Leistung

Strahlentherapie gutartiger Erkrankungen

Strahlentherapie gutartiger Erkrankungen

Schmerzbestrahlung bei entzündlichen und degenerativen Gelenkerkrankungen

Medizinischer Rückblick

Bereits 1895 entdeckte der deutsche Physiker, Conrad Röntgen, die unsichtbare Strahlung, mit der sich das Innere eines Organismus betrachten lässt. Mit der bedeutenden Entdeckung dieser „Röntgenstrahlen“ wurde der Grundstein für einen Bereich der Medizin gelegt, der bis heute unverzichtbar ist und längst zum Alltag in Kliniken und Praxen gehört. Röntgenstrahlen dienen der Diagnostik, ermöglichen also einen Blick in den Körper. Sie erweisen sich aber auch, wie sich bereits wenige Jahre nach Röntgens entscheidendem Experiment zeigte, als nützlich in der Therapie bei einer Vielzahl von gutartigen Erkrankungen sowie akuten oder chronischen Beschwerden.  

Durch die Bestrahlung können Schmerzen dauerhaft, beispielsweise bei einem Fersensporn, bei Arthrose sowie bei Schulter- und Ellenbogenschmerzen gelindert werden. Vor allem dann, wenn die herkömmlichen konservativen oder auch operativen Therapiemaßnahmen keine Besserung erbracht haben oder nicht möglich sind.

Dr. med. Stephan Koswig, Chefarzt

Kleinere Strahlendosen werden eingesetzt

Durch die niedrig dosierten Röntgenstrahlen wird eine schmerzlindernde und zugleich entzündungshemmende Wirkung erreicht. Im Vergleich zur Tumortherapie werden wesentlich kleinere Strahlendosen verwendet. Die Bestrahlung wird je nach Beschwerdebild individuell geplant, sodass die betroffene Region genau eingestellt und benachbarte Strukturen geschont werden können. Aufgrund der geringen Strahlendosis treten keinerlei Nebenwirkungen auf. Zudem ist die Bestrahlung schmerzfrei.

Bei folgenden gutartigen Erkrankungen ist eine Strahlentherapie möglich

  • Desmoid (aggressive Fibromatose)
  • Induratio penis plastica
  • Morbus Dupuytren
  • Morbus Ledderhose
  • Keloide und hypertrophe Narben
  • Bursitis (Schleimbeutelentzündung)
  • Tendinitis, Paratendinitis, Insertions-Tendopathien
  • Peritendinopathia humeroscapularis (PHS), Subakrominalsyndrom, „rotator stuff syndrom“
  • Epicondylopathia humeri (EPH, Tennis- oder Golferellenbogen)
  • Calcaneodynie/Achillodynie (plantarer/dorsaler Fersensporn)
  • Arthropathia bzw. Arthritis deformans (Osteoarthrosis deformans): Omarthrose, Coxarthrose, Gonarthrose, Rhizarthrose
  • Zervikal- und Lumbalsyndrom: Osteoarthrose der kleinen Wirbelgelenke, der Bandscheiben und des Knorpel-Bandapparates im Bereich der beweglichen Wirbelsäule (nur in hohem Alter und als ultima ratio akzeptabel)
  • Gynäkomastie: Bestrahlung der männlichen
  • Brustdrüse in Form der Gynäkomastie-
  • Prophylaxe oder die therapeutische Bestrahlung
  • bei einer schmerzhaften Gynäkomastie
  • unter Hormontherapie beim Prostata-
  • Karzinom oder bei Leberzirrhose oder als
  • Medikamentennebenwirkung
  • Heterotope Ossifikation des Knochens
  • Pigmentierte villonodulöse Synovitis
  • Vertebrale Hämangiome
  • Aneurysmatische Knochenzysten
  • Meningeom
  • Hypophysenadenom
  • Akusticusneurinom
  • Chordome
  • Glomustumor/Chemodektom
  • Juveniles Nasen-Rachen-Fibrom
  • Endokrine Orbitopathie

Hinweise

Eine endgültige Entscheidung, ob eine Strahlentherapie bei der entsprechenden gutartigen Erkrankung möglich ist, sollte in gemeinsamer Absprache mit dem Patienten und dem betreuenden Haus- und Facharzt erfolgen.

Bei der Strahlentherapie handelt es sich um anerkannte Kassenleistungen, die voll übernommen werden.

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Dr. med. Stephan Koswig

Chefarzt Klinik für Radioonkologie und Strahlenheilkunde
Dr. med. Stephan Koswig

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