Nuklearmedizin – Was ist das?

Die Verbindung von Erfahrung, Technik und Expertise ermöglicht genaueste Diagnosen verschiedenster Krankheiten.

Erfahrung

Das Fachgebiet der Nuklearmedizin hat in unserem Klinikum bereits eine 40-jährige Tradition. In unserem Klinikneubau bieten wir unseren Patienten das vollständige nuklearmedizinische Spektrum der Diagnostik sowie etablierte und moderne Therapien mit Radionukliden an. 

Wie läuft eine Untersuchung ab?

Zur Diagnose von Krankheiten bietet die Nuklearmedizin bildgebende Verfahren, welche im Wesentlichen die Darstellung von Funktion, Durchblutung und Stoffwechsel von Organen ermöglichen. Bei einer nuklearmedizinischen Untersuchung, der so genannten Szintigraphie, werden mit kleinen Mengen radioaktiv markierter Substanzen physiologische und biochemische Vorgänge im Organismus dargestellt.

Die radioaktive Substanz wird in eine Armvene gespritzt und reichert sich über die Blutbahn im darzustellenden Organ an. Mit Hilfe einer hochempfindlichen Gammakamera wird im Körper die Anreicherung dieser spezifischen Radiopharmaka sichtbar gemacht und bildhaft oder in Funktionskurven und Messwerten dargestellt.

Was ist anders als beim Röntgen?

Eine Röntgenaufnahme zeigt die anatomische Struktur von Geweben oder Knochen. Deren Stoffwechsel, Funktion oder Vitalität bleibt dabei jedoch ungewiss und kann meist nur mit nuklearmedizinischen Methoden beurteilt werden.

Ist Radioaktivität nicht gefährlich?

Ausgefeilte Technik und neues Wissen in der Nuklearmedizin können die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen wesentlich optimieren. Allerdings führt mangelndes Wissen über radioaktive Strahlung und deren Anwendung in der Medizin oft zu unbegründeten Ängsten bei Patienten. Dabei merken sie von der Untersuchung meist nicht mehr als die Punktion ihrer Vene – ähnlich wie bei einer Blutentnahme. In vielen Fällen sind die Behandlung und Untersuchung mit radioaktiven Substanzen sogar wesentlich schonender als operative Verfahren oder aufwändige endoskopische Verfahren wie Untersuchungen mit Kathetern.

Geringe Strahlenbelastung

Die Strahlenbelastung des Patienten ist vergleichsweise gering, die meisten verwendeten Radionuklide haben kurze physikalische Halbwertszeiten von wenigen Stunden. Zusätzlich werden diese Substanzen zügig ausgeschieden, so dass nach 24 Stunden praktisch keine Radioaktivität mehr im Körper vorhanden ist.

Sprechen Sie uns gerne an

Prof. Dr. med. Stefan Dresel

Chefarzt Klinik für Nuklearmedizin
Prof. Dr. med. Stefan Dresel

Telefon

033631 7-25 40