Wie läuft eine MRT-Untersuchung ab?

Für die Untersuchung werden Sie in das MRT-Gerät  (die sog. „Röhre“) hineingefahren und sollten hier still liegen. Da wir uns für die Darstellung des Herzens nach dem Herzschlag richten müssen, werden EKG und Puls-Messgeräte angeschlossen. Außerdem wird vor der Untersuchung auch eine Verweilkanüle bzw. werden bei Durchblutungsstudien zwei Verweilkanülen angelegt, die wir für die in der Regel notwendige Kontrastmittelgabe benötigen. Die einzelnen Aufnahmen finden in einer Atempause statt, dieses Atemkommando üben wir mit Ihnen vor der Untersuchung.

Fragen und Antworten

Die Dauer ist abhängig von der Fragestellung und variiert zwischen 15 bis 45 Minuten.

Da die MRT ein extrem starkes Magnetfeld zur Bilderzeugung benutzt, dürfen Sie keinerlei Metallteile mit in den Untersuchungsraum nehmen. Wir führen dazu mit Ihnen vor der Untersuchung ein ausführliches Aufklärungsgespräch. Implantierter Gelenkersatz oder Stents sind dabei in der Regel kein Problem.

Die Verträglichkeit der von uns verwendeten Kontrastmittel ist sehr gut und führt nur in extrem seltenen Fällen zu Nebenwirkungen mit Übelkeit und Erbrechen. Wir empfehlen vor einer Herz-MRT eine Nüchternphase von mindestens 4 Stunden. Sollte eine Durchblutungsstudie bei koronarer Herzkrankheit geplant sein, dann dürfen Sie am Tag der Untersuchung keinen schwarzen Kaffee, Tee oder andere koffeinhaltige Getränke sowie keine Schokolade zu sich nehmen. Dies behindert sonst die Wirkung der notwendigen Medikamente (Adenosin). Andere erforderliche Medikamente können in der Regel bedenkenlos eingenommen werden.

Einige Patienten leiden unter Platzangst. Da wir bei der Herz-MRT auf Ihre aktive Mitarbeit während der Untersuchung angewiesen sind, ist eine klassische Narkose mit einem sehr hohen technischen Aufwand verbunden, aber nur in Einzelfällen wirklich nötig. Häufig genügen ein beruhigendes Gespräch vor der Untersuchung und eine „Probefahrt“ in die Röhre. Sollten dennoch Bedenken bestehen, kann Ihnen ein leichtes Beruhigungsmittel angeboten werden. Dies klären wir ebenfalls im Aufklärungsgespräch vor der Untersuchung. Bitte beachten Sie, dass eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr unmittelbar nach der MRT mit der Einnahme eines Beruhigungsmittels nicht möglich ist, bringen Sie bitte deshalb eine Begleitperson mit.

Die Untersuchung von Patienten mit Herzschrittmachern oder anderen elektronischen Herzimplantaten ist im Einzelfall möglich, erfordert jedoch ein entsprechendes Vorgespräch und es müssen die genauen Typ-Bezeichnungen der implantierten Sonden bzw. des Schrittmachers bekannt sein. Sollte dies der Fall sein, sollte sich Ihr überweisender Arzt am besten vorher mit uns in Verbindung setzen.  

MRT-Untersuchungen sind nahezu risikolos. Jedoch können metallhaltige Gegenstände durch das Magnetfeld angezogen und erwärmt werden.    

Unbedenklich ist die Untersuchung dagegen in der Regel für Patienten mit:  

  • Knochen- und Gelenkimplantaten neueren Datums (diese bestehen zumeist aus Titan oder anderen nicht magnetischen Metallen)
  • Koronar-Stents
  • Gefäßclips (kleine Metallklammern zum Verschluss von Gefäßen, z. B. nach Bypass-Operationen)  

Prinzipiell können Nerven durch die elektromagnetischen Impulse angeregt werden („periphere Nervenstimulation“). In äußerst seltenen Fällen kann es dann bei der Untersuchung zu einem Kribbeln oder leichten Muskelzucken kommen.

Haben Sie Fragen? Dann wenden Sie sich gerne an uns

Dr. med. Udo Zacharzowsky

Chefarzt Klinik für Kardiologie
Dr. med. Udo Zacharzowsky

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