Willkommen auf der Station KJP 2

Willkommen auf der Station KJP 2

Auf unserer Intermediärstation behandeln wir Kinder, die sich im Übergang vom Kindes- ins Jugendalter befinden, mit psychischen, psychosomatischen und psychosozialen Problemen.

Die Station KJP 2 der Kinder- und Jugendpsychiatrie  finden Sie im Haus 211, 1. Obergeschoss. Die Kinder und Jugendlichen werden in altersgerecht gestalteten Ein- bis Dreibettzimmern untergebracht. Wir behandeln alle Störungsbilder des Kinder- und Jugendalters, z. B. Belastungs- und Anpassungsstörungen, Depressionen, Angststörungen, Essstörungen, Zwangsstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen mit und ohne Hyperaktivität, Störungen des Sozialverhaltens, Bindungsstörungen, Autismus-Spektrum-Störungen.

 

StationKJP 2
LageHaus 211 1. Obergeschoss
Fachbereich(e) Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
StationsleitungChristof Türschmann
Telefon Stationszimmer(030) 94 01-15470

Aufnahme

Aufgenommen werden Kinder und Jugendliche zwischen dem 10. und 14. Lebensjahr. Die Betreuung erfolgt nach einem Wochenplan, der generell an Werktagen vormittags den Besuch der Klinikschule und nachmittags die therapeutischen und pädagogischen Hilfen vorsieht. Viel Raum und Zeit bleibt für die gemeinsame Freizeitgestaltung. 

In den therapiefreien Zeiten sowie an Nachmittagen können die Patient:innen Besuch empfangen und Ausgänge wahrnehmen. An Wochenenden und Feiertagen finden vormittags Gruppenpsychotherapien statt. Die Nachmittage können mit der Familie oder anderen Bezugspersonen verbracht werden.  

Ablauf

Ob Bedarf für eine stationäre Therapie oder für andere Hilfeformen beim in seelische Not geratenen Kind besteht, kann von einem niedergelassenen Arzt, dem ärztlichen Notdienst, von einem anderen Krankenhaus oder von unserer Abteilung durch Vorgespräche ermittelt werden.  

Wenn ein entsprechender Hilfebedarf besteht, erfolgt die Aufnahme der Patientin oder des Patienten auf unsere Station. Zu Beginn des stationären Aufenthaltes findet die Diagnostikphase statt – hier werden Befunde erstellt und Therapien besprochen, meist gemeinsam mit den Eltern oder sorgeberechtigten Bezugspersonen.

Insgesamt sind regelmäßige Familien- und Elterngespräche vorgesehen, das gesamte familiäre und soziale Umfeld wird betrachtet und in die Behandlung miteinbezogen. Bei Bedarf erfolgt auch eine umfassende Sozialberatung z. B. zu möglichen unterstützenden Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe. 

Mehr Informationen zur Sozialberatung

Klinikschule  

Die Patienten werden in unserer Klinikschule von speziell ausgebildeten Lehrkräften in kleinen Gruppen oder auch einzeln in allen Bildungsgängen und Schularten unterrichtet. Hierbei richten sich der Umfang und die Art des Unterrichts nach der Belastbarkeit des Patienten.    

Tagesablauf auf der Intermediärstation

Uhrzeiten Aktivitäten
7:00 Uhr Aufstehen, Waschen, Anziehen, Betten machen, Zimmer aufräumen 
7:25 Uhr Morgenkreis, Termine des Tages besprechen
7:45 Uhr Gemeinsames Frühstück
8:10 Uhr Fertigmachen für die Klinikschule 
ab 8:30 Uhr Unterricht in der Klinikschule und Zeit für Diagnostik und Therapien
10:00 Uhr Trink- und Obstpause auf dem Hof oder auf der Station
10:30 Uhr Unterricht in der Klinikschule und Zeit für Diagnostik und Therapien
12:10 Uhr Gemeinsames Mittagessen
12:40 Uhr Befindlichkeitsrunde, Auswertung der individuellen Pläne
ab 13:00 Uhr Einlösezeit
14:30 Uhr Gemeinsames Vesper 
ab 15:00 Uhr Beschäftigungs- und Freizeitangebote z.B. Bewegung/Sport, Spielen, Basteln, Lebenspraktisches Training, Einkaufen, Kochen in der Gruppe oder alleine; Wahrnehmen von Therapien; Zeit für Besuche, Ausgänge
18:00 Uhr Gemeinsames Abendessen
18:30 Uhr Verhaltensbeurteilung und Punktevergabe, Auswertung der individuellen Pläne
19:15 Uhr Einlösezeit
ab 20:45 Uhr Zimmerzeit
 
ab 21:15 Uhr Nachtruhe

Eine wichtige Rolle spielt die mehrmals täglich im Gruppenrahmen erfolgende Selbsteinschätzung der Kinder und Jugendlichen bzgl. der Einhaltung von Verhaltensregeln mit nachfolgender Einlösung der verdienten Belohnungspunkte. Der Patientin oder dem Patienten werden im therapeutischen Prozess verschiedene Methoden und individuelle Maßnahmen aufgezeigt und mit ihr oder ihm gemeinsam erarbeitet (z. B. Verhaltensplan, Aktivierungsplan, Führen eines speziellen Tagebuchs, Skillstraining).