Beste Behandlung für das Gehirn

Beste Behandlung für das Gehirn

Die Hirntumorbehandlung erfordert viel Erfahrung, eine tiefgreifende Expertise und hohe medizinische Standards.

Operationen verbessern Lebensqualität

Hirntumoren gehören zwar zu den selteneren Erkrankungen, haben aber beträchtliche Auswirkungen auf Gesundheit und Alltag der Betroffenen. Bei gutartigen Tumoren ist in vielen Fällen eine dauerhafte Heilung möglich, bei bösartigen Tumoren ist die Lebenserwartung nach der Diagnose leider oft nicht mehr sehr lang. Wir behandeln alle Arten von Hirntumoren mit bewährten und individuell angepassten Operationsverfahren. Dazu hat die Helios Fachgruppe Neuromedizin verbindliche Standards verabschiedet, nach denen unsere Patienten behandelt werden.  

Verschiedene Tumorformen

Das Glioblastom, kurz: Gliom, ist der häufigste hirneigene Tumor.  Die Operationen werden mit langjähriger Erfahrung und modernster Medizintechnik erfolgreich durchgeführt. Sie bringen dem Patienten deutlich spürbare Erleichterung der Symptome, können jedoch bisher den Tumor leider nicht restlos entfernen.Das Meningeom ist normalerweise vollständig zu entfernen und somit heilbar.

 

Hirntumore

Abb. 1
Abb. 1 Links HE-Färbung eines diffusen Astrozytoms WHO II (A); rechts Glioblastom WHO IV

Mit dem Begriff „Hirntumor“ werden allgemein alle Tumore im Gehirn oder Kopf beschrieben. Darunter fällt eine Vielzahl von Tumoren, die man unterteilen kann in gutartig und bösartig und in hirneigen und nicht hirneigen.  Die häufigsten meist gutartigen Tumore, sind das sog. Meningeom (WHO I°), welches von den Hirnhäuten ausgeht und das sog. Schwannom (WHO I°), welches von den Nervenscheiden ausgeht. Am häufigsten ist hier der N. vestibularis, auch Gleichgewichtsnerv, betroffen (Vestibularisschwannom).  Die häufigsten bösartigen Hirntumore sind das vom Gehirn selber ausgehende sog. Glioblastom (GBM) WHO IV° und Hirnmetastasen (Absiedlungen von Tumoren außerhalb des Nervensystems (z.B. von Lungen- oder Brustkrebs). 
Bei den hirneigenen Tumoren unterteilt man in niedriggradige (pilozytisches Astrozytom WHO I°, diffuses Astrozytom/Oligodendrogliom WHO II°) und höhergradige sog. Gliome (anaplastisches Astrozytom/Oligodendrogliom WHO III°, Glioblastom WHO IV°) (Abb. 1.).



Abb. 2 Fusioniertes FET-PET und MRT eines GBM WHO IV

Neueste molekularpathologische Untersuchungen, sog. Biomarker (u.a. MGMT-Promoterstatus, IDH1/2-Mutation, 1p19q-Kodeletion) helfen uns, diese sog. Gliome genauer zu klassifizieren und die postoperative Weiterbehandlung, die meist aus einer Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie oder einer alleinigen Strahlen- oder Chemotherapie besteht, individuell zu planen.

