Steinreich? Moderne Harnsteintherapie heute
Online Patientenakademie am 25. März 2021 um 16:00 Uhr

Steinreich? Moderne Harnsteintherapie heute

Bad Saarow

Harnsteine können im gesamten Harntrakt vorkommen und zum Teil schmerzhafte Beschwerden auslösen. Je nachdem, wo sie auftreten, spricht man von Nieren-, Harnleiter- oder Blasensteinen. Warum sich Harnsteine bilden, wie sie sich bemerkbar machen und wie sie behandelt werden, erklärt der Harnstein-Experte Carsten Lange, Leitender Oberarzt der Klinik für Urologie im Helios Klinikum Bad Saarow bei der nächsten Online Patientenakademie am 25. März 2021 um 16:00 Uhr.

Harnsteine entstehen überwiegend in den Nieren, denn hier wird der Harn produziert. Durch die Abgabe überflüssiger Mineralien des Körpers, kann es im Harn mitunter zu hohen Kalzium-, Oxalat- oder Harnsäurekonzentrationen kommen. Setzen sich diese Stoffe zu Kristallen zusammen, können sich Harnsteine bilden.

Ursachen der Harnsteinbildung

Die Bildung von Harnsteinen kann verschiedene Ursachen haben, wie z.B. ungesunde Ernährung, Übergewicht, zu geringe Trinkmengen, Harnwegsentzündungen, Abflussbehinderungen oder Stoffwechselstörungen. Aufgrund der veränderten Lebensweise hat die Häufigkeit der Harnsteinerkrankungen in den Industrienationen in den letzten Jahren deutlich zugenommen. In Deutschland ist fast jeder 20. Bundesbürger einmal oder mehrfach im Leben betroffen. Etwa 1,2 Millionen Patienten müssen jährlich wegen dieser Erkrankung behandelt werden.

Carsten Lange, Leitender Oberarzt der Klinik für Urologie im Helios Klinikum Bad Saarow

Beschwerden durch Harnsteine

Auch die Beschwerden können sehr unterschiedlich ein: „Während Nierensteine oft keine oder unklare Symptome auslösen, kommt es bei einem Harnleiterstein meist zu typischen schmerzhaften Koliken“, so der Experte.

Etwa 80 Prozent der Harnsteine werden vom Körper auf natürliche Weise über die ableitenden Harnwege ausgeschieden. Krampf- und schmerzlösende Medikamente können hierbei den Vorgang beschleunigen. „Hingegen erfordert eine akute Kolik immer eine sofortige ärztliche Behandlung. Nach einer Schmerzbehandlung beraten wir je nach Befund individuell über die weitere Steintherapie“, erklärt der Leitende Oberarzt.

Die Behandlungsmöglichkeiten beim Harnsteinleiden sind vielfältig

Für die bestmögliche Behandlung sind die Zusammensetzung der Steine, ihre Größe und Beschaffenheit sowie ihre Lage ausschlaggebend. Eine davon ist die Extrakorporale Stoßwellen-Lithotripsie (ESWL). Hier werden die Harnsteine von außen durch fokussierte Energiewellen zertrümmert.

Bei der Ureterorenoskopie (URS) wird das Endoskop durch die Harnröhre in den Harnleiter eingeführt und kann bis in das Nierenbecken vorgeschoben werden.

Bei der Perkutanen Nephrolitholapaxie (PNL) wird mit Hilfe einer Punktionsnadel von der Körperaußenseite ein dünner Kanal bis zur Niere angelegt. Anschließend wird ein Endoskop eingeführt, das die Harnsteine in der Niere zerkleinert und entfernt.

„Bei rund 50 Prozent der Harnstein-Patienten kommt es ohne geeignete Nachsorge zu einer erneuten Harnsteinbildung. Durch ausreichende Trinkmengen und gesunde Ernährung kann aber das Risiko einer erneuten Steinbildung deutlich gesenkt werden“, so Carsten Lange.

Wer mehr zu dem Thema erfahren möchte, ist herzlich online zur Patientenakademie eingeladen.

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Wie kann ich an der Patientenakademie inline teilnehmen und wie kann ich Fragen stellen?

Der Livestream ist direkt bei YouTube auf der Seite des Helios Klinikums Bad Saarow oder unter dem Link: https://youtu.be/i1b2J5fKH00 abrufbar. Darüber hinaus wird der Vortrag auch bei Facebook live übertragen. Fragen an den Referenten können gerne vorab oder während der Onlinevorlesung an die E-Mail-Adresse: socialmedia.badsaarow@helios-gesundheit.de oder direkt über die Chatfunktionen der jeweiligen Plattform gestellt werden.

Bildunterschriften:

1. Oberarzt Carsten Lange bei der Extrakorporalen Stoßwellen-Lithotripsie (ESWL). Hier werden die Harnsteine von außen durch fokussierte Energiewellen zertrümmert.

2. Harnstein-Experte Carsten Lange, Leitender Oberarzt der Klinik für Urologie im Helios Klinikum Bad Saarow

Fotocredit: Thomas Oberländer, Helios Kliniken

Das Helios Klinikum Bad Saarow ist ein Krankenhaus der qualifizierten Regelversorgung und gehört mit 585 Betten zu den modernsten und größten Kliniken der Region. 17 Fachabteilungen, drei Institute, eine Zentrale Notaufnahme, ein Zentrallabor und verschiedene zertifizierte Zentren ermöglichen ein umfassendes Spektrum modernster Diagnostik und innovativer Therapien.

Im Jahr 2019 wurden im Helios Klinikum Bad Saarow 30.400 Patienten stationär und zusammen mit den am Klinikum angeschlossenen medizinischen Einrichtungen 154.600 Patienten ambulant behandelt.

Als Akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane nimmt das Klinikum an der Lehre und Ausbildung von Medizinstudenten teil.

Gelegen in einer einzigartigen Naturlandschaft am Scharmützelsee ist das Krankenhaus etwa 30 Autominuten vom Flughafen Berlin-Schönefeld entfernt sowie auch direkt mit der Bahn erreichbar.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 120.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien und Lateinamerika. Rund 20 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2020 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 9,8 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 89 Kliniken, rund 130 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sechs Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland 73.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 6,3 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 52 Kliniken, davon sechs in Lateinamerika, 70 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 15 Millionen Patienten behandelt, davon 14,1 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 40.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro.

Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

 

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