und Oberschenkel, diese Form wird auch als „Birnenform“ bezeichnet. Das Fettverteilungsmuster lässt sich durch Umfangmessungen bestimmen. Ist das Verhältnis von Taille zu Hüfte (waist-to-hip ratio) größer als 0,85 bei Frauen und größer als 0,90 bei Männern, liegt eine abdominale Adipositas vor; liegt der Quotient darunter, wird vom Vorleigen einer peripheren Adipositas ausgegangen.

So erreichen Sie uns

Kontakt Klinikum

Öffnungszeiten

Mo.-Fr. 09:00-18:00 Uhr

Telefon

(030) 94 01-52710

MVZ Dr. Rosenthal

Anfahrt

Bismarckstrasse 101, 10625 Berlin

Telefon

(030) 383 7707 0

Öffnungszeiten

Mo. - Fr. 09:00-13:00 Uhr
Mo., Di., Do. 15:00-18:00 Uhr