Die Neurochirurgische Klinik des Helios Klinikums Berlin-Buch bietet, in Rahmen des DKG zertifizierten onkologischen Zentrums, das gesamte Spektrum an Dienstleistungen an, die zur fachgerechten Behandlung von Hirntumoren erforderlich ist , begonnen bei der umfassenden Beratung über Diagnostik, Erstellung eines Behandlungsplans, bis hin zur Operation und anschließenden Rehabilitation und oder neuroonkologischen Weiterbehandlung. Für die Betreuung unserer Hirntumor-Patienten sorgt ein interdisziplinäres Team führender Experten auf dem Gebiet der Neuroonkologie, darunter Neurochirurgen,Neuroradiologen, Strahlentherapeuten, Onkologen, Neuropathologen und Psychoonkologen. Jeder Fall wird individuell im Rahmen unseres wöchentlich stattfindenden multidisziplinären neuroonkologischen Tumorboards besprochen und ein individueller Behandlungspfad erstellt. Unsere Patienten profitieren aber auch von unserer Forschung, die wir durch Teilnahme an klinischen Studien und im Rahmen unserer Grundlagenforschung in Kooperation mit dem Max-Delbrück-Centrum (MDC), durchführen. Das Zentrum wird unterstützt von Experten aus den Bereichen Elektrophysiologie, Sozialmedizin Rehabilitation und Palliativmedizin. Patienten haben Zugang zu neuesten Diagnosetechniken incl. 3T-MRT, MRT-Traktografie und Spektroskopie, FET-PET (Fluorethylthyrosin- Positronenemissionstomografie, Abb. 2) und der TMS (transkranielle Magnetstimulation)  mit Hilfe derer wir präoperativ genau die Areale für Sprache und Motorik darstellen können, die wir für sowohl die präoperative Planung als auch für die intraoperative maßgeschneiderte Tumorentfernung benötigen (Abb. 3). 

Abb. 3 MRT Traktografie der Pyramidenbahn

Hirntumoren gehören zwar zu den selteneren Erkrankungen, haben aber beträchtliche Auswirkungen auf Gesundheit und Alltag der Betroffenen. Bei gutartigen Tumoren ist in vielen Fällen eine dauerhafte Heilung möglich durch eine vollständige operative Entfernung. Bei bösartigen Tumoren bieten wir eine umfassende operative, strahlentherapeutische, medikamentöse sowie psychoonkologische Therapie nach aktuellen Therapiestandards an.
In unserer Klinik stehen alle zur Behandlung dieser Tumore möglichen neuesten technischen Hilfsmittel zur Verfügung. Die Eingriffe werden grundsätzlich unter dem Operationsmikroskop (mikrochirurgisch) mithilfe der Neuronavigation (MR-Traktografie und TMS-Mapping) und mit Unterstützung des intraoperativen Neuromonitorings (kontinuierliche Ableitung motorischer und sensibler evozierter Potentiale (MEP/SSEP) durchgeführt. Zudem werden bösartige Tumore mit Hilfe verschiedener verabreichter Farbstoffe (ALA/Fluoreszein) mit Hilfe von Fluoreszenz intraoperativ sichtbar gemacht, was die sichere Resektion dieser Tumore deutlich verbessert (Abb. 4).

Abb. 4 Tumoransicht unter normalem Weißlicht und unter Schwarzlicht-Fluoreszenz mit ALA. Der Tumor fluoresziert unter Schwarzlicht pink während das gesunde Hirngewebe nicht fluoresziert.

Einige Schädelbasistumoren operieren wir in minimal-invasiver Technik mit dem Endoskop. Bei diesen sog. Hypophysenadenomen (Tumore, die von der Hirnanhangsdrüse ausgehen) können wir sogar auf einen Hautschnitt verzichten, da diese Tumore durch die Nase operiert werden.
Wir betreuen unsere Patienten über viele die Jahre in unserer Tumorsprechstunde ambulant weiter, wo sie zu festen regelmäßigen klinischen und bildgebenden Kontrollintervallen nachuntersucht werden. Über unsere Tumorsprechstunde koordinieren wir individuell angepasste Verlaufsuntersuchungen (FET/PET, cMRT, EEG, Sozialmedizin).
Sprechen Sie uns an! Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Sprechstunde und lassen Sie sich über die Möglichkeiten der Tumorbehandlung informieren.

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Prof. Dr. med. Yu-Mi Ryang

Chefärztin Neurochirurgie
Prof. Dr. med. Yu-Mi Ryang

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