Das Krankenhaus ist ein Teil meines Lebens

Das Krankenhaus ist ein Teil meines Lebens

Martin (35) ist Operationstechnischer Assistent (OTA) und liebt seinen anspruchsvollen Job. In seinem Team fühlt er sich so gut aufgehoben, wie in einer Familie. Lest in diesem Interview warum das so ist.

Wie wurdest du Operationstechnischer Assistent?

Ich gehöre zu den Jahrgängen, die noch Zivildienst leisten mussten. Meine Eltern sind beide hier im Klinikum beschäftigt, meine Mutter ist Gesundheits- und Krankenpflegerin, mein Vater Betriebstechniker. Er hat dafür gesorgt, dass ich meinen Zivildienst im OP leisten durfte. Im Anschluss daran habe ich mich direkt für eine Ausbildung zum Operationstechnischen Assistenten bei Helios beworben und diese Ausbildungsstelle auch erhalten.

Beschreibe mal bitte deine Arbeit. Was machst du?

Als OTA kümmere ich mich um die Vor- und Nachbereitung der Operationen sowie natürlich um die Begleitung während des operativen Eingriffs. Dazu gehören sämtliche Abdeckungen, Verbandsstoffe, Instrumente und Geräte, falls diese noch nicht im Saal sind. Außerdem kümmere ich mich um unser Materiallager. Ich sorge als Verbindungsglied unserer Station und der Zentralsterilisation dafür, dass die Instrumente ordentlich gelagert und gut zu finden sind. Seit meiner Weiterbildung zum Praxisanleiter gehört auch die Betreuung der Auszubildenden und neuer Kolleginnen und Kollegen zu meinem Aufgabengebiet.

Warum bist du auch Praxisanleiter geworden?

Ich bin gerne für andere da. Es macht mir Spaß, mein Wissen und meine Fertigkeiten weiterzuvermitteln und den Lernprozess vom Anfang an zu begleiten.

Warum gibt es mittlerweile eine spezielle Ausbildung zum Operationstechnischen Assistenten? Hätte nicht auch eine Ausbildung zum Krankenpfleger gepasst?

Die Arbeit im OP ist völlig anders als die auf der Station. Bei uns wird auch viel am Computer dokumentiert. Wir müssen uns regelmäßig auf neue moderne Geräte, die den OP-Verlauf schneller und besser machen, einstellen. Jemand, der über eine spezielle Ausbildung oder Weiterbildung verfügt, lernt diese Operationsabläufe zumeist schneller.

Es gibt doch nichts Schöneres, als Menschen dabei zu helfen, wieder gesund zu werden.

Martin, OTA

Was begeistert dich an deiner Arbeit?

Das Technische begeistert mich. Heute stehen deutlich mehr Geräte im OP als früher. Mittlerweile gibt es für alle möglichen operativen Eingriffe hochmoderne Spezialtechnik. Mir liegt dieses Handwerk. Aber natürlich mag ich auch den Patientenkontakt. Zu sehen, wie ein Mensch mit Beschwerden zu uns kommt, wir ihn manchmal über Stunden operieren und es ihm danach wieder besser geht. Es gibt doch nichts Schöneres, als Menschen dabei zu helfen, wieder gesund zu werden.  

Die Medizin entwickelt sich immer weiter. Seid ihr auf dem neuesten Stand der Technik?

Ja, wir sind technisch auf dem neuesten Stand. Unser Unternehmen zeigt sich gerade in Kliniken mit speziellen Schwerpunkten aufgeschlossen, wenn es um neue OP-Verfahren und -Geräte geht. Außerdem bringen die Ärzte verschiedene Themen von den Kongressen mit, die sie gerne ausprobieren würden. Dadurch ist auch unser OP-Team über den Ablauf der neuen Operationsmethoden gut informiert. Es gibt aber auch viele Fortbildungen, an denen ich teilnehmen kann. Ich war zum Beispiel in Schwerin zu einem Kongress mit dem Schwerpunktthema „Gesunde Wirbelsäule“.  

Wie wichtig ist dein Job für unsere Gesellschaft?

Natürlich ist mein Job sehr wichtig. Es wird operiert, um Patienten zu heilen, ihr Lebensgefühl zu verbessern und auch ihr Leben zu retten. Ich bin stolz, dabei mitwirken zu dürfen und Teil eines großartigen Teams zu sein.

Was verbindet dich mit dem Klinikum?

Ich fühle mich mit unserem Klinikum sehr verbunden, denn ich bin hier geboren. Damals, also vor 35 Jahren, war hier noch die Militärmedizinische Akademie der DDR. Als Säugling hatte ich eine schwere Infektion mit Salmonellen, an der ich fast gestorben wäre. Aber die Ärzte haben es geschafft, mich nach sechs Wochen stationärer Betreuung wieder ins Leben zurückzubringen. Als Bad Saarower und durch meine Eltern kenne ich außerdem viele Personen der Belegschaft. Alles greift so ineinander.

Das Krankenhaus ist definitiv ein Teil meines Lebens.Unser OP-Team ist wie eine Familie für mich, da nehme ich gerne den Fahrtweg von Berlin auf mich.

Was machst Du in Deiner Freizeit? Hast Du Zeit für Hobbys?

In meiner Freizeit unternehme ich gerne verschiedene Dinge: Essen gehen mit Freunden, mit dem Fahrrad fahren, ins Fitnessstudio gehen (was momentan leider schwierig ist) und ich verbringe gerne Zeit mit meiner Familie. Mein liebstes Hobby ist es zu verreisen. Sei es in Europa, Asien oder Amerika. Für die Erlebnisse auf meinen Reisen habe ich immer meine Kamera dabei, damit ich meinen Kollegen im Klinikum und den Liebsten zu Hause tolle Bilder zeigen kann.

Jetzt liegt es nur noch an dir!

Willst Du unser Team verstärken? Mach mit! Für Rückfragen steht dir gern unsere Pflegedirektorin Helgrid Marschke unter der Telefonnummer (033631) 7-3135 oder per E-Mail unter helgrid.marschke@helios-gesundheit.de zur Verfügung.